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In Frankfurt bestreikt Verdi die U- und Straßenbahnen der VGF.

Frankfurt, Wiesbaden, Kassel

Streiks im ÖPNV in Hessen - Fast 3000 Beschäftigte legen Arbeit nieder

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  • Sophia Lother
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Heute hat Verdi erneut zu Warnstreiks im ÖPNV in Hessen aufgerufen. Frankfurt, Wiesbaden und Kassel sind vom Streik bei Bus und Bahn am heutigen Dienstag (06.10.2020) betroffen.

  • Heute findet wieder ein Streik im ÖPNV in Hessen statt.
  • Für Dienstag (06.10.2020) hat Verdi zu Warnstreiks im Nahverkehr in Hessen aufgerufen.
  • Frankfurt, Wiesbaden und Kassel sind betroffen, Busse und Bahnen fallen aus.

+++ 13.30 Uhr: Weiterhin stehen in drei Städten in Hessen Teile des ÖPNV still. Die Gewerkschaft Verdi bestreikt am heutigen Dienstag (06.10.2020) die Verkehrsbetriebe VGF in Frankfurt, ESWE in Wiesbaden und KVG in Kassel. Der Warnstreik dauert den ÖPNV-Unternehmen zufolge bis 3.00 Uhr morgens am Mittwoch. Rund 2800 Beschäftigte machen in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel bei den Warnstreiks mit, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Dienstag in Frankfurt sagte.

Worum geht es bei den ÖPNV-Warnstreiks?

Verdi will einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs durchsetzen. Dabei geht es um bundesweit einheitliche Regelungen in Fragen wie der Nachwuchsförderung sowie einem Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. In dem Tarifkonflikt mit rund 130 Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland lehnen die kommunalen Arbeitgeber nach Gewerkschaftsangaben Verhandlungen ab.

Verdi beklagt außerdem den Personalmangel, der laut einer Umfrage der Gewerkschaft in 95 Prozent der Unternehmen herrsche. Er sei besonders in den Werkstätten und im Fahrdienst bemerkbar und führe bei 60 Prozent der Unternehmen zu regelmäßigen Fahrtausfällen. Zudem gehe bis 2030 jeder zweite Beschäftigte in den Ruhestand, weshalb 100.000 neue Mitarbeiter benötigt würden, die man ohne bessere Arbeitsbedingungen nicht für die Branche gewinnen könne, so Verdi.

Da in Hessen derzeit Schulferien sind, sind im Gegensatz zum Streik von vergangener Woche keine Schulkinder betroffen. Weitere Streiks sind für den 8. Oktober in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sowie für den 9. Oktober in Bayern vorgesehen. Ob und wann es in Hessen erneut zum Warnstreik im ÖPNV kommt, steht nach Angaben der Verdi-Sprecherin noch nicht fest.

Streiks bei Bus und Bahn – Heute wird in Hessen in drei Städten gestreikt

Update vom Dienstag, 06.10.2020, 06.15 Uhr: Pendler aufgepasst: Heute hat die Gewerkschaft Verdi in Hessen zu Streiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Im ÖPNV in Frankfurt betrifft der Streik die U-Bahnen und die Straßenbahn der VGF. In Wiesbaden entfallen heute die Busse der ESWE. Wegen der Warnstreiks fahren in Kassel* höchstwahrscheinlich keine blauen Busse und keine Straßenbahn der KVG.

  • Frankfurt: U-Bahnen und Straßenbahnen der VGF fahren nicht.
  • Wiesbaden: Busse der ESWE fallen aus.
  • Kassel: Blaue Busse und Straßenbahn der KVG werden bestreikt.

Streik bei Bus und Bahn: In Frankfurt, Wiesbaden, Kassel gibt es Warnstreiks

Update vom Montag, 05.10.2020, 12.08 Uhr: Wieder wird in Hessen im öffentlichen Nahverkehr gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hat zu weiteren Streiks aufgerufen. Betroffen ist unter anderem wieder Frankfurt. Hier werden am Dienstag (06.10.2020) höchstwahrscheinlich ab Betriebsbeginn die U-Bahn und die Straßenbahn bestreikt. U-Bahnen und Straßenbahnen stehen dann bis voraussichtlich Mittwoch (07.10.2020) um 3 Uhr still. S-Bahnen und Busse sind vom Warnstreik in Frankfurt nicht betroffen, meldet die VGF via Twitter.

Streik bei Bus und Bahn: Neben Frankfurt auch Wiesbaden und Kassel betroffen

Auch in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden wird im Nahverkehr gestreikt. Hier sind nach Angaben des RMV alle Busse der ESWE in Wiesbaden betroffen. Der Streik betrifft hier den ganzen Betriebstag.

In Kassel wird im Nahverkehr* ebenfalls zum Streik aufgerufen. Wie die KVG meldet, werden voraussichtlich keine „blauen Busse und Straßenbahnen in Kassel“ fahren. Auch werden die Linien der KVG nach Baunatal, Vellmar und im Lossetal nicht befahren.

