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Bei einer Verkehrskontrolle geriet der Polizei ein Mann ohne Führerschein ins Netz (Symbolbild).

Verkehrskontrolle

Mann ohne Führerschein unterwegs - dann greift er zum letzten Strohhalm

In Frankfurt erwischt die Polizei einen Mann ohne Führerschein. Der Verkehrssünder versucht das Problem aus der Welt zu schaffen.

Frankfurt - Frühmorgens 4.30 Uhr, Verkehrskontrolle stadtauswärts an der Friedrich-Ebert-Anlage. Für einen 24-Jährigen ist die Fahrt damit zu Ende. Er hatte sich zwar keinen aktuellen Regelverstoß zuschulden kommen lassen, wohl aber keinen Führerschein. Um nicht zu Fuß oder per Tram seinen Weg fortsetzen zu müssen, probierte er ein bei der hiesigen Polizei doch recht unbeliebtes Mittel aus.

Frankfurt - Mann zückt nach Verkehrskontrolle die Geldbörse

Er zückte die Geldbörse und entnahm 100 Euro. Als der Beamte nur mit den Achseln zuckte, schloss er aus dieser Reaktion den falschen Schluss: Er erhöhte auf 200 Euro, in der Hoffnung, das Wohlwollen des Polizisten nun besser getroffen zu haben. Als schließlich auch 250 Euro keine Wirkung zeigten und ihm die Autoschlüssel nicht zwecks Weiterfahrt ausgehändigt wurden, gab er auf.

Polizisten in Frankfurt bestochen

Er hatte - juristisch gesehen - gleich drei Mal kurz hintereinander den Tatbestand der vollendeten Bestechung erfüllt. Denn bei dieser Regel kommt es nicht darauf an, ob der Bestochene den Geldbetrag auch entgegennimmt. Allein das Angebot vollendet den Tatbestand.

Gestern stand der Name des Bulgaren auf dem Terminzettel des Amtsgerichts. Doch Amtsrichterin Ramona Didas wartete zusammen mit der Staatsanwältin vergebens auf den Angeklagten - zumindest die vorgegebenen 15 Minuten lang. Danach wurde ein Strafbefehl erstellt.

Frankfurt: Akzeptiert der Mann die Strafe wegen Bestechung?

Ein Blick in die Akten verriet, dass sich der Mann bereits bei seiner polizeilichen Vernehmung geständig eingelassen hatte - also wurden milde 110 Tagessätze zu je acht Euro (880 Euro) ausgeurteilt - dies soll die Hoffnung nähren, dass der Verurteilte die Strafe akzeptiert und der Justiz mit einem möglichen Einspruch nicht weiter Arbeit macht. Als die Akten längst geschlossen waren, ging plötzlich die Saaltüre auf und der Angeklagte stand im Gerichtssaal. Aber: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben und die Justiz im wahrsten Sinne des Wortes. "Sie bekommen demnächst Post von uns", rief die Richterin. 

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Nicht nur an der Friedrich-Ebert-Anlage in Frankfurt musste die Polizei jüngst eingreifen.

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