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Fiat kracht in Straßenbahn

Tram 15

Mutter mit drei kleinen Kindern im Auto kracht in Straßenbahn

Ein weißer Fiat ist am Freitagabend in Frankfurt Sachsenhausen in eine Straßenbahn gekracht - Im Wagen saß eine Mutter mit drei kleinen Kindern.

Frankfurt -  Um kurz vor 18 Uhr hörte man am Freitagabend in Sachsenhausen vor allem das Martinshorn von Rettungs- und Feuerwehrwagen sowie von Einsatzfahrzeugen der Polizei. 

Weißer Fiat Panda kracht in Straßenbahn in Sachsenhausen

Ein weißer Fiat Panda Cross war mit einer Straßenbahn an der Seehofstraße zusammengeprallt. Zunächst war nicht klar, ob Menschen verletzt wurden. Zum Glück nicht. Die Fahrerin hatte drei kleine Kinder mit im Wagen, wollte aus dem Länderweg nach links auf die Seehofstraße abbiegen. Sie übersah die Straßenbahn der Linie 15 auf dem Weg nach Niederrad Haardtwaldplatz. Beim Abbiegen wurde der Wagen von Bahn nach rechts direkt in eine Metallabsperrung gedrückt. 

Der Airbag platzte auf, die Fahrerseite des Fiats war mit der Bahn seitlich verkeilt. „Der Mutter mit ihren drei kleinen Kindern ist es gelungen, eigenständig und unverletzt den Wagen zu verlassen“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr. Die Mutter und ihre Kinder konnten durch die rechte hintere Tür aussteigen, die nicht von der Bahn oder der Metallabsperrung eingequetscht war.

Feuerwehr: "Es kommt immer wieder zu solchen Unfällen"

 Einige Polizeibeamte kümmern sich einfühlsam um die Kinder, andere befragen geduldig die Fahrerin, wie es zu dem Unfall gekommen ist. „Die Notärzte konnten zum Glück keine Verletzungen bei den Fahrzeuginsassen feststellen und auch die Straßenbahn war leer“, so ein Beamter. Die Fahrerin der Bahn ist erschrocken und erleichtert zugleich. „Da haben wir alle noch mal Glück gehabt“, sagt sie. Wie es zu solchen Unfällen kommen kann, die immer wieder passieren, erklärt der Feuerwehr-Einsatzleiter. „Es gibt regemäßig Missverständnisse, es kann Unachtsamkeit sein oder auch die tief stehende Sonne, die stark blendet.“ Um das zu verhindern gibt es nur eins. „Mehrmals nach links und rechts schauen. Und vor allem, niemals denken, man schafft das schon. Genauso, wie man es in der Fahrschule gelernt hat.“ 

Der Wagen ist über dem rechten Vorderreifen komplett eingedrückt und eingekeilt in der Metallabsperrung am Bürgersteig. Die Fahrerin hält ihr Baby auf dem Arm und streicht den beiden anderen immer wieder über ihre Köpfe. Die Kinder gucken neugierig und entspannt. Ihre Mutter sagt fassungslos mit Blick auf ihr Auto: „Das war mehr als Glück im Unglück.“ Die Straßenbahnlinien 15 und 16 konnten eine Stunde lang nicht fahren. 

Straßenbahn 15 konnte eine Stunde lang nicht fahren

Die Strecke war ebenso gesperrt, wie die Seehofstraße für den Autoverkehr. Nachdem der Unfall aufgenommen war, durfte die Straßenbahnfahrerin die Bahn vorsichtig in die Gegenrichtung fahren, um den Fiat freizulegen. Bevor sie zum hinteren Führerhaus geht, ruft sie der Fahrerin „alles Gute für Sie“ zu. Ein Feuerwehrmann sagt leise „hoffentlich springt jetzt die Bahn nicht aus dem Gleis“. 

Langsam bewegt sich die Bahn, alles geht gut. Der Abschleppdienst kann mit seiner Arbeit anfangen. Er lässt die Luft aus dem rechten Vorderreifen, zieht den Wagen rückwärts. Der linke Vorderreifen des weißen Wagens liegt fast quer unter dem Wagen. Die Fahrerseite ist vorne eingedrückt mit tiefen türkisfarbenen Kratzern durch die Bahn. Der Airbag hängt an der Decke des Fahrersitzes. Wegen der Oberleitungen kann der Wagen nicht direkt auf die Ladefläche gehoben werden. Der Fahrer stellt den Abschleppwagen quer zum Fiat und hebt ihn auf die Fläche. Ein Fußgänger betrachtet den Wagen. „Da lohnt sich keine Reparatur mehr. Der ist wohl Schrott“, sagt er.

VON SABINE SCHRAMEK

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