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Die Buswand am Sachsenhäuser Ufer gehört der Vergangenheit an. Die Parkplätze wandern aber weiter westwärts an den Theodor-Stern-Kai.

Parkverbot

Busproblem in Sachsenhausen noch nicht gelöst

Die Tage der Reisebusse am Mainufer sind gezählt. Ab 1. August können sie wegen der Sperrung des nördlichen Mainufers nicht mehr dort parken. Doch die Alternativen sind weiterhin rar.

Sachsenhausen - Weil die Stadt noch immer keine Idee hatte, wohin sie die Parkplätze für Reisebusse vom Sachsenhäuser Mainufer verlegen soll, hatte der Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) Anfang des Jahres per Antrag einige Vorschläge eingereicht. Jetzt hat die Stadtverwaltung dazu Stellung bezogen. Gleichzeitig naht der Termin, ab dem die Busse nicht mehr am Schaumainkai und am Sachsenhäuser Ufer stehen können. Wenn ab 1. August das nördliche Mainufer gesperrt sein wird, können auch auf der Südseite die Busse nicht mehr stehen. 17 Busparkplätze werden westwärts an den Theodor-Stern-Kai verlagert und dort täglich von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung stehen.

Zwei Vorschläge

Der Ortsbeirat hatte vorgeschlagen, die Parkplätze in der Babenhäuser Landstraße stadtauswärts teilweise in Parkplätze für Reisebusse umzuwandeln. Dort stellten früher oft Lastkraftwagenfahrer ihre Fahrzeuge ab und übernachteten darin, was zu Problemen führte, weil die Fahrer die Motoren laufen ließen. Auch am Südfriedhof parken immer wieder Reisebusse, deren Gäste im Leonardo-Hotel übernachten. Diese beiden Standorte sollten nach Wunsch des Ortsbeirats teilweise, zumindest nachts und an Wochenenden, für die Reisebusse freigegeben werden, die jetzt das Mainufer blockieren.

Beide Standorte hält die Stadt für nicht geeignet. Am der Babenhäuser Landstraße sollten besser keine Reisebusse parken, weil dieselben Probleme wie mit den Lkw-Fahrern auch mit den Busfahrern zu erwarten seien. Die Verwaltung verweist auf die Situation an der Gutleutstraße, wo Anwohner genervt sind von Busfahrern, die den Motor laufen lassen, in den Fahrzeugen übernachten, Müll hinterlassen.

Zur Kasse bitten

Weiterhin wollte der Ortsbeirat den inoffiziellen Parkplatz in der Walter-Kolb-Straße 9-11 offiziell ausweisen lassen. Die Stadt ist aber dagegen, weil sie plant, die Fläche in legale Pkw-Plätze umzuwandeln.

Ein weiterer Vorschlag war es, die Busparkplätze am Main zu bewirtschaften. Besonders schadstoffarme Busse sollten von Gebühren befreit sein, für den Rest sollten gestaffelte Parkgebühren anfallen. Das hatte der Verein der Frankfurter Stadt- und Gästeführer vorgeschlagen. Wenn Dieselbusse dort die Luft verpesteten, sollten sie wenigstens zur Kasse gebeten werden und ein Anreiz geschaffen werden, woanders zu parken. Dem erteilt die Stadt ebenfalls eine Absage. Es gebe keine Rechtsgrundlage für die Staffelung der Gebühren nach Schadstoffausstoß. Da die Parkplätze am Mainufer nun wegfallen, ist die Option ohnehin obsolet.

Die Stadt sei weiterhin dabei, ein "umfassendes Busparkplätze-Konzept" zu erarbeiten, heißt es weiter.

von Stefanie Wehr

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