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U-Bahn in Frankfurt

In den Sommerferien

Sperrung der U-Bahn-Hauptstrecke erhitzt die Gemüter – Grüne stellen Anfrage

Können die Reparaturarbeiten an der A-Strecke in Nieder-Eschbach auch aufgeteilt werden? Diese Frage stellen sich die Grünen – und bitten den Magistrat um Prüfung. 

Frankfurt - Der Ortsbeirat 15 (Nieder-Eschbach) hat auf seiner jüngsten Sitzung am Freitag fast leidenschaftlich über einen Antrag der Grünen diskutiert. Es ging um die Sperrung der A-Strecke in den kommenden Sommerferien. Die Grünen wollen geprüft lassen, ob die Reparaturarbeiten auch aufgeteilt werden können.

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Auch die CDU hatte eine Antrag vorbereitet. Die Absicht, daraus einen gemeinsamen Vorlage zu schmieden, wurde aufgegeben. Es scheiterte daran, dass die Grünen die Reparaturarbeiten nicht unbedingt nur während der Sommerferien durchgeführt sehen wollen.

Grüne wollen wissen: Warum werden Arbeiten nicht auf mehrere Jahre verteilt?

„Wie sieht der Plan B aus, wenn die Arbeiten nicht rechtzeitig fertig werden?“ fragte Prof. Jürgen Poloczek (Grüne). Der Antrag seiner Partei, der Magistrat sollte berichten, warum die Bauarbeiten nicht auf mehrere Jahre verteilt werden, war zuvor stark kritisiert worden. „Einer solchen Baumaßnahme gehen mehrere Jahre Planung voraus“, so CDU-Fraktionschef Michael Stauder. „Das kann man nicht mal so eben umplanen.“ Davon abgesehen sei es besser, die Strecke werde in einem Rutsch ertüchtigt, als dass jahrelang in den Sommerferien Verkehrschaos herrsche.

Michael Paul (Grüne) beantragte, die Anträge getrennt abzustimmen. Stauder wiederum beantragte, die beiden Punkte im Grünen-Antrag getrennt abzustimmen. Dem ersten – Verteilung der Bauarbeiten auf mehrere Jahre – stimmte außer den vier Grünen im Gremium niemand zu. Dem zweiten Punkt – eine Verbesserung des Ersatzverkehrs während der Bauarbeiten – widersprach niemand.

CDU fordert den Einsatz von Bussen, die von der U-Bahn-Station zu S-Bahn-Stationen verkehren

Die CDU fordert, Busse einzusetzen, die von der U-Bahn-Station zu den S-Bahn-Stationen Frankfurter Berg und Bad Homburg verkehren, mindestens im 30-Minuten-Takt. Am Vorschlag, Bad Homburg anzusteuern, regte sich Kritik: Helmut Szeltner (BFF) wies darauf hin, dass dies ein anderes Tarifgebiet sei. Trotzdem wurde der CDU-Antrag – ebenso wie der Grünen-Antrag als interfraktioneller gestellt – einstimmig verabschiedet.

tjs

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