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Zoo Frankfurt soll komplett umgebaut werden. Das Foto zeigt den Haupteingang.

Große Pläne

Frankfurter Zoo wird radikal umgebaut: Was sich alles ändern soll

Der Frankfurter Zoo soll in den kommenden Jahren komplett neu gestaltet werden. Was sich alles ändern soll.

Frankfurt - Zwei Großareale werden den Frankfurter Zoo der Zukunft prägen. Sie sind insgesamt fünf Hektar groß und sollen völlig neu gestaltet werden. Das Süd-West-Areal reicht vom heutigen Nashornhaus bis zum Antilopengehege. Das Nord-Ost-Areal schließt sich oberhalb an die 2008 eröffnete Menschenaffen-Anlage an. „Diese beiden großen Flächen wollen wir neu konzeptionieren“, erklärt Zoodirektor Miguel Casares. „Nicht nur kosmetisch, sondern radikal. Es geht um eine ganz andere Art der Tierpräsentation", wie fnp.de* berichtet.

Frankfurter Zoo: Artenschutz-Zentrum und Jugendtheater sind nur der Anfang

Was genau Casares plant, verrät er noch nicht. „Wir erarbeiten gerade ein grundlegendes Konzept, das wir im Mai der Dezernentin zeigen wollen.“ Ina Hartwig (SPD) hat als Kulturdezernentin beim Zoo-Umbau den Hut auf. Erst vor kurzem hat sie ihre Pläne für die Umwandlung des Zoo-Gesellschaftshauses in ein Jugendtheater und für ein neues Artenschutz-Zentrum am Osteingang des Zoologischen Gartens vorgestellt. 

Im Süd-West- und dem Nord-Ost-Areal stehen viele ältere Gebäude, die sanierungsbedürftig sind und den Anforderungen eines modernen Zoos nicht mehr entsprechen. Eine Sanierung der bestehenden Anlagen sei nicht mehr sinnvoll und würde auch zu teuer, sagt Casares. Er will, dass in den künftigen Tiergehegen die Grenze zwischen Tieren und Besuchern kaum mehr erkennbar sein wird. Statt umzäunten Einzelgehegen sollen begehbare Landschaften geschaffen werden, die den natürlichen Lebensräumen der unterschiedlichen Arten entsprechen. „Wir wollen uns dabei auf die Wildnisgebiete konzentrieren, in denen die Naturschützer der zoologischen Gesellschaft aktiv sind“, kündigt der Zoodirektor an.

Die Kosten für den Umbau des Frankfurter Zoos sind noch unklar

Im Süd-West-Areal soll es um Afrika gehen, im Nord-Osten des Zoos um Südamerika. In beiden Arealen ist jeweils ein Informationszentrum angedacht. Diese Zentren sollen in Zusammenarbeit mit der Zoologischen Gesellschaft gestaltet werden und den Zoobesuchern zusätzliches Wissen vermitteln. Was der großangelegte Umbau kosten wird, kann Casares noch nicht sagen. „So weit sind wir noch nicht. Es geht jetzt erst einmal darum, das grundlegende Konzept zu entwickeln. Dann folgt die detaillierte Planung.“ 

Zeit dafür ist noch. Denn der Zeitplan des Magistrats sieht für die beiden Entwicklungsareale vor, dass die Planungen im Jahr 2022 fertig sein sollen. Die Baumaßnahmen würden dann 2023 beginnen und stufenweise bis zum Jahr 2032 abgeschlossen sein. 

Wann können die Pinguine endlich umziehen?

Ein anderes Umbauprojekt auf dem Zoo-Gelände ist hingegen schon fast fertig: Die neue Pinguinanlage kann demnächst bezogen werden. Vergangene Woche hat der Zoo damit begonnen, Wasser in das Becken der Anlage zu füllen. Damit soll geprüft werden, ob auch wirklich alles dicht ist. Wann genau die derzeit in einem Übergangsquartier untergebrachten Humboldt-Pinguine dort schwimmen dürfen, steht aber noch nicht fest. „Bald“, antwortet Zoodirektor Casares auf die entsprechende Frage. Die Tiere sind Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres aus verschiedenen anderen Zoos nach Frankfurt gekommen – als Ersatz für die früheren Frankfurter Esels-pinguine. Nun warten die 19 Humboldt-Pinguine im Exotarium auf die Eröffnung ihres künftigen Zuhauses.

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