185 Meter misst das Hochhaus der Europäischen Zentralbank. Die Spitze ragt sogar 201 Meter in den Himmel. Ganz so hoch werden die Projekte in der Nachbarschaft sicher nicht. Derzeit sind maximal rund 75 Meter im Gespräch.
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185 Meter misst das Hochhaus der Europäischen Zentralbank. Die Spitze ragt sogar 201 Meter in den Himmel. Ganz so hoch werden die Projekte in der Nachbarschaft sicher nicht.

Hochhaus-Entwicklungsplan

Neue Hochhäuser in Frankfurt: Städteplaner nehmen Ostend ins Visier

  • Matthias Bittner
    vonMatthias Bittner
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Die Stadt Frankfurt lässt den Hochhaus-Entwicklungsplan aktualisieren. Das Augenmerk der Architekten und Planer richtet sich auf zwei Stadtviertel.

Frankfurt - Der aktuell gültige Hochhausentwicklungsplan ist zwölf Jahre alt. Er enthält mehrere mögliche Standorte, die trotz bestehender Entwicklungsmöglichkeit noch nicht umgesetzt wurden. Gleichzeitig haben Projektentwickler und Eigentümer mehrfach ihr Interesse geäußert, Hochhäuser auf Flächen bauen zu wollen, die im Hochhausentwicklungsplan nicht dafür vorgesehen sind.

Im Vorgriff auf seine künftige Fortschreibung sind laut Magistrat zwei Gemeinschaften von Architektur- und Planungsbüros damit beauftragt worden, bis Ende April 2021 eine städtebauliche Expertise als Diskussionsgrundlage zusammenzustellen - der Fokus liegt auf dem Ostend und dem Bankenviertel.

Drei mögliche Standorte für neue Hochhäuser in Frankfurt – Osthafen könnte zum Problem werden

Das hatte der Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) im Amtsblatt gelesen und darum gebeten, in die Diskussion miteinbezogen zu werden, weil mögliche Hochhäuser im genannten Gebiet spürbare Auswirkungen auf die Bewohner rund um den Danziger Platz hätten. Für den Teil des Osthafens würde es großen Einfluss auf die industriell-gewerbliche Nutzung nach sich ziehen und der Magistratsvorlage „Sicherung des Osthafens 2050+“ widersprechen. Darin sei ein langjähriger Bestandsschutz für den Osthafen festgeschrieben.

Grundsätzlich sind in der „Stadtteilanalyse Osthafen 2050“ drei konkrete Gebiete aufgeführt: das Gelände der Europäischen Zentralbank (EZB), der Danziger Platz mit Teilen der Dörnigheimer Straße, dem Röderbergweg, der Henschelstraße und der Ostparkstraße sowie der Ferdinand-Happ-Straße und das Osthafen-Entree mit Teilen von Franzius-, Schmick-, Lindley- und Mayfahrt-straße. Mit besonderem Interesse habe man vernommen, dass dabei am Danziger Platz, der Ostparkstraße sowie der Ferdinand-Happ-Straße bereits drei mögliche Standorte für Gebäude mit Höhen von 75, 70 und 52 Metern aufgeführt seien, schreibt der Ortsbeirat. Und er bat den Magistrat, neben dem Austausch mit den Planungsbüros in einen Dialog mit dem Stadtteilparlament einzutreten, damit die Ansichten und Einschätzungen der dortigen Bewohner mit in der Planung berücksichtigt werden könnten.

Hochhhaus-Entwicklungsplan in Frankfurt: Mögliche Standorte werden analysiert

Nach Mitteilung des Magistrats befindet sich die Aktualisierung des Hochhausentwicklungsplans noch in der Anfangsphase. Zunächst würden die noch nicht umgesetzten und zwischenzeitlich neu vorgeschlagenen Standorte analysiert und untersucht. Auch über andere zusätzliche Standorte, die einen städtebaulichen Mehrwert für ihre unmittelbare Umgebung und benachbarte Stadtteile bieten können, werde diskutiert.

Die Auswirkungen auf die Nachbarn seien ein wesentlicher Untersuchungsaspekt, schreibt der Magistrat in seiner Stellungnahme. Ziel sei es, die Anzahl der zur Debatte stehenden Standorte einzugrenzen, um damit eine effiziente Durchführung der Auswahlentscheidung zu ermöglichen. In diesem noch folgenden Dialog werde auch der Ortsbeirat einbezogen. (Matthias Bittner)

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