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Erdferkel Elvis ist im Frankfurter Zoo gestorben.

Wird mit Ex-Partnerin des Vaters zusammenleben

Zurück in die Heimat: Elvis' Sohn kehrt in den Frankfurter Zoo zurück

Ein neues Erdferkel zieht in den Frankfurter Zoo ein. Doch Erdferkel-Männchen Irmo dürfte vielen kein Unbekannter sein.

Update vom 28. März, 12.03 Uhr: Elvis war ein beliebtes Erdferkel-Männchen im Frankfurter Zoo, das im Juli 2018 verstarb. Nun kehrt sein Sohn in den Frankfurter Zoo zurück. Irmo, Sohn von Elvis, wurde 2002 im Frankfurter Zoo geboren - jetzt ist er wieder da und wird mit der elfjährigen Ermine im Nachttierhaus zusammenleben. Ermine ist die ehemalige Partnerin von Elvis und Mutter der gemeinsamen Tochter Memphis, die im August 2018 zur Welt kam. Zoodirektor Dr. Miguel Casares stellt das neue Erdferkel morgen vor.

Erstmeldung: Frankfurt- Seit 1997 lebte Erdferkel Elvis im Frankfurter Zoo. Hierher kam er aus dem Zoo von Memphis – so kam der äußerst umgängliche und freundliche Erdferkel-Mann auch zu seinem Namen.

Da Erdferkel Einzelgänger sind, wurde Elvis zeitweise getrennt von seiner Partnerin Ermine in einer Anlage hinter den Kulissen gehalten. Hier konnte er gelegentlich im Pflegerbereich spazieren gehen und mit dem Lastenaufzug zu fahren, was ihm offensichtlich gut gefiel. Überhaupt war Elvis ausgesprochen geduldig und vorsichtig im Umgang mit Menschen, sodass er ab und zu Besuch bekam und mit einem Augenzwinkern als „pädagogisches Erdferkel“ bezeichnet wurde.

Todesursache von Erdferkel Elvis wird untersucht

Dass Elvis so duldsam war, erleichterte auch die in den letzten Monaten immer häufiger notwendig werdenden medizinischen Behandlungen. Im April sorgten Berichte aus der Tierklinik Hofheim für Aufmerksamkeit. Dort wurde Elvis wegen einer Zyste untersucht und behandelt.

Mit großem Lebenswillen erholte sich Elvis jedes Mal wieder gut und lebte in bester Erdferkel-Manier mit Ermine zusammen. Doch am letzten Wochenende baute er plötzlich ab, fraß nicht mehr und wurde inaktiv. Alle Zeichen deuteten darauf hin, dass seine Zeit gekommen war, denn auch sofort eingeleitete Diagnostik und Behandlungen konnten den schnellen Verlauf nicht aufhalten.

Im Landesbetrieb Hessisches Landeslabor in Gießen wird nun routinemäßig die genaue Todesursache geklärt.

Elvis setzt vier Nachkommen in die Welt

Elvis war ein guter Zuchtmann. Bereits ein Jahr nach seiner Ankunft in Frankfurt wurde sein erstes Jungtier geboren. Vier Nachkommen leben derzeit in Deutschland, England und den Niederlanden. Und am Dienstag war die Freude groß, als am Nachmittag das erwartete Jungtier von Elvis und der zehnjährigen Ermine geboren wurde.

Das Geschlecht des Jungtiers ist noch nicht bekannt. In Erinnerung an seinen beliebten Vater erhielt das Kleine aber schon jetzt den Namen Mempis.

(red)

 

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