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Die Zahl der Infektionen mit dem Corona-Virus steigt. Doch das Gesundheitsamt gibt Entwarnung.

Impfkampagne

Infektionen nach den Herbstferien: Schüler weniger betroffen als erwartet

  • VonKim Hornickel
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In den Frankfurter Schulen stecken sich immer mehr Kinder mit dem Corona-Virus an. Doch Stadt und Gesundheitsamt sehen keinen Grund zur Sorge.

Frankfurt — Seit dem Ende der Herbstferien steigen die Corona-Infektionen, auch bei Kindern und Jugendlichen. Schon in der ersten Woche nach den Herbstferien wurden in Frankfurt 128 PCR-bestätigte Fälle in den Schulen nachgewiesen. In der zweiten Woche waren es noch einmal 164 Fälle. Für den Nachweis wurden zuvor circa 100 000 Schüler mit dem Schnelltest untersucht. Das gehört zur wöchentlichen Routine in den Schulen.

Trotz der hohen Infektionszahlen erklärt die Stadt Frankfurt in einer Pressemitteilung: „Ausbruchsgeschehen mit mehreren Fällen in Kitas und Schulen sind nach wie vor selten.“ Übertragungen und Ausbrüche erachte das Gesundheitsamt als unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz sei der Einsatz von Masken in der Schule hilfreich und machbar, so die Stadt weiter.

Um eine möglichst flächendeckende Impfquote zu erreichen, bietet das Gesundheitsamt Frankfurt Sonderimpfaktionen im Stadtgebiet an. Das Angebot richte sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Stadt will die Hürden für eine Impfung senken und das Impfangebot für Minderjährige erweitern. Bei Jugendlichen ab 16 Jahren reiche die unterschriebene Einwilligungserklärung eines Sorgeberechtigten und dessen Ausweiskopie.

Delta-Variante droht im Winter: Frankfurt ruft auch zur Impfung von Kindern auf

Damit das Gesundheitssystem in den Wintermonaten nicht überlastet wird, rät Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamtes zur Vorsicht. „Durch den bevorstehenden Winter und die viel ansteckendere Delta-Variante ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Infektionen in den kommenden Wochen weiter steigen wird.“ Als zuverlässigen Schutz vor schweren Verläufen sieht der Experte nur eine Impfung. Eine Impfpflicht für Kinder gibt es zwar nicht, aber: „Eltern können sich und ihre Kinder vor den Langzeitfolgen einer Infektion bewahren“, sagte Tinnemann.

Seit den Sommerferien hatten sich von den rund 100 000 Schülern etwa 1000 Kinder und Jugendliche mit dem Corona-Virus infiziert.

Eine Übersicht über alle Sonderimpfaktionen findet sich auf der Seite der Stadt Frankfurt. (kh)

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