In diesen Bereichen soll Parken teurer werden. 

Verkehr

Höhere Parkgebühren in Frankfurt – In diesen Bereichen wird es teuer

Wer mit dem Auto in der Stadt unterwegs ist, für den wird es deutlich ungemütlicher. Nach der Mainkaisperrung für den Autoverkehr erhöht die Stadt nun auch die Parkgebühren. Wir erklären, was auf Autofahrer nun zukommt.

Frankfurt – Die Luft in der Stadt muss sauberer werden, sonst drohen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Mit verschiedenen Maßnahmen versucht die Stadt gegenzusteuern, unter anderem soll es unattraktiver werden, überhaupt mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Dazu beitragen soll auch eine Maßnahme, für die die Stadtverordneten im Römer am Donnerstagabend grünes Licht gegeben haben: Das Parken in der Innenstadt soll deutlich teurer werden - es sei denn, man fährt ein E-Auto. Was die Neuerung für Autofahrer bedeutet, haben wir im Folgenden zusammengefasst:

In der Innenstadtzwischen Güterplatz im Westen, Alter Oper im Norden und Flößerbrücke im Osten zahlen Autofahrer künftig 1 Euro pro Viertelstunde statt bislang für 20 Minuten, wenn sie ihren Wagen dort abstellen. Die Stunde Parken kostet dort dann 4 Euro.

Gleiches gilt für fast ganz Sachsenhausen-Nordzwischen der Stresemannallee im Westen, dem Südbahnhof im Süden und der Deutschherrnbrücke im Osten - auch dort steigen die Parkgebühren auf 1 Euro pro Viertelstunde.

Frankfurt: Parkgebühren künftig per Handy bezahlen 

Im restlichen Stadtgebietzahlen Autofahrer für eine Viertelstunde Parken 50 Cent - überall dort, wo bereits Parkscheinautomaten oder Parkuhren stehen.

Unabhängig davon zu sehen ist das Parkraumbewirtschaftungskonzept, das in allen Stadtteilen in der Kernstadt eingeführt werden soll. Ein Pilotprojekt soll noch in diesem Jahr in Bornheim starten. Dort wird es dann nur noch Anwohnerparkplätze und kostenpflichtige Parkplätze geben.

Außerdem führt die Stadt das Handyparkenein: Autofahrer sollen künftig ihre Parkgebühren bequem per App begleichen können. Wenn Fahrer nicht erst zum Automaten laufen müssten und "auch ohne passendes Münzgeld" zahlen könnten, erhöhe sich "die Zahlungsbereitschaft", hofft die Stadt - und sie rechnet dadurch mit Mehreinnahmen. Zugleich geht sie von "signifikant" sinkenden Betriebskosten aus, wenn die Parkscheinautomaten seltener genutzt werden.

Parken in Frankfurt: E-Autos dürfen kostenlos parken

E-Autosmit dem entsprechenden E-Kennzeichen dürfen zwei Stunden lang kostenlos parken. Damit will die Stadt einen "Anreiz zum Umstieg auf elektrische Antriebe von Kraftfahrzeugen" schaffen. Denn diese stoßen keine Abgase aus und tragen somit dazu bei, die Luft in der Stadt reinzuhalten.

Auch für Reisebussewerden künftig Parkgebühren fällig: 10 Euro pro Stunde und höchstens 50 Euro kostet das Parken für sie von Januar an auf den speziell ausgewiesenen Busparkplätzen. Diese befinden sich am Theodor-Stern-Kai zwischen der Friedensbrücke und dem Carl-von-Noorden-Platz, in der Gutleutstraße und im Ostend in der Eytelwein- und der Mayfahrtstraße. Die bisherigen Parkplätze am Schaumainkai und Mainkai entfallen.

Teuer wird es demnächst für Touristenbusseam Paulsplatz: Dort sollen 5 Euro für die maximale Parkdauer von 15 Minuten fällig werden. "Eine Art Schutzgebühr", sagt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, damit die Busse nicht - wie bisher - diese Parkzeit überschreiten. Busse, die wegen blockierter Haltestellen auf der Fahrbahn parken, verursachen dort immer wieder Staus. 

red

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