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Eine Frau mit Kopftuch sitzt während der Vergabe der Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an einem Sprachkurs in der Bauhaus-Universität. Eine an der Frankfurter Uni vom Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam geplante Podiumsdiskussion über das islamische Kopftuch wurde schon im Vorfeld stark angefeindet.

Tagung kann per Livestream verfolgt werden

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen bei Kopftuch-Konferenz an Goethe-Universität 

Die Kopftuch-Konferenz an der Goethe-Universität wird am Mittwoch unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.

Frankfurt  - Großes Interesse, aber auch Kritik schon im Vorfeld und erhöhte Sicherheitsvorkehrungen: Am  Mittwoch (10.00 Uhr) geht es auf einer ganztägigen Veranstaltung an der Universität Frankfurt um das islamische Kopftuch. "Symbol der Würde oder der Unterdrückung?" lautet die Frage der vom Forschungszentrum Globaler Islam organisierten Veranstaltung, an der unter anderem Publizistin Alice Schwarzer, die Journalistin und Kopftuch-Trägerin Khola Maryam Hübsch und Vertreter von Terre des Femmes teilnehmen.

700 Anmeldungen und Proteste im Vorfeld

Für die 150 Saalplätze gab es rund 700 Anmeldungen, aber auch Proteste im Vorfeld und Anfeindungen gegen Susanne Schröter, die Direktorin des Zentrums. Neben Sicherheitsvorkehrungen am Eingang soll es nach Angaben eines Hochschulsprechers auch einen Livestream geben.

Schröter will mit der Debatte eine umstrittene Ausstellung über muslimische Mode ("Contemporary Muslim Fashions"), die derzeit im Frankfurter Museum Angewandte Kunst gezeigt wird, in einen gesellschaftlichen Kontext stellen.

(dpa/lhe)

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