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Die Baumstämme, die das Parken auf dem Feld verhindern sollen, liegen zu dicht an der Straße. Immer wieder kommt es zu Behinderungen, wenn sich zwei Autos begegnen.

Jetzt reicht's

Parkchaos auf dem Lohrberg - Linienbus kommt nicht mehr durch

Baumstämme verhindern, dass am Lohrberg Autos in den Feldern parken. Doch viele Stämme liegen zu nah am Straßenrand: Halb auf der Straße stehende Autos behindern den Verkehr, auch den Bus. Nun sollen die Stämme versetzt und der Bus zur Ringlinie werden.

Frankfurt - Rein in den Berger Weg kommt der Bus, der als Linie 83 von der Friedberger Warte zum Lohrberg pendelt - aber oft nicht wieder heraus, weiß Benjamin Wiewiorra, CDU-Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat 11. "Die Leute warten dann an der Friedberger Warte manchmal eine halbe Stunde auf den Bus. Das ist besonders für jene schlecht, die eine Behinderung haben oder anderweitig mobilitätseingeschränkt sind", sagt FDP-Fraktionschef Detlef Stange. Der Grund sind die Baumstämme, die am Feldrand auf der Nordseite des Berger Wegs liegen. "Durch sie stehen die parkenden Autos vielfach so weit auf der Straße, dass es nicht vor und nicht zurück geht", sagt Wiewiorra.

Buslinie 83 kommt nicht an den Autos vorbei

Zwei Vorschläge präsentierte er in der vergangenen Sitzung des Ortsbeirats, die auf allgemeine Zustimmung trafen: Die Stämme werden weiter ins Feld gelegt, sodass die Parkenden nicht die Straße blockieren. "Das reicht aber nicht aus, damit der Bus schnell aus dem Berger Weg hinauskommt. Deshalb schlagen wir eine Ringlinie vor."

Die Ringlinie würde bedeuten, dass die Busse nicht den Berger Weg zurück müssen, vorbei an den vor allem auf der Nordseite parkenden Autos und bei ständigem Gegenverkehr, sondern den Lohrberg über den Klingenweg in Bergen-Enkheim verlassen. Dort gelangen sie auf die Vilbeler Landstraße und fahren über die Wilhelmshöher Straße, die Seckbacher Landstraße und die Dortelweiler Straße zur Friedberger Warte. "Das hätte den Vorteil, dass sie mehr Menschen erreichen", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende, Stephan Zilcher. Umsteigemöglichkeiten gebe es an der Seckbacher Landstraße, wo die U4 hält, oder von den in Bornheim startenden Buslinien 43 und 44. "Das macht den Bus attraktiver." Auch in Bergen oder Seckbach könnten Personen zusteigen, die es von dort zu Fuß nicht auf den Lohrberg schaffen.

Linienbus kommt nicht durch

Zwar sei der Bus zu Ostern voll gewesen, was gut sei, sagt der FDP-Ortsbeirat. "Aber wenn die Leute zu lange warten müssen auf den nächsten Bus, der sowieso nur im Halb-Stunden-Takt fährt, wird er unattraktiv." Mit dem Bus sollten doch die Menschen dazu gebracht werden, mit dem öffentlichen Nahverkehr statt mit dem Auto zum Lohrberg zu fahren. "Das geht nicht, wenn er Verspätung hat." Die Ringlinie sorge dafür, dass er seinen Fahrplan einhalten kann.

Die Baumstämme müssten auf jeden Fall besser platziert werden, damit nicht mehr so viele Autos halb auf der Straße stehen - die an einigen Stellen so eng ist, dass an den geparkten Autos nur ein Fahrzeug vorbeikommt, sodass der Gegenverkehr ständig ausgebremst wird. Selbst ein Rettungswagen habe es in diesem Frühjahr kaum geschafft, durchzukommen, sagt ein Gartenpächter. "Die Baumstämme sind gut. Sie verhindern, dass nun überall in den Feldern wild geparkt wird. Das war ja schlimm in den vergangenen Jahren. Aber man sollte sie weiter ins Feld legen", sagt auch er.

Lohrberg Frankfurt: Nicht genug Platz

Die Baumstämme zu versetzen sei dringend nötig - genug Platz für den Bus beim Verlassen des Berger Wegs schaffe das aber nicht, ist sich auch Jürgen Kuhn (BFF) mit seinen Ortsbeiratskollegen einig. Die Folge: enorme Verspätungen. "Deshalb ist die Ringbus-Lösung gut."

Allerdings müsse dafür der Ortsbeirat 16 einbezogen werden, sagt Stephan Zilcher. Denn der Bus müsse die Schranke passieren, die am Klingenweg verhindert, dass der Lohrberg-Besucher-Verkehr durch das Berger Wohnviertel fließt.

Die Ortsbeiratsmitglieder sind sich einig: Hier muss Rücksicht auf die Belange des Nachbar-Ortsbezirks genommen werden. Es gebe aber technische Lösungen, sodass nur die Busfahrer die Schranke öffnen und direkt nach dem Passieren wieder schließen können, sodass kein anderes Auto hindurchfährt, erklärt Wiewiorra.

Für die kommende Sitzung wird er einen entsprechenden Antrag formulieren, der als gemeinsamer Antrag aller Fraktionen eingebracht werden soll - denn alle kündigten bereits in der vergangenen Sitzung grundsätzlich ihre Zustimmung an.

von Andreas Haupt

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