Die Baggerarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Gelände an der Hessenstraße haben begonnen. Für Ende 2020 ist der Umzug geplant. Foto: Bernd Kammerer

Baggern für das neue Heim

Geduld wird belohnt: Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr macht Fortschritte

Die Geduld der Freiwilligen Feuerwehr Heddernheim wird belohnt: Endlich wurde mit dem Bau des neuen Gerätehauses auf dem Gleisdreieck begonnen. 

Frankfurt - Platzangst sollte man als Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Heddernheim besser nicht haben. Leben die Brandbekämpfer in ihrem Heim in der Dillgasse 8 doch auf sehr beengten Verhältnissen. Die Garage ist viel zu klein, ein Einsatzfahrzeug muss deswegen stets im Freien geparkt werden. Und fährt die Wehr zum Einsatz - das passiert zwischen 20 und 30 mal im Jahr - dann müssen die Spiegel der Fahrzeuge eingeklappt werden, um diese sicher, ohne Schäden zu verursachen aus der engen Einfahrt heraus zu manövrieren. Hinzu kommt der schlechte bauliche Zustand des Gebäudes, das 1969 eingeweiht wurde. Die Hofeinfahrt bröckelt und durch das Flachdach tropft es bei starkem Regen.

Doch nun ist tatsächlich Besserung in Sicht, denn es wurde mit dem Bau des neuen Gerätehauses begonnen. Auf dem Areal in der Hessestraße 40, gerade einmal 400 Meter Luftlinie vom jetzigen Standort entfernt, sind die Bagger angerollt. Zwischen U-Bahn-Gleisen und Straße entsteht dort ein neues, modernes Gebäude mit ausreichend Platz. Spätestens Ende 2020 soll es bezogen werden können.

Neues Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Heddernheim beschäftigt Ortsbeirat seit zehn Jahren

"Wir freuen uns riesig auf unser neues Zuhause", schreibt die Freiwillige Feuerwehr auf ihrer Seite im sozialen Netzwerk Facebook. Zugleich geben die Brandbekämpfer das Versprechen, regelmäßig über den Baufortschritt zu informieren. So groß ist die Freude über den Beginn der Arbeiten. "Endlich", reagierte Ortsvorsteher Klaus Nattrodt (CDU) zwar kurz und knapp, aber wohl kaum treffender auf diese Nachricht.

Denn dass die Heddernheimer Wehr ein neues und vor allem dichtes Dach über dem Kopf braucht, beschäftigt sowohl Stadtteil, als auch Ortsbeirat seit mittlerweile zehn Jahren. Doch am guten Willen oder an einem fehlenden Grundstück hat es nie gelegen. Mit dem Gleisdreieck an der Hessestraße war das bereits 2011 gefunden. Doch die Verhandlungen liefen zäh, es mussten bau- und planungsrechtliche Fragen geklärt und Flächen umgewidmet werden.

2,8 Millionen Euro kostet der Bau des neuen Gerätehauses auf dem verkehrstechnisch optimal gelegenen Areal. In dessen direkter Umgebung es auch keine Anwohner gibt, die sich über die teils auch nächtlichen Einsätze beschweren könnten. Denn auch das hatte es wohl hin und wieder gegeben.

Statt den ehemals zwei, wird es künftig drei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge geben. Geplant sind diese in der großen Wagenhalle im Erdgeschoss des zweistöckigen Neubaus. Platz wird es dort ebenfalls geben für drei Lagerräume sowie insgesamt 45 Spinde, Umkleiden und Toilettenräume - freilich für Frauen und Männer getrennt. Zudem ist eine rund 16 Quadratmeter große, kleine Werkstatt geplant. Dort können nicht nur Werkzeuge gereinigt, sondern auch kleinere Reparaturen durchgeführt werden.

Gelände des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Heddernheim viel größer als bisher

Sind in der Dillgasse noch Schulungs- und Aufenthaltsräume in einem Raum, direkt hinter der Wagenhalle, untergebracht, finden diese an der Hessestraße ihren Platz im Obergeschoss vor. Jugend- und Minifeuerwehr, ein Schulungsraum, Küche, Büro und weitere Toiletten sind dort eingeplant.

Und auch das Außengelände wird deutlich großzügiger sein, als das bisherige. Zwölf Parkplätze sowie eine 170 Quadratmeter großer Übungshof sollen entstehen. Die Parkplatzsuche hat damit ein Ende, vor allem wenn es schnell gehen musste, zehrte dieses doch sehr an den Nerven.

Von Judith Dietermann

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