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Mitten in Frankfurt: Dieser Ausblick im Grand Tower ist nur für Millionäre

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Von: Kim Hornickel

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Die teuersten Wohnungen der hessischen Metropole sind im Grand Tower in Frankfurt. Doch den Ausblick kann sich nicht jeder leisten.
Die teuersten Wohnungen der hessischen Metropole sind im Grand Tower in Frankfurt. Doch den Ausblick kann sich nicht jeder leisten. © brennweiteffm/Imago

Wohnen ist in Frankfurt zwar teuer, aber dieser Wolkenkratzer übertrifft alles. In über hundert Metern Höhe im Grand Tower leben nur die Superreichen.

Frankfurt – Hoch über den Dächern von Frankfurt ragen sie auf, die teuersten Wohnungen der hessischen Metropole. Doch im Grand Tower im Frankfurter Westend sprengt eine Wohnung alle Erwartungen. Dafür werden dem Käufer 300 Quadratmeter Wohnfläche mit Blick auf den Taunus geboten. 30.000 Euro kostet ein Quadratmeter Penthouse-Wohnfläche im höchsten Gebäude Deutschlands. Dem exklusiven Klientel wird ein Parkhaus, eine Aussichtsplattform in 172 Metern Höhe und ein mehrsprachiger Concierge geboten.

Den brauchen die finanzstarken Apartment-Käufer laut der Projektleitung auch. Denn bis 2020 hätten sich bereits Käufer aus 30 Nationen für die Wohnungen entschieden, immerhin seien aber auch einige aus Frankfurt und der Umgebung dabei, erklärt der Projektplaner gsp Städtebau auf seiner Webseite. Den besten Ausblick gibt es dabei aus dem Penthouse im 47. Stock. Über neun Millionen Euro soll die Luxusimmobilie laut JLL kosten.

Immobilienpreise steigen in Frankfurt: Hessische Metropole schon jetzt teurer als London

Der mehrere Millionen Euro teure Wohnkomplex ist aber nur einer von vielen in Frankfurt. Deshalb schätzt die Schweizer Bank UBS die hessische Metropole sogar als eine der Städte mit erhöhtem Immobilien-Risiko ein. Die Immobilienblase wächst seit Jahren weiter. Die steigenden Preise könnten bald ihren Höchststand erreicht, dann platzt die Blase und die Preise fallen. Leittragende der Immobilien-Spekulationen sind die Frankfurter, die sich die immer weiter steigenden Preise kaum oder gar nicht mehr leisten können.

Das Penthouse im Grand Tower Frankfurt ist 300 Quadratmeter groß.
Das Penthouse im Grand Tower Frankfurt ist 300 Quadratmeter groß und nur etwas für Superreiche. © JLL

Und auch die Fachwelt zweifelt an einem gerechtfertigten Preisanstieg. Die Schweizer UBS Bank verzeichnet schon jetzt einen starken Anstieg der Mieten in Frankfurt. Die Immobilienpreise in der hessischen Metropole stiegen zuletzt stärker als in Städten wie Los Angeles, Hongkong oder London.

Statistisches Bundesamt sieht klaren Trend: Mieten steigen auch in Frankfurt ungebremst

Auch das Statistische Bundesamt veröffentlichte im November alarmierende Zahlen. Die Preise für Wohneigentum sind laut den Experten deutschlandweit im Schnitt um 12,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Der Preisanstieg ist zwar kein neues Phänomen, dafür ist er auf einem Jahrzehnt hoch. Zum weiten Mal stiegen die Preise wie seit 2020 nicht mehr. Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 4,2 Prozent.

Zwar hatten im Jahr 2017 in Frankfurt rund 494 Menschen steuerpflichtige Einkünfte von mehr als einer Million Euro. Die Mehrzahl der Frankfurter ist aber kein Einkommensmillionär. Die steigenden Mieten belasten Normalverdiener.

Trotzdem sehen Investoren und Bauherren noch kein Ende der schwindelerregenden Preise für Immobilien. Erst kürzlich kaufte die Allianz-Versicherung im Verbund mit anderen Investoren den sogenannten „T1“-Turm für unglaubliche 1,4 Milliarden Euro. Damit ist der Turm, der zu dem Projekt „Four“ zählt, der teuerste Immobilenkauf Deutschlands – zumindest bisher. (Kim Hornickel)

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