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Auf den Feldern links im Bild in unmittelbarer Nähe zum Main-Taunus-Zentrum könnte ein neues Wohngebiet entstehen.

Wohnungsnot

Gegen eine vorschnelle Beerdigung: CDU will mögliches Wohngebiet am MTZ prüfen

Stadtentwicklung Unionsfraktionschef Kößler kritisiert Planungsdezernent Josef (SPD)Das von Regionalverbandschef Thomas Horn (CDU) vor gut einem Jahr ins Gespräch gebrachte Neubaugebiet am Main-Taunus-Zentrum sollte die Stadt Frankfurt nicht vorschnell beerdigen. Dafür spricht sich der Vorsitzende der CDU-Römerfraktion aus.

Frankfurt."Es gibt keinen Grund, die Prüfung des Gebiets um das Main-Taunus-Zentrum (MTZ) als Standort für Wohnungsbau vorzeitig abzubrechen" - das erklärte jetzt der Vorsitzende und planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Frankfurter Römer, Nils Kößler. Es sei nicht nachvollziehbar, warum der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) den unlängst vom Regionalverband gemachten Vorschlag vorzeitig "beerdigen" wolle.

Planungsdezernent befindet Wohngebiet als untauglich

Josef hatte in einem Zeitungsinterview das Gebiet für untauglich befunden. Doch dies sei nicht die Meinung der Römerkoalition, betont jetzt CDU-Fraktionschef Kößler. "Die CDU bleibt dabei, dass genauso wie beim Planungsgebiet entlang der A 5 geprüft werden soll, welche Vorteile, Nachteile, Probleme mit einer Bebauung rund um das MTZ verbunden sind. Erst wenn alle Fakten und Erkenntnisse auf dem Tisch liegen, ist der Zeitpunkt zur Bewertung und Entscheidung gekommen", so Kößler. 

Nils Kößler

Der starke Zustrom von Menschen in die Rhein-Main-Region mache es erforderlich, parallel vorgeschlagene neue Baugebiete zu prüfen. "Setzt man wie Mike Josef nur auf ein Pferd, also den A 5-Stadtteil, steht man ohne Alternative da, wenn die Prüfung nicht zum gewünschten Ergebnis führt", so Kößler. "Die großen Herausforderungen lösen wir nur gemeinsam mit unseren Nachbarn. Ich habe den Eindruck, dass der Planungsdezernent dies immer noch nicht verstanden hat".

Main-Taunus-Zentrum: Gute Verkehrsanbindung

Josefs Argument, für das Gebiet am MTZ gebe es keine öffentliche Verkehrsanbindung, leuchte ihm nicht ein, so Kößler. "Das MTZ hat täglich rund 30 000 Besucher. Es verfügt über einen Busbahnhof mit aktuell fünf Buslinien." Über den von der SPD angestrebten Retortenstadtteil "Pfingstberg" bräuchte man nach dieser Logik überhaupt nicht mehr zu reden, findet der CDU-Fraktionschef: "Dorthin führt noch nicht einmal eine Straße, während das MTZ direkt an der A 66 und der B 8 liegt." 

Auch im Zusammenhang mit dem Bau der Regionaltangente West ergeben sich laut Kößler Möglichkeiten, bei Bedarf auch weitere Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs dorthin zu bauen".

Die Wohnungsnot bleibt ein allzeit dringendes Thema. Ein junges Paar schickt täglich mindestens vier Wohnungsanfragen raus - ohne Erfolg. Außerdem geraten Familien und Geringverdiener immer mehr in Not, denn der Mietwahnsinn wird immer schlimmer.

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