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Mutter und Baby aus der Ukraine in Not: Welle der Solidarität in Frankfurt

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Von: Kim Hornickel

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Eine Mutter und ihr Baby aus der Ukrainer haben in Frankfurt unerwartet Hilfe gefunden.
Eine Mutter und ihr Baby aus der Ukrainer haben in Frankfurt unerwartet Hilfe gefunden. © Polizei Frankfurt

Eine ukrainische Mutter weiß nicht, wie sie ihr 14 Tage altes Baby transportieren soll. Der Umzug in ein Wohnheim in Frankfurt wird zum Problem.

Frankfurt – Die persönlichen Schicksale der ukrainischen Geflüchteten nehmen auch die Hessen mit. Das zeigt eine Nachricht, die die Polizei in Frankfurt* jetzt in den sozialen Medien veröffentlichte. Dabei schlug einer Mutter, die es bis nach Frankfurt geschafft hatte, am Samstag (05.03.222), eine besondere Woge der Solidarität entgegen.

Nachdem die Frau und ihr 14 Tage altes Baby im Bürgerhospital in Frankfurt medizinisch versorgt worden waren, stand der Umzug in eines der Übergangswohnheime für Geflüchtete in Frankfurt-Rödelheim* an. Problem dabei: Die geflüchtete Mutter hatte keine Babyschale für ihr Kind. Um der Frau zu helfen, startete das Bürgerhospital eine ungewöhnliche Anfrage. In ihrer Not wandten sich die Mediziner an das 3. Polizeirevier in Frankfurt – und sie hatten Erfolg.

Solidarität mit ukrainischer Familie: Aktion der Polizei in Frankfurt reißt Spender mit

Eine Mitarbeiterin des Reviers startete kurzerhand eine Online-Suche und fand eine Babyschale ganz in der Nähe. Sie sprach mit den Verkäufern und fuhr mit einem Streifenwagen zu deren Haus. Als die „beim Anblick des Streifenwagens erstaunten Anbieter“ von der Aktion hörten, spendeten sie die Transportschale. Und die Verkäufer legten noch einiges obendrauf. Wie die Polizei in Frankfurt berichtet, gaben die Spender noch weitere Babysachen dazu. Der Rücksitz im Streifenwagen der Beamten füllte sich. Und die Welle der Solidarität riss nicht ab.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 08.03.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leserinnen und Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

„Kurze Zeit später meldeten sich die Verkäufer erneut, um der ukrainischen Kleinfamilie ein freies Zimmer anzubieten“, erklärt das 3. Polizeirevier in seinem Post. Immer wieder stellen private Helfer und Firmen, Unterkünfte für Flüchtlinge in bereit. Einige Projekte stehen dafür bereits in den Startlöchern. Zentrale Anlaufstellen für beide Seiten organisieren Wohnungsangebote in Frankfurt* .

Hilfe für Ukrainerin: Bedingungslose Unterstützung in Frankfurt

Von der Hilfsbereitschaft für Mutter und Kind angesteckt, legten die Mitarbeiter des Bürgerhospitals und der Polizei in Frankfurt zusammen und sammelten Geld für einen leichteren Start der kleinen Familie. Nachdem die Polizisten ihre Nachricht in den sozialen Medien geteilt hatten, meldeten sich immer mehr Spender, die helfen wollen.

Mehr als 5.600 Menschen haben den Beitrag der Polizei inzwischen gelikt. Weil sich die Polizei in Frankfurt aber vor Anfragen nicht mehr retten kann, verweisen die Beamten auf Spenden an seriöse Hilfsorganisationen und Spendenkonten für die Ukraine*. Trotzdem ist auch die Polizei in Frankfurt von der Hilfsbereitschaft der Menschen gerührt. „Die Reaktionen auf unseren Betrag sind überwältigend.“ (kh) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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