Streiks im ÖPNV: In diesen Städten in Hessen brauchen Pendler Geduld

+++ 12.17 Uhr: Inzwischen hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bekannt gegeben, wo in Hessen kommende Woche der ÖPNV bestreikt werden soll. Die jeweiligen Verkehrsmittel sollen am Dienstag (06.10.2020) den ganzen Tag über bestreikt werden. Beginnen soll der Streik nach bisherigen Informationen mit der Frühschicht ab 3.00 Uhr, enden soll der Streik mit der jeweiligen Spätschicht, folglich 24 Stunden später.

  • Kassel: Busse und Bahnen
  • Wiesbaden: Busse
  • Frankfurt: U-Bahnen und Straßenbahnen

Ziel der Gewerkschaft ist es nicht nur eine Anhebung der Gehälter für die Streikenden im ÖPNV. „Im Tarifkonflikt im Nahverkehr geht es primär um die Arbeitsbedingungen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. So fordert Verdi bundeseinheitliche Regelungen unter anderem bei Ausgleichszeiten von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. Bisher sind diese Punkte oftmals auf kommunaler Ebene geregelt.

Insgesamt vertritt Verdi nach eigenen Angaben im Tarifkonflikt 87.000 Beschäftigte im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel. Bereits seit März laufen die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und der Vereinigung Kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA). Diese hatte bislang die Forderungen der Gewerkschaft abgewiesen und auf die schwierige finanzielle Lage in der Corona-Pandemie verwiesen.

Verdi kündigt erneute Streiks im Nahverkehr an

Update vom Freitag, 02.10.2020, 11.11 Uhr: Auch in der kommenden Woche soll es in Hessen wieder zu Warnstreiks im ÖPNV kommen. Im Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr hat Verdi für nächsten Dienstag und Mittwoch weitere Warnstreiks in Hessen, Niedersachsen und Bremen angekündigt. „Die Arbeitgeber haben das Signal nicht verstanden“, teilte die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Christine Behle, am Freitag mit. Wann genau und wo es Streiks geben soll, ist derzeit noch offen.

Verdi will mit den Aktionen einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 ÖPNV-Beschäftigten durchsetzen. Dieser soll die regionalen Tarifregelungen in den 16 Bundesländern ergänzen und zentrale Punkte einheitlich regeln. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) lehnt das bislang mit Verweis auf die derzeit laufenden Verhandlungen in den Regionen ab.

Verdi-Warnstreik in Hanau: Viele Kitas am Donnerstag dicht

+++ 17.28 Uhr: Das sind keine guten Nachrichten für die Eltern von Kindergartenkindern. Am Donnerstag (01.10.2020) ruft die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik in den öffentlichen Einrichtungen auf. Betroffen sind davon auch die städtischen Kindertagesstätten.

Wie die Stadt Hanau am späten Mittwochnachmittag mitteilt, soll der Warnstreik von 7 Uhr morgens bis 11.01 Uhr* gehen. Sollten Eltern in dem Zeitraum auf eine Notfallbetreuung angewiesen sein, werden sie in dem Schreiben von der Stadt gebeten, sich mit der jeweiligen Kita-Leitung in Verbindung zu setzen. Ab 11.02 Uhr sollen die Kitas dann regulär bis 17 Uhr wieder normal geöffnet haben.

Voll Busse in Frankfurt: Wegen den Warnstreiks kann der Weg zu Arbeit kuschelig werden

+++ 13.14 Uhr: In Frankfurts Bussen war es am Morgen wohl doch voller als zunächst berichtet. Traffiq-Sprecher Klaus Linek korrigierte seine vorläufige Einschätzung, dass die Lage „recht entspannt“ gewesen sei. Nach Rücksprache hieß es nun, es sei in den Bussen doch teils sehr voll geworden. Insbesondere im Zulauf auf die Schulen und an der Achse Konstablerwache. Der gestiegene Autoverkehr habe auch für Verspätungen und entsprechend noch vollere Bus-Linien gesorgt. Fazit: „Keine ganz leichte Situation".

+++ 12.48 Uhr: Die Deutsche Bahn (DB) hat auf den Bahn-Linien rund um Frankfurt durch den ÖPNV-Warnstreik ein „deutliches erhöhtes“ Fahrgastaufkommen festgestellt. Das bestätigte ein DB-Sprecher auf Nachfrage. Belastbare Zahlen könne das Unternehmen aber noch nicht liefern. Fahrgästen wird empfohlen, wenn möglich eine Bahn früher oder später zu nehmen, und schon am Bahnsteig Abstand zu halten.

Streik in Frankfurt: Kein Chaos in den Bussen?

+++ 12.32 Uhr: Chaos auf Frankfurts Buslinien ist im Berufsverkehr am Dienstagmorgen (29.02.2020) nach Angaben eines Sprechers der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq ausgeblieben. Die Lage sei „recht entspannt“ gewesen, so das vorläufige Fazit. Auch bei Traffiq habe man vor dem ÖPNV-Warnstreik die Sorge gehabt, es könne zu überfüllten Bussen kommen, weil Trams und U-Bahnen stillstehen. Vor allem mit Blick auf Corona ein Problem.

