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Keinen schönen Anblick bietet das Uhrtürmchen. Aufkleber und Graffiti müssen aber Experten entfernen

Appell vom Kulturamt

Bornheimer Uhrtürmchen beklebt und beschmiert: Trotzdem auf keinen Fall selbst reinigen! 

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Das unter anderem mit Aufklebern verschandelte Uhrtürmchen wollen die Bornheimer eventuell selbst reinigen. Zumindest wird darüber schon diskutiert. Das Kulturamt rät aber dringend ab.

Frankfurt - Selber anpacken ist in vielen Fällen die beste, ja meist auch die schnellste Lösung. Und so werden innerhalb der Gruppe „Bornheim Mitte“ auf dem sozialen Netzwerk Facebook schon Pläne geschmiedet und Mitstreiter gesucht, um das verschandelte Uhrtürmchen in der Berger Straße gemeinsam zu reinigen. Ein Nutzer schreibt, dass er Lösungsmittel, Schaber, Putzeimer mit Spüli, Bürste und Schrubber habe. Und: „Es dürfen sich auch noch mehrere beteiligen, je mehr, desto besser“.

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Jana Kremin, Sprecherin des Kulturdezernats, rät allerdings von einer unkoordinierten Hauruck-Aktion dringend ab. Denn unter Umständen könne dadurch großer Schaden an dem 1873 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Uhrtürmchen entstehen, sagt sie. „Das muss professionell angegangen werden. Zu scharfes Reinigungsmittel oder Schaber sind tabu, um das Zeugnis der Stadtgeschichte nicht zu schädigen.“ Um das zu verhindern seien auch Experten gefragt.

Bornheimer Uhrtürmchen in der Berger Straße mit Aufklebern zugepflastert und mit Sprüchen beschmiert

Das Bornheimer Uhrtürmchen in der Berger Straße ist derzeit über und über mit Aufklebern zugepflastert. Es wird außerdem als Litfaßsäule missbraucht. Und Unverbesserliche haben es zudem mit Kritzeleien und sinnfreien Sprüchen beschmiert.

Kremin bedauert, dass denkmalgeschützte Gebäude und auch Kunst im öffentlichen Raum häufig Ziel von Vandalismus werden. Um Graffiti, Aufkleber und Schmierereien beseitigen zu können, sei das Kulturamt aber auch auf die Unterstützung der Frankfurter angewiesen. „Wir sind froh, wenn wir Meldungen über Beschädigungen bekommen“, sagt sie und verweist auf entsprechende Plattformen der Stadt Frankfurt. Am besten sei es, Datum, Ort, Stichwort und Objekt zu schicken. „Am besten auch gleich ein Foto einsenden“, bittet die Sprecherin des Kulturdezernats. „Dann bekommen wir schon mal einen ersten Eindruck des Schadens.“

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