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Boris Straub (links) und Michael Bartram-Sitzius am Bahndamm. Ungefähr hier soll eine Fußgängerbrücke das Hilgenfeld mit dem restlichen Stadtteil verbinden.

Hilgenfeld

Eine Brücke für den Frankfurter Berg – damit die Bahn die Menschen nicht mehr trennt

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Das Hilgenfeld, jenseits der Bahn im Niddatal gelegen, ist abgeschnitten vom übrigen Frankfurter Berg. Entstehen hier weitere 850 Wohnungen, müsse das neue Quartier per Fußgängerbrücke mit dem übrigen Stadtteil verbunden werden, fordert daher die SPD – und will Pläne sehen.

Frankfurt - Es ist der kürzeste Weg ins Hilgenfeld – jedenfalls fast: Der Sanddornweg. Doch er endet am Bahndamm. Jenseits der Gleise liegt am Rande des Niddatals das Hilgenfeld. 70 Ein- und sechs Mehrfamilienhäuser stehen dort, bald werden rund 850 weitere Wohnungen hinzu kommen. Zurzeit wird der Bebauungsplan überarbeitet. Ein Konzeptverfahren soll klären, wie die neuen Häuser aussehen. Doch gut zu erreichen ist der Frankfurter Berg von dort aus nicht, finden Boris Straub (SPD) und sein Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat 10, Michael Bartram-Sitzius: Man muss durch die oft stinkende Unterführung am S-Bahn-Halt oder über die Omega-Brücke.

Brücke vom Sanddornweg über die Gleise ins Herz des neuen Quartiers des Frankfurter Bergs

Daher müsse eine Brücke vom Sanddornweg über die Gleise hinüber ins Herz des neuen Quartiers entstehen, sagt Bartram-Sitzius. Unweit des zentralen Platzes würde sie im Hilgenfeld enden. Der Sanddornweg führt den Hang hinauf direkt zur Albert-Schweitzer-Grundschule, die die Hilgenfeld-Kinder besuchen würden. „Ein kurzer Fußweg zur Grundschule ist wichtig“, sagt Straub. Der Sanddornweg führt auch zur evangelischen Bethaniengemeinde hinauf. Von dort kommt man über Wicken- und Hagebuttenweg zur Homburger Landstraße. Dort gibt es zwei Supermärkte, eine Drogerie, kleine Geschäfte, Gastronomen und die katholische Kirche Allerheiligste Dreifaltigkeit. 

„Schon das heutige Hilgenfeld hat aufgrund der Trennwirkung der Bahn wenig Kontakt zum Rest des Frankfurter Bergs. Das müssen wir verbessern“, sagt Straub. Am neuen Quartiersplatz entstünden ja auch Geschäfte, die für die Bewohner von südlich der Bahntrasse erreichbar sein sollten.

Planungsdezernat will sich nicht auf den Bau der Brücke festlegen

Schon nach dem 2016 abgehaltenen städtebaulichen Ideenwettbewerb erklärte auch die CDU, dass eine solche Fußgängerbrücke wünschenswert wäre, erklärt Ortsvorsteher Robert Lange (CDU). „Je besser wir das Hilgenfeld anbinden, desto eher entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl zum Frankfurter Berg.“ In besagtem Ideenwettbewerb hatten aber nur vier teilnehmende Büros eine Brücke eingeplant – wohl auch, weil diese in der Ausschreibung zwar erwähnt, aber nicht vorgeschrieben war. Auch heute will sich das Planungsdezernat nicht auf den Bau der Brücke festlegen – weil es nicht in seine Zuständigkeit falle, die Brücke zu bauen. „Das Bebauungsplanverfahren läuft. Dabei kann jeder seine Vorstellungen einbringen“, sagt Dezernatssprecher Mark Gellert. Er stellt aber auch klar, dass „die Frage der Anbindung immer eine wichtige Rolle für uns spielte“.

Die SPD im Ortsbeirat will daher auf „Nummer sicher“ gehen: Für die heutige Ortsbeiratssitzung, die um 19.30 Uhr im Haus Nidda, Harheimer Weg 18-24, beginnt, stellt sie daher den Antrag, der Magistrat möge möglichst bald die Pläne für eine Fußgängerbrücke am Sanddornweg vorstellen.

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