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Erfolg bei „Höhle der Löwen: Verlobung führt Geschäftsleute zur nächsten Idee

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Von: Enrico Sauda

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Das Gründer-Trio: Cem Dogan, Philip Deml und Paulina Kurka (von links).
Das Gründer-Trio: Cem Dogan, Philip Deml und Paulina Kurka (von links). © Robert Fellner

Zwei Geschäftsmänner aus Frankfurt sorgen mit ihren Handyhalterungen bei „Höhle der Löwen“ auf Vox für Begeisterung. Nun haben sie eine neue Idee – dank einer Verlobung.

Frankfurt – Mit ihrer Geschäftsidee, dem "Flap Grip", eine Halterung für Smartphones, waren Philip Deml und Cem Dogan in der Sendung "Höhle der Löwen" und fanden einen Investor - Ralf Dümmel . Nun kommt das Duo mit einem neuen Projekt um die Ecke: Schmuck aus nachhaltigen Diamanten.

"Dieses Thema hat uns einfach gepackt", sagt Cem Dogan. "Dabei handelt es sich um im Labor gezüchtete Diamanten", führt Dogan weiter aus. Deml und er sitzen in ihrem Büro, das früher ein Teil des Musikclubs Sinkkasten war, in bequemen Bürostühlen und schwärmen von ihrem neuen Vorhaben. "Sie sind identisch mit den Diamanten aus der Erde - es gibt keinen Unterschied", versichert Deml.

Frankfurt: Verlobung führt bei Duo von „Höhle der Löwen“ zu neuer Geschäftsidee

Von der Handyhalterung zum synthetisch hergestellten Schmuckstück - ein Schritt, der so nicht gerade auf der Hand liegt. Die "Flap Grips" laufen zwar weiter, doch auf die Idee mit den Diamanten kamen die zwei sogar schon vorher. Philip Deml wollte sich mit seiner Freundin Paulina verloben und war auf der Suche nach dem geeigneten Antragsschmuck. "Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mich vorher gar nicht so sehr mit Diamanten beschäftigt hatte", so Unternehmer Deml. "Aber da habe ich angefangen zu recherchieren, stolperte darüber, dass man Diamanten im Labor herstellen kann und so habe mich in die Sache vertieft." Ihm wurde klar: "Wenn du Diamanten nachhaltig produzieren kannst, dann werden sie zum 'Gamechanger'. Sie ändern das Spiel." Das Problem sei, dass nur wenige wüssten, dass es diese Möglichkeit gibt, "obwohl die Technologie schon etwas älter ist".

Nun sind sie voll im Thema drin - "und wir haben den größten laborgezüchteten Diamanten - einen Achteinhalbkaräter. Natürlich nicht hier im Büro, sondern im Tresor". Denn künstlich hergestellte Diamanten sind auch teuer - "der kostet 150 000 Euro", sagt Dogan. "Wäre dieser Diamant einer aus der Mine, würde er bis zu einer halben Million Euro kosten", fügt Deml hinzu. Und eins stellen sie klar: "Das sind nachhaltige, ethische und echte Diamanten, die mit echtem recycelten Gold kombiniert werden, wir nutzen kein Gold, das aus der Mine kommt. Unser Schmuck ist für die Ewigkeit gedacht."

Frankfurt: Diamanten selbst zu produzieren „eine Frage des Geldes“

Sie arbeiten nicht allein an dem Projekt. Übers Internet fanden die beiden ein Familienunternehmen aus der Schmuckbranche, mit dem sie kooperieren. "Sie haben den Ring für Paulina mit mir entworfen und das war auch der erste 'Veynou'-Ring", berichtet Deml, wie die Zusammenarbeit zustande kam. "Wir verfolgen einen nachhaltigen Ansatz und wollten einen komplett neuen Namen, der Luxus und Nachhaltigkeit vereint. Er ist deshalb angelehnt an 'vert', Französisch für grün, und an 'nouveau' für neu", sagen sie.

Auch Demls Verlobte ist mit von der Partie. "Paulina macht die Designs gemeinsam mit professionellen Designern", sagt Philip Deml. "Die Vision ist: Warum sollte es in hundert Jahren noch Diamantminen geben? Wenn du mit erneuerbaren Energien Diamanten im Labor aus Kohlenstoff herstellen kannst. Die Technologie, Industriediamanten künstlich herzustellen, gibt es schon seit 1956, aber dass du sie als hochqualitatives Produkt im Schmuck findest, das ist noch nicht so alt", argumentieren die beiden. Teil ihrer Idee ist es, dass sie irgendwann selbst Diamanten produzieren - aber das ist noch weit, weit weg. "Das ist natürlich eine Frage des Geldes", sagt Deml.

Vor wenigen Wochen präsentierten sie ihre Idee erstmals der Öffentlichkeit. "Es gibt noch keine physischen Laden, da wollen wir zwar hin, aber nur Schritt für Schritt", so Deml. "Unser Ziel ist es, eine globale Marke aufzubauen. Die Branche wächst sehr stark, und wir wollen da ordentlich mitmischen." (Enrico Sauda)

Zwei Frauen aus Frankfurt sorgten kürzlich bei „Höhle der Löwen“ auf Vox mit ihrer Idee „Talking Hands“ für ein Novum.

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