Der Mietwahnsinn in Frankfurt soll bald zu Ende sein.
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Der Mietwahnsinn in Frankfurt soll bald zu Ende sein.

Kaum zu glauben!

Hat der Mietwahnsinn bald ein Ende? Studie mit überraschendem Ergebnis

  • Christian Weihrauch
    vonChristian Weihrauch
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Hat der Mietwahnsinn in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet bald ein Ende? Eine Studie kommt zu einem für viele Mieter überraschenden Ergebnis.

Frankfurt – Wer in Frankfurt und Umgebung eine Wohnung sucht, muss sich entweder gedulden oder tief in die Tasche greifen. In Frankfurt stieg das Mietniveau für Kleine Wohnungen bis 40 Quadratmeter in nur einem Jahr um 13 Prozent an. Doch bald könnte der Mietwahnsinn ein Ende haben und die Mieten sogar fallen. Eine neue Studie macht Frankfurtern Hoffnung.

Die neue Studie des Immobilien-Analysehauses Empirica mit dem Namen "Der #Mietwahnsinn geht absehbar zu Ende" geht nämlich davon aus, dass der Mietwahnsinn bald Geschichte ist und die Preise sogar wieder sinken. Das liegt vor allem am Bau-Boom der vergangenen Jahre. Gerade ein Blick auf die Aktivitäten der Top-Sieben-Städte in Deutschland weckt Hoffnung. Zu ihnen zählen neben Frankfurt auch Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und München.

Frankfurt schafft die meisten neuen Wohnungen

Diese Top-Sieben-Städte schufen in den vergangenen vier Jahren 25.000 Wohnung, benötigt worden wären aber 51.000. Doch in den kommenden vier Jahren wird diese Lücke immer kleiner. Die Top-Städte werden rund 41.000 Wohnungen bauen, es würden nur noch 7000 fehlen.

Vor allem Frankfurt schafft unter allen Top-Sieben-Städten derzeit die meisten Wohnungen, ein Ende des Bau-Booms ist laut Studie nicht abzusehen. Die vergebenen Baugenehmigungen haben ein Rekordhoch erreicht und werden die Lücke weiter schrumpfen lassen.

Immer weniger Menschen ziehen in große Städte

Außerdem zieht es immer weniger Menschen in die großen Städte als noch vor ein paar Jahren. Mittlerweile suchen sich Familien und Geringverdiener eher Wohnungen im Umland, um den horrenden Mieten zu entgehen.

Sobald die Nachfrage an Wohnungen in Frankfurt und Umgebung gedeckt ist, sind Mietsenkungen nicht ausgeschlossen. "Wir gehen da für Frankfurt von etwa 50 Cent pro Quadratmeter aus", sagte Empirica-Studienautor Reiner Braun der hessenschau.

Generell entspannt sich die Wohnungsknappheit laut Studie nicht nur in den Top-Sieben-Städten. In Deutschland sinkt der Bedarf von 179.000 auf 50.000, in Wachstumsregionen von 125.000 auf 25.000 Wohnungen.

Von Christian Weihrauch

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