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"Ghostbike" auf dem Römer gedenkt toten Radfahrern

Tödliche Unfälle

"Ghostbike" auf dem Römer gedenkt toten Radfahrern

Geisterhaft sehen sie tatsächlich aus, die „Ghost Bikes“: Die komplett weiß angemalten Fahrräder sollen an die im Straßenverkehr ums Leben gekommenen Radfahrer erinnern und gleichzeitig auf gefährliche Stellen für Fahrräder aufmerksam machen.

Frankfurt - Geisterhaft sehen sie tatsächlich aus, die „Ghost Bikes“ (auch Geisterrad oder Mahnrad genannt): Es handelt sich um komplett weiß angemalte Fahrräder, die als Mahnmale für die im Straßenverkehr tödlich verunglückte Radfahrerinnen und Radfahrer am jeweiligen Unglücksort aufgestellt werden. Die Aktion "Fahr mit Herz!" im vergangenen Juni hat gezeigt, dass viele Frankfurter rücksichtsvoller fahren als in anderen Großstädten.

"Ghost Biker" will auf die Gefahren in Frankfurt aufmerksam machen

Neben ihrer Funktion als Gedenkstätte sollen sie auch auf mögliche Gefahrenpunkte in der Stadt hinweisen. Mitglieder der Frankfurter Gruppierung der Initiative „Ghost Bikes“ trafen sich gestern Nachmittag auf dem Römerberg, um der sechs 2018 getöteten Radfahrer zu gedenken; mehrere wurden zudem schwer verletzt.

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Die Initiative „Ghost Bikes“ erklärt dazu: „Unterschiedlichste Menschen unterschiedlichsten Alters verband eine Sache: Die Lust am Radfahren. Wir möchten diese Lust nicht verlieren und trotzdem aufrütteln – denn wir wollen uns nicht daran gewöhnen, dass Radfahren immer noch gefährlicher ist, als es sein müsste.“ 

Frankfurt: Weiße Räder als Mahnmal am Römerberg

Dazu wurden gestern die weißen Räder der Gedenkfahrt von Ende September 2018 auf den Römerberg gebracht. Anschließend zogen die Teilnehmer zum Seiteneingang des Römers in der Bethmannstraße, um die Mitglieder des dort tagenden Verkehrsausschusses über die Aktion und die Initiative und ihre Wünsche nach Verbesserungen im Straßenverkehr zu informieren. 

Die Kundgebungsteilnehmer erklärten, dass derartige schwerwiegende Radunfälle vermeidbar wären, würde die Stadtverordnetenversammlung ihre Möglichkeiten wahrnehmen, durch bauliche Maßnahmen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmern zu verbessern. 

Erst vor ein paar Wochen ist in Darmstadt eine Fahrradfahrerin tödlich verunglückt bei dem Zusammenstoß mit einem Auto.

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