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Frankfurt: Jetzt wollen die Skyliners eine Multifunktionshalle bauen

  • vonSylvia Amanda Menzdorf
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Nach der endgültigen Absage eines Investors für den Bau einer großen Sporthalle am Kaiserleikreisel will jetzt der Basketballclub "Fraport Skyliners" der Stadt ein Angebot vorlegen.

Frankfurt -Gerade hat die Stadt den Bieterwettbewerb für den Bau einer Multifunktionshalle am Kaiserlei beendet, da meldet sich ein neuer Interessent. Der Basketball-Club Fraport-Skyliners will jetzt ein Angebot vorlegen. Das bestätigte gestern Gunnar Wöbke, geschäftsführender Gesellschafter des Vereins. "Frankfurt braucht jetzt eine zügig zu realisierende Lösung", sagte er. "Wir werden der Stadt ein Angebot vorlegen, in dem wir aufzeigen, wie der Bau der Multifunktionsarena am Kaiserlei zu den Bedingungen der nun beendeten Ausschreibung doch noch was werden kann." Unterstützt werde er dabei durch die langjährigen "Club der Freunde"-Mitglieder Claus Wisser, Hans Nolte, Thomas Kunz und Ulrich Brass. Zur Art der Unterstützung wollte Wöbke nichts sagen.

Er betonte, sich mit den Details des nun abgeschlossenen Ausschreibungsverfahrens auszukennen. "Ich habe mich mit dem Thema intensiv beschäftigt." Es sei nämlich geplant gewesen, dass die Skyliners, wäre der von der Stadt bevorzugte Bieter Lagardère zum Zuge gekommen, an einer Betriebs- und Besitzgesellschaft für die Arena beteiligt worden wären. "Da gab es schon Absprachen", so Wöbke. Umso enttäuschender sei der Rückzug des Investors gewesen. Er selbst werde nun zügig auf die Stadt zugehen, um seine Pläne vorzustellen.

Der Wettbewerb sah eine Halle für rund 13 000 Zuschauer vor, Investitionssumme rund 130 Millionen Euro. Spielen könnten nach Wöbkes Vorstellung dort nicht nur die Skyliners als Hausherren, sondern auch der Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt und der Volleyball-Bundesligist United Volleys. Außerdem könnten in der Halle Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden.

"Die Frankfurter Kultur-, Event- und Sportszene brauchen die Multifunktionsarena. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen, als dass diese von Frankfurtern für Frankfurt ermöglicht wird", zeigt sich Wöbke selbstbewusst und heimatverbunden. Dass sein Verein, der seit fast zehn Jahren vom Flughafenbetreiber Fraport als Hauptsponsor unterstützt wird, zukünftig am Flughafen in der geplanten Großarena The Dome spielen wird, schließt Wöbke aus. Er halte das Vorhaben für "unrealistisch". Es brauche "mindestens zehn bis 15 Jahre", bis das Objekt gebaut sei und alle Verkehrsprobleme am Flughafen-Standort gelöst seien. "Das einzig wirklich realistische Projekt für Frankfurt ist am Kaiserlei zu realisieren", so der Skyliners-Chef.

Bereits zu Jahresbeginn hatte Gunnar Wöbke in einem Interview aus heutiger Sicht geradezu hellseherisch sein Interesse bekundet, selbst Bauherr einer Halle zu werden: "Wenn die jetzige Ausschreibung am Kaiserlei scheitert, The Dome sich nicht umsetzen lässt, wir aufgrund von zu hohen Renditeerwartungen der Investoren keinen fairen Mietvertrag angeboten bekommen oder sich abzeichnet, dass sich die Projekte nicht in angemessenen Zeiträumen realisieren ließen. Dann würden wir selbst aktiv werden." Zur Finanzierung des Vorhabens hat Wöbke bislang keine Angaben gemacht. enz

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