+
E-Roller kommen nach Frankfurt

Politik diskutiert 

Wie nützlich sind E-Roller in Frankfurt? 

Schon im Frühjahr sollen erste Roller in Frankfurt ihre Zulassung bekommen. Die Diskussionen, ob die E-Scooter überhaupt Sinn in der Mainmetropole machen nehmen zu.

Frankfurt - Angesichts des geplanten bundesweiten Starts von elektrischen Tretrollern hat Frankfurt vor "erheblichem Konfliktpotenzial" für den Verkehr der Stadt gewarnt. Neun Anbieter von E-Scootern wollten in Frankfurt ihre Dienste anbieten, teilte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling am Montag mit. Einige hätten angegeben, "gleich mit 2000 bis 3000 Rollern Frankfurt fluten zu wollen". Frankfurt sei aber zu eng, um ein weiteres Verkehrsmittel aufzunehmen. 

Verkehrsdezernent Oesterling (SPD) sieht keinen Sinn in Rollern

Oesterling sieht keinen verkehrspolitischen Nutzen in den Tretrollern. Anders als in anderen Großstädten Deutschlands gebe es in Frankfurt "keine Erschließungslücken" im öffentlichen Nahverkehr. "Es leuchtet mir nicht ein, wer aus verkehrlicher Notwendigkeit heraus für mehr als ein Euro einen Tretroller mieten sollte, um die paar Meter zur nächsten Haltestelle zu überwinden", erklärte Oesterling. Wer sie miete, wolle Spaß haben. Mit der geplanten Verkehrswende habe das nichts zu tun. Oesterling kritisierte die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer als "nicht gut". 

Scheuer will Zulassung im Frühjahr

Der CSU-Politiker will die E-Scooter noch in diesem Frühjahr zulassen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde sollen sie laut der geplanten Verordnung Radwege oder - wenn es keine gibt - die Straße nutzen. Modelle, die maximal Tempo 12 schaffen, sollen auch auf Gehwegen oder gemeinsamen Geh- und Radwegen unterwegs sein dürfen. Dies ist bei Kommunen und auch unter Bundesländern sehr umstritten. Der Bundesrat muss zustimmen. Die Länderkammer beschäftigt sich voraussichtlich am 17. Mai mit der geplanten Verordnung.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Störungen im S-Bahnverkehr: S8 wird aktuell umgeleitet

Der RMV meldet eine Störung auf der Linie S8. Es kommt zu Ausfällen.

Gateway Gardens bekommt eine Skyline: Rund um S-Bahn-Station sollen Bürotürme stehen

Der neue Stadtteil am Flughafen soll lebendig und grün werden. Allerdings sind die Möglichkeiten begrenzt: Wohnungen sind tabu, dafür sollen 20 000 Arbeitsplätze entstehen. Für die Hochhäuser braucht's noch das Okay der Luftfahrtbehörde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare