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Die Glocke Gloriosa hängt im Dom und ertönt zum Großen Stadtgeläut

"Gloriosa"-Glocke im Dom

Ostern in Frankfurt: Wann startet das große Stadtgeläut?

Gloriosa, das ist die bekannteste Glocke Frankfurts. Das im Dom hängende Schwergewicht ertönt traditionell an Ostern zum Frankfurter Stadtgeläut.

Frankfurt - Die bekannteste Glocke Frankfurts heißt „Gloriosa“ und hängt im Dom. Sie ist mit 11 950 Kilogramm das Schwergewicht unter den Glocken der Frankfurter Innenstadtkirchen. Sie ist über zweieinhalb Meter hoch und breit und wiegt fast 600 Mal so viel wie die leichteste Glocke, die „Gemperlin“ in der Karmeliterkirche. Insgesamt wiegen die 50 Glocken der zehn Innenstadtkirchen gemeinsam 64 804 Kilogramm. 

Glocke Gloriosa gehört zur Frankfurter Tradition, dem Großen Stadtgeläut

Zusammen gehören sie zu einer besonderen Frankfurter Tradition, dem Großen Stadtgeläut. Uwe Becker, Bürgermeister und Kirchendezernent (CDU), erklärt: „Es ist eine spezielle Frankfurter Tradition, die viele Bürger viermal im Jahr gemeinsam erleben.“ Traditionen gäben einer Gesellschaft ein Wir-Gefühl. Frankfurt als internationale und offene Stadt mit 160 Gemeinden unterschiedlichster Religionen fördere das friedliche Zusammenleben.

Großes Stadtgeläut stärkt das Gemeinschaftsgefühl

Das Große Stadtgeläut, das in der Innenstadt an verschiedenen Stadtorten genossen werden kann, möchte das Gemeinschaftsgefühl stärken. Die Tradition des Läutens reicht weit zurück: Bereits anno 1347 ist das Läuten aller Glocken belegt, zur Begräbnisfeier für Kaiser Ludwig der Bayer. Jedoch noch ohne eine solche harmonische Abstimmung der Glocken aufeinander, wie es heute der Fall ist. Das Große Stadtgeläut als städtische Institution beschloss der Senat der Freien Stadt Frankfurt am 6. Mai 1856. Es habe künftig an den hohen Festen Ostern, Pfingsten und Weihnachten jeweils am Abend vorher, als auch am ersten Festtage ein allgemeines Geläute durch sämtliche Glocken stattzufinden.

Großes Stadtgeläut geht auf Paul Smets zurück

Das heutige Stadtgeläut geht zurück auf den Glockensachverständigen Professor Paul Smets. Er hat 1954 das Geläut komponiert. Ihm gelang es zum ersten Mal in der deutschen Glockengeschichte, alle Glocken einer Stadt zu einem gemeinsamen Klang aufeinander abzustimmen. Jede der beteiligten Kirchen hat ein eigenständiges Geläut, gemeinsam ergeben sie ein harmonisches Gesamtkonzept. 

Dieses heute so genannte Große Stadtgeläut wurde mehrmals bestätigt, zuletzt durch Magistratsbeschluss vom 29. September 1978. Seitdem findet das Große Stadtgeläut viermal jährlich als Bereicherung für die Bürgerschaft sowie als Beitrag zur Förderung des Fremdenverkehrs regelmäßig statt. 

Großes Stadtgeläut bringt Ruhe in den Alltag

„Die Glocken der Innenstadtkirchen sind sehr unterschiedlich und jede für sich ist ein Kunstwerk. Gemeinsam bilden sie eine berührende Klangfolge und schaffen einen Moment des Innehaltens. 

Sie erinnern so auch eindrucksvoll an die Bedeutung der christlichen Feiertage, in diesem Falle an das bevorstehenden Osterfest“, sagt Becker.

Und wann ertönt das Geläut? Traditionelle Termine für das Stadtgeläut, entsprechend den Hochfesten des Kirchenjahres, am Karsamstag um 16.30 Uhr und am Samstag vor Pfingsten um 16.30 Uhr.

(red)

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