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Abwahl von OB-Feldmann: Kampf um Nachfolge ist eröffnet

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Von: Christoph Manus

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Bei den Parteien läuft nach der Abwahl von Peter Feldmann als Oberbürgermeister von Frankfurt die Suche nach Kandidaten für die Neuwahl. Für die CDU tritt wohl Uwe Becker an.

Frankfurt – Wer wird die nächste Oberbürgermeisterin oder der nächste Oberbürgermeister von Frankfurt? Das ist schon am Sonntag die Frage des Abends. Bereits in wenigen Wochen werden die Frankfurter Wahlberechtigten den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Peter Feldmann (SPD) bestimmen können. Am Freitag will der Wahlausschuss das endgültige Ergebnis des Bürgerentscheids bekannt geben. Mit Ablauf dieses Tages scheidet Feldmann aus dem Amt und Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) übernimmt als seine Stellvertreterin kommissarisch die Amtsgeschäfte. Spätestens vier Monate später muss es dann laut Hessischer Gemeindeordnung die Neuwahl geben, also allerspätestens am Sonntag, 5. März.

So gut wie klar scheint, dass Uwe Becker für die CDU bei der OB-Wahl ins Rennen gehen wird. Der Kreisvorsitzende und früheren Bürgermeister und Kämmerer hatte früh deutlich gemacht, dass er, sobald der richtige Zeitpunkt gekommen sei, seine Partei um das Vertrauen für die Kandidatur bitten wolle. Das will er, wie er am Abend sagte, nun morgen Nachmittag bei einer Sitzung des Parteivorstands tun.

Frankfurt: SPD-Vorstand will sich Donnerstag zum Kandidaten für die OB-Wahl äußern

Auch der Unternehmer Stefan Knoll, Schatzmeister der Frankfurter CDU, hatte eine Kandidatur angekündigt, zuletzt aber eingeschränkt, diese gelte nur für den nun nicht eingetroffenen Fall´einer Wahl im Jahr 2024.

Es ist vorbei: Peter Feldmann hat am Freitag seinen letzten Arbeitstag im Römer.
Es ist vorbei: Peter Feldmann hat am Freitag seinen letzten Arbeitstag im Römer. © Michael Schick

Schnell geht es nun auch bei der SPD. Parteichef Mike Josef kündigte am Abend an, der Parteivorstand werde den Parteigremien am Donnerstag eine Kandidatin oder eine Kandidaten vorschlagen. Diese oder dieser soll bei einem Nominierungsparteitag 26. November gewählt werden. Zur Frage, ob er selbst antreten will, äußerte sich Josef, noch nicht.

Der städtische Planungsdezernent hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er prinzipiell Ambitionen hegt. Die Frage dürfte eher sein, ob er zu einem Zeitpunkt, der für die Sozialdemokraten nicht als sonderlich günstig erscheint, antreten will.

Frankfurt: Grüne sind noch auf Kandidatensuche für die OB-Neuwahl

Sehr gute Chancen für die nun vorgezogene Neuwahl des Stadtoberhaupts rechnen sich die Grünen aus, die zuletzt alle Wahlen in Frankfurt gewannen. Eine siebenköpfige Findungskommission ist bereits auf Kandidatensuche. Ihren Vorschlag oder ihre Vorschläge will sie der Partei bei einer Kreismitgliederversammlung am 19. November präsentieren.

Auch die Frankfurter Linke hat zuletzt stets eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu den OB-Wahlen aufgestellt. Der Kreisvorstand werde sich am Dienstag mit dieser Frage beschäftigen, sagte Fraktionschef Michael Müller am Abend. „Es muss schnell gehen.“ Noch in diesem Monat soll ein Parteitag über die Personalie entscheiden. Zugleich warnte Müller die Stadtregierung, erneut die inhaltliche Arbeit liegenzulassen. „Weitere Monate Stillstand können sich die Menschen nicht leisten“, sagte er. Die FDP will, wie Fraktionschef Yanki Pürsün sagte, am Wochenende in einer Mitgliederversammlung entscheiden, ob sie einen Kandidaten oder Kandidatin aufstellt.

Auch unabhängige Bewerber:innen haben bereits ihre Kandidatur angekündigt. Früh ins Rennen gebracht hat sich „Bahnbabo“ Peter Wirth, Frankfurts bekanntester Straßenbahnfahrer. Jüngst hat auch Maja Wolff, bekannt unter anderem als Ausrichterin des Grüne-Soße-Festivals, ihre Kandidatur für die OB-Wahl öffentlich gemacht. (Christoph Manus)

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