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Weiß-grüne Flitzer: So sehen die „Clevershuttles“ aus.

Clevershuttle

Ridesharing in Frankfurt: Das Taxi der Zukunft?

Bislang fährt ein einziges Fahrzeug des Fahrdiensts Clevershuttle durch Frankfurt, aber das könnte sich bald ändern. Das Unternehmen, dessen Geschäftsmodell es ist, dass sich die Benutzer die Fahrten teilen und Geld dabei sparen, will eine ganze Flotte in Frankfurt aufbauen.

Eine entsprechende Genehmigung der Stadt stehe noch aus, könnte aber bis Mitte März erteilt werden, sagte der Sprecher des Unternehmens auf Anfrage. Beim Ridesharing nimmt ein Fahrer mehrere Fahrgäste entlang der Strecke auf, der Preis wird entsprechend geringer. Die Buchung erfolgt per App.

Schon jetzt hat die Koalition aus CDU, SPD und Grünen im Römer einen Etatantrag zum Ridesharing im Verkehrsausschuss bewilligt. Formal beschlossen wird der Antrag in der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag.

Ridesharing-Anbieter und VGF in Kooperation?

Demnach soll der Magistrat prüfen, wie viel es kosten würde, wenn ein Ridesharing-Anbieter wie Clevershuttle und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) miteinander kooperierten. Vorgesehen ist, dass der Anbieter die VGF in den schlecht angebundenen Randbezirken der Stadt unterstützt, wo Bus und Bahn frühmorgens und spätabends nur selten fahren. Von dort aus sollen die Fahrgäste in die Fahrzeuge steigen, um zu ihren jeweiligen Zielen zu gelangen. Eine solche Kooperation mit Clevershuttle gibt es bereits in Lübeck.

Ridesharing in Frankfurt: Fahrten zu Spottspreisen

Anders als beim Carsharing sind die Fahrer beim Anbieter angestellt. Die Koalition legt Wert darauf, dass nach Tarif bezahlt wird, die Fahrer einen Personenbeförderungsschein haben und dass emissionsfreie Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Genau solche Elektro- und Wasserstoffautos betreibt Clevershuttle schon in mehreren deutschen Städten. In Berlin sind es den Angaben zufolge 30 Fahrzeuge, in Hamburg 50, in Leipzig 70. In Dresden, München und Stuttgart sei das Unternehmen, das mehrheitlich der Deutschen Bahn gehört, ebenfalls aktiv.

Weil die Stadt Frankfurt noch keine Genehmigung erteilt habe, biete Clevershuttle die Fahrten in dem einzigen Fahrzeug bislang zu einem Spottpreis an. So koste eine Fahrt pro Person 20 und 30 Cent. „Wir fahren deutlich unter den Betriebskosten“, sagt der Sprecher.

Ridesharing deutlich günstiger und umweltfreundlicher

Dabei könne es zwar nicht bleiben. Dennoch lägen die Preise in den deutschen Städten deutlich unter denen der Taxibranche. „Wir sind etwa 60 Prozent günstiger als Taxis“, sagt der Sprecher.

Das Unternehmen siedle sich preislich zwischen Taxis und Bus und Bahn an. Damit sieht sich die Taxibranche in Frankfurt neben dem Fahrdienstleister Uber, der ebenfalls hier unterwegs ist, weiterer Konkurrenz ausgesetzt.

Der Etatantrag stellt fest, dass Ridesharing eine Möglichkeit sei, die vielen individuellen Autofahrten in der Stadt zu verringern, um die entsprechenden Grenzwerte für Schadstoffe einzuhalten. Das sei angesichts der Gerichtsverfahren zu Fahrverboten, die in der Schwebe seien, geboten.

In Limburg machen unterdessen illegale Fahrdienste den Taxi-Fahrern Konkurrenz.

von FLORIAN LECLERC

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