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Guckt sich die aktuelle Verleihung nicht an: Caroline Link, die den Oscar 2003 für ihre Buchverfilmung von ?Nirgendwo in Afrika? erhielt. Jetzt war sie mal wieder in Frankfurt.

Stadtgeflüster

Caroline Link im Filmmuseum: Der Wander-Oscar

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Sie hat mit der Verfilmung des Romans „Nirgendwo in Afrika“ aus der Feder der verstorbenen Frankfurter Schriftstellerin Stefanie Zweit vor 15 Jahren den Oscar gewonnen - jetzt spricht Caroline Link über den goldenen Mann und ihren neuen Film

Frankfurt - Sie hat mit der Verfilmung des Romans „Nirgendwo in Afrika“ aus der Feder der verstorbenen Frankfurter Schriftstellerin Stefanie Zweig vor ziemlich genau 15 Jahren den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewonnen. 

Caroline Link zu Gast im Frankfurter Filmmuseum

Jüngst jettete die Regisseurin Caroline Link aus München ins Frankfurter Filmmuseum. Mit im Gepäck: ihr neuester Film „Der Junge muss an die frische Luft“, der kurz vor Weihnachten bundesweit in die Kinos kam und die Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie von Hape Kerkeling ist.

Oscar-Nacht rückt näher

In wenigen Tagen wird die wichtigste Trophäe der Glamour- und Glitzerwelt, der Oscar, in der Stadt der Engel wieder vergeben. Klar, dass jeder wissen möchte, was ihr dieser Preis bedeutet und wo sie ihre Auszeichnung aufbewahrt. 

Jeden Februar muss sie drüber reden. Vor allem jetzt, da wieder ein deutscher Regisseur nominiert ist. Florian Henckel von Donnersmarck mit „Werk ohne Autor“ – zum zweiten Mal übrigens, wie Caroline Link auch, und von Donnersmarck hat ebenfalls schon einmal gewonnen mit dem Streifen „Das Leben der Anderen“.

Caroline Link: Der Oscar war nicht enorm wichtig

Link war 2003 nicht bei der Vergabe dabei, fand den Oscar auch nicht so enorm wichtig. „Beim Oscar für den besten fremdsprachigen Film läuft es anders als bei den anderen Oscars. Da steht auf dem Oscar ,Germany’, dann der Titel, also in meinem Fall ,Nowhere in Africa’ und das Jahr“, erzählt die Preisträgerin.

„Deshalb wussten wir auch nicht so genau, wem er eigentlich letztlich gehört und bei wem er stehen darf“, berichtet Caroline Link. „Der Produzent Peter Herrmann hat sehr viel Liebe und Mühe investiert und diesen Film mit enormen finanziellem Aufwendungen produziert. Und er wollte ihn natürlich auch gerne haben.“ 

Oscar wechselt jedes Jahr

Eine Lösung war aber schnell gefunden. „Wir wechseln uns ab. Ein Jahr er, ein Jahr ich.“ Der Oscar gehe quasi von Hand zu Hand. Gerade habe sie ihn weitergegeben.

Caroline Link ist Mitglied der Akademie

Obwohl Caroline Link dem Trubel um die Trophäe nicht wirklich etwas abgewinnen kann, „finde ich es natürlich total interessant, ob Florian den Oscar noch einmal gewinnt.“ Die Oscar-Nacht werde sie aber nicht verfolgen. Zudem hat sie gewählt, weil sie Mitglied der Akademie ist, die über die Oscar-Vergabe entscheidet. „Man erhält die Filme, um die es geht, du kannst sie streamen oder auf DVD schauen“, und dann online die Stimme abgeben. 

Neue Buch-Verfilmung: "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl"

Momentan sitzt Link am Schnitt ihres neuen Films. Sie hat Judith Kerrs Buch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ gedreht. Die neunjährige Protagonistin Anna wird von der Newcomerin Riva Krymalowski gespielt, Marinus Hohmann gibt ihren Bruder Max. In die Rollen der Eltern schlüpfen Carla Juri und Oliver Masucci . An ihrer Seite spielen Justus von Dohnányi als Onkel Julius sowie Ursula Werner als Haushälterin Heimpi.

Im letzten Stadtgeflüster präsentierten wir die Schriftstellerin Julia Kröhn.

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