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Bereits zwei Radfahrer verunglückten auf dem Radweg an der Osthafenbrücke in Frankfurt. (Symbolbild)

Tödlicher Radunfall

Radweg an der Osthafenbrücke lebensgefährlich - zwei verunglückte Radfahrer

Am 12. Juli verunglückte ein Radfahrer auf dem Radweg an der Osthafenbrücke. 2015 kam es dort ebenfalls zu einem schweren Radunfall. Die Grünen fordern nun Aufklärung und bezeichnen den betroffenen Radweg als lebensgefährlich. 

Sachsenhausen/Oberrad - Vor wenigen Wochen, gegen 17.20 Uhr am Abend des 12. Juli, wurde ein 50 Jahre alter E-Bike-Fahrer auf dem Radüberweg an der Gerbermühlstraße an der Osthafenbrücke lebensgefährlich verletzt. Zwei Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Der Unfall ist indes noch nicht aufgeklärt: Bekannt ist nur, dass der Mann über die Osthafenbrücke fuhr und am Radüberweg an der Gerbermühlstraße links Richtung Offenbach abbiegen wollte. Die Polizei gab bekannt, dass ein 33-jähriger BMW-Fahrer in den Unfall involviert war. Zeugen wurden dringend gesucht.

Grüne fordern Aufklärung des Unfalls

Aufklärung über den Hergang des Unfalls fordert nun die Fraktion der Grünen im zuständigen Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen). In einem Antrag, der bei der Sitzung des Stadtteilgremiums am kommenden Freitag, 23. August, zur Debatte steht, bittet sie den Magistrat um einen Bericht über die Hintergründe des Unfalls. Antragsteller Reinhard Klapproth beklagt, dass "es dem Magistrat an der nötigen Aufmerksamkeit für die zahlreichen Alleinunfälle auf den Radwegen" fehle. Es sei überdies bekannt, dass der Radweg an der Osthafenbrücke lebensgefährlich sei. "Im Jahr 2015 verunglückte eine Radfahrerin lebensgefährlich und jetzt ein Radfahrer tödlich", schreibt Klapproth, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Ortsbeirat 5.

Baustellen auf dem Radweg nicht richtig abgesichert

In zwei weiteren Anträgen monieren die Grünen, dass derzeit Baustellen auf demselben Radweg nicht richtig abgesichert seien. Dort habe das Straßenverkehrsamt Absperrschranken aufgestellt, Radfahrer müssten sich ihren Weg selbst bahnen und auf die Fahrbahn ausweichen. Die Polizei reagiere auf Anfragen nicht. "Wie viele tote Radfahrer muss es noch geben?", fragen die Grünen. 

stw

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