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Beamte der Spurensicherung arbeiten am 3. Januar 2014 vor dem Geschäftshaus in Sachsenhausen, wo der Geschäftsmann getötet wurde.

Prozess

Mord an Wettbüro-Besitzer: Mutmaßlicher Schütze kündigt Aussage an

Auftragsmord an einem Frankfurter Wettbüro-Besitzer: Der mutmaßliche Schütze will jetzt aussagen.

Update, 31. Mai 2019:  Zehn Monate nach Beginn des Prozesses um einen Auftragsmord will der Angeklagte nun doch vor dem Landgericht Frankfurt zu dem Fall aussagen. Über seine Verteidiger ließ der 47 Jahre alte Mann am Freitag ankündigen, er stehe am 17. Juni für eine Aussage bereit. Bisher hatte er zu dem Vorwurf geschwiegen, im Januar 2014 den Inhaber eines Wettbüros erschossen zu haben. Hintergrund der Tat sollen geschäftliche Streitigkeiten zwischen dem mutmaßlichen Auftraggeber und dem Geschäftsmann gewesen sein.

Die Verteidiger legten zudem am Freitag Beschwerde gegen den weiterhin bestehenden Haftbefehl ein. Nachdem der mutmaßliche Auftraggeber des Verbrechens in einer Videoschalte nach Serbien bestritten habe, den Auftrag erteilt zu haben, fehle es an einem Haftgrund. Die Schwurgerichtskammer hatte zuvor einen Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls zurückgewiesen.

Wendung im Prozess um Mord an Wettbüro-Besitzer: Mutmaßlicher Auftraggeber will doch aussagen

Update, 27. März 2019: Im Prozess um den bezahlten Mord an einem Frankfurter Wettbüro-Besitzer hat der mutmaßliche Auftraggeber für Mitte Mai jetzt doch eine Aussage angekündigt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wird die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Frankfurt den 51-Jährigen nach Absprache mit seinem Rechtsanwalt per Videoschalte vernehmen. Der Mann soll Ende 2013 einen Killer auf den 50 Jahre alten Wettbüro-Besitzer angesetzt haben. Das Opfer war im Januar 2014 vor seinem Büro in Frankfurt-Sachsenhausen erschossen worden. Seit Juli vergangenen Jahres muss sich der 47 Jahre alte mutmaßliche Täter wegen Mordes vor der Schwurgerichtskammer verantworten. Bislang hat er sich nicht zu dem Vorwurf geäußert.

Mutmaßlicher Auftraggeber erscheint nicht im Zeugenstand

Ursprüngliche Meldung, 11. März 2019: Frankfurt - Im Prozess um den Auftragsmord an einem Frankfurter Wettbüro-Besitzer bleibt der Zeugenstuhl leer: Der mutmaßliche Auftraggeber der Bluttat, ein in Belgrad wohnender Serbe, kam am Montag nicht ins Frankfurter Landgericht. Obwohl ihm freies Geleit zugesichert worden war, kam er seiner Zeugenladung nicht nach.

Polizisten sichern nach dem Mord das Geschäftshaus in der Walter-Kolb-Straße

Prozess um Frankfurter Wettbüro-Besitzer: Zeuge erscheint nicht

Sein Mandant habe Angst vor einer Reise nach Deutschland und dem Auftritt vor der Schwurgerichtskammer, ließ sein Rechtsanwalt dem Gericht mitteilen. Möglicherweise stehe er aber für eine Videovernehmung vor Ort zur Verfügung. Das Gericht lotet derzeit die Möglichkeiten einer solchen Zeugenaussage in Serbien aus.

Angeklagt ist der mutmaßliche Killer (47) des Wettbüro-Betreibers. Er steht derzeit wegen Mordes vor Gericht. Der 51-Jährige soll ihn Ende 2013 angeheuert haben - aufgrund vorausgegangener geschäftlicher Zerwürfnisse, wie es vor Gericht hieß. Anfang 2014 war der damals 50 Jahre alte Geschäftsmann vor seinem Büro in Frankfurt-Sachsenhausen erschossen worden. Seit Ende Juli 2018 läuft der Prozess.

Mord an Wettbüro-Besitzer: Mutmaßlicher Auftraggeber erscheint nicht im Zeugenstand (Symbolbild)

Der Angeklagte äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft. Dass der mutmaßliche Auftraggeber vernommen wird, war der Wunsch der Verteidigung. Der Prozess wird am 20. März fortgesetzt. Mit einer Videovernehmung könnte allerdings frühestens Ende des Monats gerechnet werden, hieß es am Donnerstag im Gericht.

(dpa)

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