Durchblick statt Mövenpick: Der Abriss des Gebäudes Opernplatz 2 ist beinahe abgeschlossen. Was folgt, ist noch offen. Foto: Michael FAust
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Durchblick statt Mövenpick: Der Abriss des Gebäudes Opernplatz 2 in Frankfurt ist beinahe abgeschlossen. Was folgt, ist noch offen.

Skyline

Neues Hochhaus am Opernplatz? Was die Stadt Frankfurt plant

  • Dennis Pfeiffer-Goldmann
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Am Opernplatz in Frankfurt wird das einstige Mövenpick-Restaurant abgerissen. Hier soll ein Hochhaus entstehen. Doch es gibt zahlreiche Tücken.

Frankfurt – Es ist ein Anblick, den die Frankfurter wohl einige Jahre haben werden. Der Abbruch des Gebäudes mit dem einstigen Mövenpick-Restaurant am Opernplatz 2 steht kurz vor dem Abschluss. So wird der Blick zur Neuen Mainzer Straße frei.

Und er wird wohl noch eine ganze Zeit lang so frei bleiben. Zwar gibt es eine fertige und genehmigte Planung für einen achtstöckigen Neubau auf dem Grundstück. Allerdings hatte der Besitzer, die Allianz, das Haus im März 2020 an die Signa Prime Collection des österreichischen Milliardärs René Benko verkauft. Nun prüft die Stadt, ob auch ein Hochhaus dort entstehen könnte. Dass das ein Deal sei, weil Benko das ebenfalls ihm gehörende Kaufhaus Karstadt auf der Zeil bis Anfang 2025 offen hält, hatte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) immer wieder dementiert.

Frankfurt: Kleineres Hochhaus darf Opernplatz und Alte Oper nicht verschatten

Sollte die Hochhaus-Prüfung zunächst bis Jahresende erledigt gewesen sein, nennt Josefs Referent Marcus Gwechenberger nun den Frühsommer als Termin. Entschieden sei noch nichts, aber Dezernent Josef habe bereits gesagt, dass "ohnehin kein hohes Hochhaus angedacht" sei. Aktuell werde geprüft, wie ein kleineres Hochhaus an dieser Stelle auf das Stadtbild wirke und - am wichtigsten - ob es Opernplatz und Alte Oper verschatte. "Das ist sensibel", weiß Gwechenberger.

Mit der Signa sei die Stadt "in Gesprächen", und zwar "zu verschiedenen Liegenschaften" - neben Opernplatz 2 und Karstadt auch zum ehemaligen Sportarena-Kaufhaus an der Katharinenpforte. Über ein Hochhaus nahe der Alten Oper entschieden nicht das Planungsdezernat oder die Signa, betont Josefs Referent. Vielmehr müsse das Stadtparlament zunächst dem Standort im neuen Hochhaus-Entwicklungsplan zustimmen - die Prüfung läuft im Zuge von dessen Ausarbeitung. Auch müsse noch ein Bebauungsplan beschlossen werden.

Opernplatz in Frankfurt: Veränderter Blick auf Skyline

Einige Jahre lang werden Passanten nun also vom Opernplatz einen veränderten Blick Richtung Skyline haben. Und der ist gar nicht so schlecht: Direkt unterhalb der Hochhäuser liegt das 2016 fertig gestellte Büro- und Geschäftshaus "Ma'ro" mit seiner abwechslungsreichen Fassade. Die ist, farbig angestrahlt, besonders bei Dunkelheit ein Hingucker. (Dennis Pfeiffer-Goldmann)

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