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Hahn im Korb ist der Schauspieler Hans Sigl (Der Bergdoktor): Bei der „Senckenberg Night“ wird er eingerahmt von beiden Vorsitzenden des Fördervereins Senckenberg, Heike Spiller (rechts) und Simone Loewen (links)

18-jähriger Xiuhtezcatl Martinez

Senckenberg-Preisträger für Naturengagement: "Wir brauchen mehr Panik"

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Der Förderverein Senckenberg hat zur "Senckenberg-Night" geladen. Mit dabei ist der 18-jährige Xiuhtezcatl Martinez. Er wurde für sein Engagement für die Natur geehrt. Und hatte einen Appell im Gepäck. 

Frankfurt - Eine unvergessliche Nacht zwischen Dinosauriern verbrachten mehr als 200 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Forschung im Senckenbergmuseum. Der Förderverein Senckenberg unter dem Vorsitz von Heike Spiller und Simone Loewen hatte zur „Senckenberg-Night“ in das Museum eingeladen, durch die Wissensschaftsjournalist Dirk Steffens führte.

Hatten Spaß bei der Veranstaltung im Museum (von links): Martin Visbeck, Meeresforscher, Beate Heraeus und Claus Wisser.

Und gekommen waren neben Landtagspräsident Boris Rhein, Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Unternehmerin Gabriele Eick mit ihrem Mann, Stefan Quandt, Großaktionär der BMW AG, mit seiner Frau Katharina, sowie Stadtrat Lutz Raettig, Volker Mosbrugger, Generaldirektor des Forschungsinstituts und des Naturmuseums Senckenberg, und Beate Heraeus, Präsidentin von „Senckenberg, der international tätigen Gesellschaft für Naturforschung“, und Schauspieler Hans Sigl, allen bekannt aus der Fernsehserie der Bergdoktor.

Felix Finkbeiner gründete als Zehnjähriger die Initiative "Plant for the Planet"

„Wir nehmen im Juni die 13. Staffel auf, die zwölfte ist gerade zu sehen gewesen“, sagte der österreichische Darsteller, der in diesem Jahr sein 50. Wiegenfest feiert. Seit mehr als einem Jahrzehnt verkörpert er die Rolle des Bergdoktors Martin Guber und hat noch lange nicht genug. Zur „Senckenberg-Night“ war er gekommen, weil er ein Unterstützer von Felix Finkbeiner ist, dem Gründer der Kinder- und Jugendinitiative „Plant-for-the-Planet“ sowie jüngster Träger des Bundesverdienstkreuzes. „Ich unterstütze Felix bei seinen Aktionen und präsentiere in Berlin sein Projekt mit den 15 Milliarden Bäumen“, so Sigl. Finkbeiner, der einst als Zehnjähriger die Initiative „Plant for the Planet“ (Pflanzen für den Planeten) gründete, war an diesem Abend Laudator für Xiuhtezcatl Martinez.

Für Stimmung sorgte Preisträger Xiuhtezcatl Martinez mit seinem unpluggeg Hip-Hop-Auftritt.


Der 18-Jährige Direktor der weltweit aktiven Earth Guardians-Organisation, Klimaaktivist, Hip-Hop-Künstler und Autor hat mit seinen Kampagnen wie „We The Future“ die Aufmerksamkeit seiner Generation geweckt und erhielt an diesem Abend den „Senckenberg-Preis für Naturengagement“. Martinez war eigens aus Los Angeles angereist. Aber nicht nur um die Auszeichnung entgegenzunehmen, sondern auch, um bei der „Fridays for Future“-Demonstration mitzulaufen.

Senckenbergmuseum: Hiphop unter Dinosauriern – Xiuhtezcatl Martinez gibt kurzes Konzert

„Wir brauchen ein bisschen mehr Panik“, findet Martinez. „Wir gehen mit der Situation, in der wir uns befinden, nicht mit der Dringlichkeit um, die nötig wäre“, meint Martinez, der nach seiner kurzen, aber sehr prägnanten Ansprache ein noch kürzeres Unplugged-Konzert gab. Hiphop unter Dinosauriern – das hat’s wohl in der Geschichte der Senckenberg-Institution noch nicht gegeben. „Es gibt noch viel zu tun – packen wir’s an“, mit diesen Worten verabschiedete er sich von den Gästen.

Die Preisträgerin Professor Dr. Sandra Diaz (links) im Gespräch mit Moderator Dirk Steffens.


Ähnlich gefährlich beurteilt die andere Preisträgerin des Abends, Professor Dr. Sandra Diaz von der National University of Cordoba in Argentinien die Lage. „Die Natur ist für mich eine Fabrik des Lebens, aber der Zustand dieser Fabrik ist besorgniserregend“, mahnte die Frau, die den „Senckenberg-Preis für Naturforschung“ erhielt. Es sei allerdings noch nicht zu spät: „Wir können die Fabrik des Lebens noch retten.“

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