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In Bockenheim: Minister Tarik Al-Wazir (Mitte) nebst Grüppchen feiern die beiden Gebäude des neuen Studentenwohnheims. Foto: Land Hessen

Eröffnung Frühjahr 2020 

Neues Wohnheim für Studenten - So hoch sind die Mieten 

In Frankfurt-Bockenheim entsteht ein neues Wohnheim für Studenten der Goethe-Universität. 

Frankfurt - Am Campus des Instituts für Sportwissenschaften der Goethe-Universität in Bockenheim entsteht ein neues Wohnheim für 297 Studenten. Der hessische Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir (Grüne) übergab gestern die Förderbescheide über rund 6,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm "Studentisches Wohnen".

Wie in allen Hochschulstädten besteht auch in Frankfurt ein hoher Bedarf an bezahlbaren Unterkünften. "Mit unserem Förderprogramm setzen wir genau hier an", sagte Al Wazir laut Mitteilung aus dem Ministerium. "In Frankfurt unterstützen wir ein Bauvorhaben für bezahlbare Unterkünfte in Hochschulnähe."

Goethe-Universität: Neues Wohnheim für Studenten

In der Ginnheimer Landstraße, wo in Hochhäusern bereits viele an der Goethe-Uni Lernende leben, werden den Studenten Appartements mit Wohnflächen von rund 20 Quadratmetern zur Verfügung stehen, insgesamt werden rund 5700 Quadratmeter Wohnraum gefördert. Das Gebäude wird im Passivhausstandard mit einer Photovoltaikanlage gebaut und soll im Frühjahr 2020 bezugsfertig sein.

Die jungen Leute verfügen über ein eigenes Duschbad und eine Küchenzeile, fünf Wohnungen sind barrierefrei. Die Anfangsmieten sollen bei 10,50 Euro pro Quadratmeter liegen. "In den vergangenen Jahren haben wir über 1000 Wohnheimplätze gebaut oder angemietet", erklärte Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, der Verwaltungsratsvorsitzende des Studentenwerks und Vizepräsident der Goethe-Universität. "Bei mehr als 60 000 Studierenden in Frankfurt müssen wir jedoch noch viel tun, um jedem 10. Studierenden einen Platz in einem öffentlichen Wohnheim zur Verfügung zu stellen. Der Neubau am sportwissenschaftlichen Campus der Goethe-Universität ist ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung, den ich sehr begrüße."

Frankfurt: Mieten bei 10,50 Euro 

Er dankte für die bisher gewährte tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten und Unterstützern, dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt. "Dennoch besteht weiterhin ein dringender Handlungsbedarf in Form von ausreichenden Baukostenzuschüssen, geeigneten Grundstücken sowie Anmietobjekten."

In der letzten Legislaturperiode hatte die Landesregierung das Hessische Wohnraumfördergesetz geändert und dadurch die Möglichkeit geschaffen, auf Basis der Regelungen der sozialen Wohnraumförderung studentisches Wohnen gezielt zu fördern. Al-Wazir dankte dem Bauherrn Studentenwerk Frankfurt und verwies auf die besondere Knappheit sozialen Wohnraums: "In den nächsten Jahren ist die soziale Wohnraumförderung eine unserer größten Aufgaben", betonte der Minister. "Unser Ziel ist, dass jede und jeder in Hessen eine Wohnung zu einem angemessenen Preis finden kann." 

Mehr bezahlbarer Wohnraum 

Die Landesregierung habe in den vergangenen Jahren bereits Maßnahmen ergriffen, um bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum zu unterstützen, heißt es aus dem Ministerium. "Wir werden die Mittel für den sozialen Wohnungsbau nochmals steigern, und zwar auf 2,2 Milliarden Euro bis 2024. Noch nie gab es in Hessen mehr Geld für gefördertes Wohnen", so Al-Wazir. red

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