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Achtzehn Meter hohe und drei Meter breite Glaselemente sollen mehr Licht ins Foyer des Messeturms fallen lassen.

Geplanter Umbau

So soll der Frankfurter Messeturm  aufgehübscht werden - und das kostet

Das Hochhaus soll nach Plänen von Architekt Helmut Jahn umgebaut werden. Das Kosten dafür sind enorm.

Frankfurt - Der Messeturm, bei seiner Fertigstellung im Jahr 1990 das höchste Hochhaus Europas, wird in großem Stil modernisiert. Die Arbeiten an dem von Architekt Helmut Jahn im Stil der Postmoderne errichteten 256,5 Meter hohen Wolkenkratzer sollen, wie Officefirst, eine Tochter des Eigentümers Blackstone, mitteilt, noch in diesem Monat beginnen. Bis Mitte 2020 soll das Bürohochhaus eine „Frischzellenkur“ erhalten und „für die Anforderungen moderner Büronutzer gerüstet werden“. Dafür stehe eine Investitionssumme von 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Frankfurter Messeturm bekommt Glaselemente

Die Fassade soll nur in geringem Maß neu gestaltet werden. Die Erker an den Kanten des Turms werden künftig beleuchtet, was die postmoderne Architektur des Gebäudes stärker betonen soll. Stark verändert wird dagegen der Messeturmsockel. Nach Plänen des auch für die Modernisierung verpflichteten deutsch-amerikanischen Architekten Jahn soll dieser künftig aus gut 18 Meter hohen, drei Meter breiten Glaselementen bestehen, wie sie laut Officefirst erstmals in dieser Größenordnung in ein Hochhaus eingebaut werden. Die neue Fassade wird mehr Licht in die Empfangshalle fallen lassen. Dort sollen nach einem Entwurf des italienischen Architekten Matteo Thun helle und warme Materialien verbaut werden. Ähnlich sollen alle Verbindungsflure und der Aufzugbereich gestaltet werden.

Flair eines "internationalen Top-Hotels"

Angestrebt wird nach Mitteilung von Officefirst „das Flair eines internationalen Top-Hotels“. Moderne Arbeitswelten seien mehr als hochwertige Büroflächen, wird Guido Pinol, Vorstandschef von Officefirst zitiert. Deshalb lege man bei der Revitalisierung des Messeturms viel Wert auf wohnliches Ambiente, kreative Rückzugsräume und eine ansprechende Gastronomie. Eine Café-Bar in der Lobby soll Besucher im Innen- und Außenbereich des Gebäudes bewirten, in das Untergeschoss soll ein gestalterisch von Thun inspiriertes Restaurant ziehen. Einer der Hauptmieter des Messeturms ist die US-Bank Goldman Sachs. Sie zieht allerdings in den Marienturm um.

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