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Schwierig ist die Parksituation in Oberrad entlang der Offenbacher Landstraße: Viele Ortsfremde parken dauerhaft und nehmen Kurzparkern die raren Plätze zum Leidwesen des Gewerbes weg.

Verkehr

Parken in Frankfurt wird deutlich teurer werden - Das sind die Gründe

Die Stadt will die Parkgebühren in der Innenstadt und weiteren Gebieten anheben. Bei Elektrofahrzeugen macht sie allerdings eine Ausnahme.

Frankfurt - Die Stadt Frankfurt will die Parkgebühren in der Innenstadt von drei auf vier Euro pro Stunde erhöhen. Im übrigen Stadtgebiet sollen die Gebühren von 1,50 auf zwei Euro pro Stunde steigen. Das geht aus einem Papier des Verkehrsdezernates an die Koalition aus CDU, SPD und Grünen hervor, welches dieser Zeitung vorliegt. Die Gebühren demnach in der Regel von Montag bis Freitag, 8 bis 19 Uhr, fällig. Handwerker und Schwerbehinderte sind ausgenommen und Elektrofahrzeuge sind für die ersten beiden Stunden von den Gebühren befreit. Vier Euro pro Stunde fürs Parken sind demnach bereits in Stuttgart zu zahlen.

Das Verkehrsdezernat unter der Leitung von Klaus Oesterling (SPD) beruft sich auf das Urteil des Verwaltungsgerichts Wiesbaden zum Dieselfahrverbot. Dieses hat ja, obgleich nicht rechtskräftig, eine Erhöhung der Parkgebühren sowie eine Ausweitung des Bewohnerparkens vorgeschrieben.

Komplettbewirtschaftung der Parkplätze in Frankfurt

Auch beim Bewohnerparken sieht die Stadt eine Änderung vor. Das seit den 1990er Jahren geltende Prinzip, dass eine Straßenseite für Bewohner mit Ausweis, die andere Straßenseite für alle benutzbar sein soll, soll abgeschafft werden. Diese Regelung sei mittlerweile bundesweit ein Exot. Stattdessen werde künftig wie in den meisten Großstädten der komplette Parkraum bewirtschaftet.

Bewohner mit Parkausweis dürften überall parken. Gäste müssten einen Parkschein ziehen. In Stufe eins werde der Parkraum in allen 37 Zonen bewirtschaftet. Dabei bleibe die Einteilung der Parkflächen – eine freie Seite für Bewohner, eine bewirtschaftete Seite für Besucher – zunächst bestehen. Erst später soll diese Straßenseiten-Regelung abgeschafft werden. Danach will die Stadt das Bewohnerparken in weiteren 20 Zonen rund um den Alleenring einführen.

Bei der Bezahlung setzt die Stadt künftig auf die sogenannte NFC-Technik für berührungsfreies Bezahlen. Dies funktioniert mit den meisten Kreditkarten. Das sogenannte Wiener Modell, bei dem zuvor gekaufte Parkscheine entwertet ins Auto gelegt werden, sei derzeit rechtlich nicht möglich. Falls sich die Gesetzeslage ändere, sei die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) bereit, solche Parkscheine an Automaten zu verkaufen.

Außerdem will die Stadt Frankfurt auch das sogenannte Handy-Parken einführen, das es bereits etwa in Bad Homburg, Wiesbaden und Hanau gibt. Dabei wird das Parken mittels einer App auf dem Smartphone minutengenau abgerechnet. Die Mainmetropole will dafür eigens dem „Regionalportal für Handy-Parken“ der Gesellschaft für integriertes Verkehrsmanagement (ivm) beitreten.

Parken in Frankfurt: Auch Parkhäuser werden teurer

Teurer wird auch das Abstellen in den Parkhäusern. Bei den städtischen Einrichtungen sollen die Gebühren für Langzeitparker um 20 Prozent steigen. Kurzzeitparken soll laut dem Papier weiterhin 2,50 Euro pro Stunde kosten. Für das stationsbasierte Carsharing sollen besondere Stellplätze an Straßen eingerichtet werden. Durch die erwarteteten Mehreinnahmen könnten weitere städtische Verkehrspolizisten eingestellt werden.

VON FLORIAN LECLERC

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