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Der Parkplatz des Ikea Möbelhauses in Frankfurt Nieder-Eschbach direkt vor dem Eingang ist zwar gut gefüllt, aber im Parkhaus blieben viele Stellplätze leer. Durch die Lockerung der Corona-Maßnahmen hat Ikea wieder geöffnet.

Neue Regeln für Kunden

Corona-Lockerungen: Ikea in Frankfurt wieder offen – Wichtige Infos für die Kunden

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Das Ikea-Möbelhaus in Frankfurt hat nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen wieder geöffnet. Zum Schutz gibt es neue Regeln. Was sich für Kunden ändert. 

  • In Hessen haben Ikea-Möbelhäuser nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen wieder geöffnet.
  • Das Ikea in Frankfurt ist auf einen Ansturm vorbereitet.
  • Kein Köttbullar: Kunden müssen sich auf Änderungen einstellen.

Frankfurt - Ob es am nasskalten Eisheiligen-Wetter lag oder daran, dass sich die Frankfurter in den letzten Wochen in Baumärkten eingerichtet haben, ist unklar. Der riesige Besucheransturm wie in Nordrhein-Westfalen ist bei Ikea inNieder-Eschbach am ersten Tag ausgeblieben.

In Grün leuchtet die Zahl 662 auf dem Display auf. Sie zeigt die Anzahl der freien Parkplätze bei Ikea in der Züricher Straße. Am ersten Tag der Wiedereröffnung nach der Corona-Zwangspause kommt der erwartete Riesenansturm nicht. Bei strömendem Regen, Wind und 5 Grad Außentemperatur ist es kein Wunder. 

Frankurt: Ikea auf den Ansturm nach Corona-Schließung vorbereitet

Vorbereitet auf einen Ansturm jeder Art ist das schwedische Möbelhaus in Frankfurt dennoch. Auf den Parkdecks sind große Flächen mit Flatterband gesperrt, ebenfalls mit rot-weißem Flatterband sind die Zugangswege zum Geschäft geregelt. Sicherheitskräfte in schwarzer Kleidung und neon-gelben Westen grüßen unter schwarzem Mundschutz jeden der Besucher und wünschen ihnen einen schönen Tag.

Ihr Lächeln dabei ist an den Augen zu erkennen. Direkt vor der Automatiktür zählt einer von ihnen per Klick die Anzahl der meist jungen Kunden und Familien. Hin und wieder stockt es, geduldig bleiben sie mit Abstand stehen. „Gehen Sie ruhig rein“, sagt der Mann freundlich und lässt mehrere Paare durch.

Ikea in Frankurt: Alle Mitarbeiter tragen zum Schutz gegen Corona Masken

Auf dem Boden sind gelbe runde Aufkleber, die auf 1,5 Meter Abstand hinweisen. Trotz der Lockerung der Corona-Maßnahmen gelten für Geschäfte, die wieder eröffnen, strenge Regeln. Ausnahmslos tragen Mitarbeiter und Kunden im Ikea in Frankfurt Mund-Nasenschutz-Masken. Berater sitzen hinter hohen Plexiglasscheiben oder weisen Familien den Weg zur Küchenabteilung. Es ist der Ort, an dem die meisten Leute lange verweilen. 

„Vor Corona sind wir meist nach der Arbeit Essen gegangen. Meine Frau hat keine Arbeit mehr und selbst wenn wir wollten, könnten wir nicht mehr so viel ausgehen“, sagt Manfred D. (46). Seine Frau Judith nickt. „Aber wir haben das Kochen für uns zu Hause entdeckt. Jetzt schauen wir mal, wie wir unsere uralte Küche besser ausgestalten können.“

Frankfurt: Ikea nach Corona-Schließung wieder geöffnet

Auch Sofas finden großes Interesse. „Wenn man so viel daheim ist, wie in der letzten Zeit, wird's eng und ungemütlich. Der Zweisitzer kommt weg und wir suchen ein kuscheliges Teil über Eck“, sind sich Sonja und Frank einig. Sie leben seit einem Jahr zusammen. Beide arbeiten jetzt wegen Corona im Homeoffice

„Da schadet ein bisschen Abstand abends beim Fernsehen nicht“, sagt die junge brünette Frau lachend und lässt sich auf eine breite graue Couch fallen. Eltern mit Kindern lassen sich schnell überzeugen, dass das eine oder andere Kuscheltier „unbedingt“ mit nach Hause muss. Plüschhaie, Löwen und Pandas scheinen bei den Kleinen im Ikea in Frankfurt der Renner zu sein. Zumindest quengeln sie nicht mehr, sobald sie die Tierchen im Arm haben.

Änderungen nach Corona-Pause: Restaurant und Imbiss im Ikea in Frankfurt sind geschlossen

Ziemlich ratlos läuft Markus B. (36) durch die Möbelausstellung im Ikea in Frankfurt-Nieder-Eschbach. Wenige Tage vor dem eingeschränkten Lockdown hat er eine neue Wohnung bezogen. „Meine Freundin hat mich rausgeschmissen. Die Möbel sind bei ihr geblieben. Die ersten Sachen habe ich mir im Baumarkt geholt und vieles zusammengezimmert. Einiges fehlt noch“, so der Ingenieur mit zwei blauen Badematten in der Hand. 

„Ich geh jetzt erst mal was essen“, murmelt er vor sich hin und bleibt kopfschüttelnd vor dem Lokal im Ikea-Einrichtungshaus in Frankfurt stehen. Es ist geschlossen. Wegen Corona. Die sanfte Musik wird durch Lautsprecheransagen unterbrochen. „Schön, dass Du wieder da bist. Die Sicherheit unserer gesamten Mitarbeiter und Kunden ist uns sehr wichtig. Bitte beachte, die ganze Zeit einen Mund- und Nasenschutz zu tragen und jederzeit 1,5 Meter Abstand zu anderen zu halten. Gemeinsam schaffen wir das.“ 

Markus B. reagiert genervt. Die Badematten lässt er liegen und stürmt plötzlich Richtung Ausgang. „Dieses Jahr kann einfach weg“, sagt er, während er sich an Kunden an der Kasse vorbeidrängelt. Sein Blick ist dahin gerichtet, wo es vor der Corona-Krise Hotdogs zum selbst garnieren gab. Jetzt gibt es keine, die man sofort essen kann. Dafür gibt es im Ikea in Frankfurt „Hotdog-Party-Pakete“ in der Kühltruhe für zu Hause. Markus B. nimmt es persönlich. „Ich habe jetzt Hunger. Party ohne Partner können andere feiern.“

Nach der Corona-Pause öffnet auch der Ikea in Kassel wieder. Was sich dort für Kunden ändert.

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