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Sybolbild: Im August 2018 stirbt ein Fahrradfahrer in Frankfurt. 

Verkehrsstatistik

Bittere Bilanz: 16 Tote auf Frankfurts Straßen

Es ist eine bittere Bilanz. Im vergangenen Jahr starben auf Frankfurts Straßen 16 Menschen. Sieben von ihnen waren mit dem Rad unterwegs.

Frankfurt - Tim Heinen will nicht zynisch klingen, aber wer sich so viel mit Statistiken über Unfälle beschäftigt wie der Leiter der Direktion Verkehrssicherheit im Frankfurter Polizeipräsidium, der hat eben einen Blick für Besonderheiten. Und so riet Heinen den Journalisten, denen er am Mittwoch die Unfallzahlen vorstellte, möglichst „an einem Sonntag im Februar zwischen 4 und 5 Uhr morgens“ auf die Straße zu gehen. Denn keinem Monat passieren so wenige Unfälle wie im Februar; zu keiner Tageszeit kommt es zu so wenigen Schadensfällen und an Sonntagen kracht es auf Frankfurts Straßen sowieso so selten wie an keinem anderen Tag.

Auf den ersten Blick hält die 65-seitige Statistik, die Heinen vorstellte, kaum Überraschungen bereit. Die Zahlen zu Unfällen im Stadtgebiet (19 473) und zu Autobahnen rund um Frankfurt (3388) bewegen sich in etwa auf dem Niveau von 2017; sowohl bei Toten wie auch bei Verletzten gibt es leichte Anstiege.

Sieben Radfahrer sterben bei Unfällen in Frankfurt

Ins Auge fällt aber vor allem eine Zahl: Sieben Radfahrer ließen bei Unfällen ihr Leben, alleine vier davon im August. Die Fälle ließen sich schwer vergleichen, sagte Heinen, die Ursachen für die Unfälle unterschieden sich stark. Ein Radfahrer etwa starb, als er auf dem Uni-Campus eine Treppe herunterfuhr, eine Frau wurde von einer Straßenbahn erfasst, und an der Kurt-Schumacher-Straße kam ein Mann bei einer Kollision mit einem Lastwagen ums Leben.

An der hohen Zahl hat laut Heinen auch der extrem lange und sehr heiße Sommer seinen Anteil. Zum einen seien einfach viel mehr Radfahrer unterwegs gewesen als etwa 2017. Und allgemein habe die Hitze offenbar auch zu Konzentrationsschwierigkeiten unter allen Verkehrsteilnehmern geführt. So habe es gerade im August vergleichsweise viele Unfälle gegeben.

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Heinen nannte drei Schwerpunkte, an denen es häufig Zusammenstöße zwischen Autos und Fahrrädern gebe: die Ecke Mainkai/Schumacher-Straße sowie die Kreuzungen Flößerbrücke/Oskar-von-Miller-Straße und zwischen Ratsweg und Ostparkstraße. Problem seien meistens abbiegende Autofahrer, die Radler übersehen.

40 Prozent der Verursacher flüchten nach einem Unfall

Bei einer weiteren Auffälligkeit in der Statistik geht es um Verkehrsunfallflucht. Nach fast 40 Prozent aller Unfälle im Stadtgebiet flüchten die Verursacher: „Das ist eine enorm hohe Zahl“, sagte Heinen. Zurückzuführen sei dies aber auch auf das Anzeigeverhalten. Da die Schäden gerade bei Unfällen mit parkenden Fahrzeugen immer höher würden, seien immer weniger Fahrer bereit, Kratzer oder Beulen als Bagatelle abzutun.

Die Chancen, bei einer Fahrerflucht den Täter zu schnappen, seien relativ hoch, sagte Heinen. Die Aufklärungsquote liegt bei rund 40 Prozent.

Von Georg Leppert

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