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Ein parkender Reisebus am Paulsplatz.

Reisebus-Haltestelle

Stadt will Chaos in City bekämpfen - Schluss mit Dauerparken am Paulsplatz

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Gegen dauerparkende Reisebusse am Paulsplatz will die Stadt nun vorgehen. Die Touristen-Ungetüme versperren oftmals die eigentlich nur zum Ein- und Aussteigen gedachten Haltestellen.

Frankfurt - Die teilweise chaotischen Zustände an Frankfurts zentraler Reisebus-Haltestelle am Paulsplatz sollen ein Ende haben. Dafür will Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) dort eine Parkgebühr einführen und die korrekte Nutzung des Kurzzeit-Parkbereichs auch verstärkt kontrollieren.

Die Haltestelle für Touristenbusse in der Berliner Straße zwischen Kornmarkt und Neuer Kräme ist immer wieder stark überlastet. Das hat zur Folge, dass Busse dann auf dem rechten der zwei Fahrstreifen halten, um ihre Fahrgäste ein- oder aussteigen zu lassen. Wenn Fahrgäste dann die Gepäckfächer auf der Fahrerseite des Busses nutzen, stehen sie bereits direkt an oder auf der verbleibenden Fahrspur für den fließenden Verkehr. Das wiederum führt auch dazu, dass der Verkehr stockt.

„Dieser Busparkplatz dient bisher und in Zukunft nur dem Ein- und Aussteigen, die Parkdauer ist auf bis zu 15 Minuten begrenzt“, erklärt der Stadtrat. Probleme ergäben sich daraus, dass Reisebusse den Kurzzeit-Parkplatz missbrauchten und bis zu zwei Stunden auf dem Seitenstreifen parkten.

Die schwierige Lage habe man allerdings schon auf dem Schirm, betont Klaus Oesterling: „Die Straßenverkehrsbehörde hat darauf bereits in den vergangenen Monaten mit verstärkten Kontrollen reagiert, was zu einer teilweisen Verbesserung der Situation geführt hat.“

Die Stadtregierung gehe nun noch einen Schritt weiter: „In Zukunft soll dieser Parkplatz, der nur dem Ein- und Aussteigen dienen soll, ebenfalls bewirtschaftet werden“, kündigt der Verkehrsdezernent an. Busse sollen hier fünf Euro für die 15-minütige Haltezeit zahlen – auch eine Bezahlung per Handyticket soll möglich sein. Dies sei „eine Art Schutzgebühr“ gegen den Missbrauch des Parkplatzes.

Denn mit dem Parkschein werde der exakte Zeitpunkt des Parkbeginns erfasst. So könne das zum Teil mehrstündige Parken unterbunden werden, hofft Oesterling – und Regelverstöße können einfacher nachgewiesen werden.

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