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Selbst Tempo 30 kann Am Königshof gefährlich werden

Bergen-Enkheim

Hier kann in Frankfurt selbst Tempo 30 für Senioren gefährlich werden

Seit in der Gasse Am Königshof Tempo 30 gilt, gibt es Kritik: Einigen ist das noch zu schnell, das sei gefährlich. Der Ortsbeirat hingegen wartet erst einmal ab und will die Situation beobachten.

Frankfurt - Es ist Mittwochnachmittag, kurz nach 17 Uhr. Das Senioren-Café im Saal der evangelischen Gemeinde in Bergen ist vorüber, die Besucher verstreuen sich nach und nach. Einige werden vom Fahrdienst abgeholt, andere laufen die Gasse Im Sperber entlang, andere zum Fritz-Schubert-Ring hinab. Eine kleine Gruppe geht die Gasse Am Königshof hinauf, um zur Marktstraße zu gelangen. Dort hält der 42er Bus. 

Am Straßenrand parken Autos, die Senioren – einer von ihnen mit Rollator, ein Herr wird im Rollstuhl die Gasse hinauf geschoben – weichen auf die Straße aus. In diesem Moment kommen Autos von oben hinuntergerollt, werden langsamer, weichen, soweit wie es angesichts des begrenzten Platzes geht, den Fußgängern aus.

Bergen-Enkheim: Am Königshof zu schmal für Tempo 30

Keine schöne Situation sei das, sagt Margit Janz, Mitorganisatorin des alle zwei Wochen stattfindenden Senioren-Treffs. „Viele sind unsicher, weil sie nicht mehr so gut zu Fuß sind.“ Schmal sei die Gasse, schnell ausweichen sei da schwierig. Zumal es im unteren Teil der Straße keinen Gehweg gebe. Dass hier nun Tempo 30 gilt statt des frühen verkehrsberuhigten Bereichs, ärgert sie. Mehr Schutz für Fußgänger fordert auch FDP-Ortsbeirat Norbert Wied. Gemeinsam fordern sie mehr Poller, die die Fahrbahn vom nicht vorhandenen Gehweg trennen sollen, und die Fußgänger – auch die Schulkinder – schützen soll. 

Gasse Am Königshof: Wichtige Verbindungsstraße

Das Regierungspräsidium hatte angeordnet, den verkehrsberuhigten Abschnitt in der Gasse aufzuheben. Zu viele Autos führen hier, die Gasse sei eine wichtige Verbindungsstraße. Damit hier nicht 50 Kilometer pro Stunde gefahren wird, hatte die Stadt daraufhin Tempo 30 angeordnet. „Wir wollen erst einmal beobachten, wie sich die Situation entwickelt“, sagt etwa der SPD-Fraktionsvorsitzende, Eberhard Schwarz. 

Die Mehrheit des Gremiums sieht das wie er, darunter auch Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese (CDU). „Eigentlich habe ich das Gefühl, wir haben nun eine gute Lösung“, sagt sie. Die Autos führen immer noch sehr langsam, die meisten Fußgänger liefen am Straßenrand. „Ich fahre hier oft entlang. Parkende Autos am Straßenrand sehe ich eigentlich nie“, sagt Schwarz. Wirklich gefährlich sei es hier nicht.

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VON ANDREAS HAUPT

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