Von entsprechenden kritischen Situationen sei ihm aber noch nichts zu Ohren gekommen, so Sprecher Klaus Linek. Sein Eindruck, der auch in den Sozialen Medien kursiert: Viele Frankfurter sind auf das Fahrrad umgestiegen. Um dennoch Streik-Stress zu vermeiden, rät Linek für den abendlichen Berufsverkehr: Maske anziehen, nicht zu den Stoßzeiten in den Bus steigen und kurze Strecken zu Fuß in Kauf nehmen.

Warnstreik bei Bussen und Bahnen in Hessen: Verdi „sehr zufrieden“

+++ 11.47 Uhr: 3.100 Beschäftigte des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) streiken am heutigen Dienstag (29.09.2002) in Hessen. Das teilte die Gewerkschaft Verdi mit, die sich „sehr zufrieden“ mit dem Verlauf des Warnstreiks zeigte. In Wiesbaden, Frankfurt und Kassel stehen Busse und Bahnen teils still.

ÖPNV-Warnstreik in Hessen: Ein Mann steht an einem leeren Bahnsteig in Frankfurt.

Die Kolleg*innen hätten ein Zeichen „in Richtung Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber gesetzt“, bilanzierte Streikleiter Jochen Koppel. Es gehe den Bahn- und Busfahrer*innen um Vergleichbarkeit: „Eine Straßenbahnfahrerin in Frankfurt will ihre Arbeit machen und wissen, dass der Kollege in Hannover nicht mehr und nicht weniger, sondern genauso viel verdient wie sie, genau so viel Urlaub hat und dafür genau so lange arbeitet.“

Bundesweit gibt es 87.000 Beschäftigte im ÖPNV. Rund 4500 zählt Verdi in Hessen. Sie fordern bundesweit einheitliche Regelungen etwa zu Urlaub, Gehalt oder Überstunden.

Warnstreik im ÖPNV: In Wiesbaden fahren keine Busse, in Kassel keine Trams

Update vom Dienstag, 29.09.2020, 09.28 Uhr: Neben Frankfurt fallen am heutigen Dienstag (29.09.2020) auch in Kassel und Wiesbaden Fahrten im ÖPNV aus. So bleiben unter anderem die Busse in Wiesbaden sowie die Straßenbahnen und Busse in Kassel in ihren Depots. Wie in Frankfurt begann der Warnstreik mit der Frühschicht gegen 1 Uhr und soll mit Ende der Spätschicht am Dienstag enden, wie Ute Fritzel, Sprecherin der Gewerkschaft Verdi, sagte. Es gebe eine „gute Teilnahme“, so Fritzel. Wie viele Beschäftigte genau ihre Arbeit am Dienstagmorgen niederlegten, war zunächst nicht bekannt.

In den Sozialen Medien ist der Warnstreik eines der Top-Themen. Außer Solidaritätsbekundungen mit den Bus- und Bahnfahrer*innen wird dort auch Kritik am von Verdi gewählten Zeitpunkt laut: In Corona-Zeiten riskiere man durch den Streik überfüllte Busse und Bahnen und nehme damit ein höheres Infektionsrisiko in Kauf.

Streik von Verdi: U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt stehen still

+++ 20.00 Uhr: Die Fahrer*innen des ÖPNV in Frankfurt sind am Dienstag (29.09.2020) dazu aufgerufen, zu streiken. Somit werden ab Betriebsbeginn alle neun U-Bahn-Linien sowie zehn Straßenbahnlinien stillstehen. Der Streik soll bis Mittwoch (30.09.3030) um 3 Uhr andauern. Die S-Bahn-Linien, Regionalzüge und Buslinien werden voraussichtlich trotz des Streiks wie gewohnt fahren.

Die VGF sowie die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiq empfehlen Fahrgästen, sich über Radiosender, das RMV-Servicetelefon unter 069/242480-24 oder über die Internetseite der RMV vor Fahrtantritt darüber zu informieren, ob die jeweilige Linie fährt oder welchen Ersatzverkehr es gibt.

ÖPNV: Auch Wiesbaden ist von den Warnstreiks betroffen

Update vom Montag, 28.09.2020, 16.52 Uhr: Die Warnstreiks der Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) finden laut der Gewerkschaft Verdi nicht nur in Frankfurt, sondern auch in Wiesbaden statt. Am Dienstag (29.09.2020) sind dort Streiks bei den Bussen der ESWE geplant. Am selben Tag sind auch Warnstreiks in Frankfurt geplant, die mit der Frühschicht beginnen und mit Spätschichtschluss enden. Hier sind Straßen- und U-Bahnen betroffen. Um welche Linien es sich genau handeln wird, ist bislang nicht bekannt.

Warnstreiks im ÖPNV: Auch Pendler in Frankfurt betroffen

Frankfurt – Nach der Ankündigung bundesweiter Warnstreiks rechnet Frankfurt am kommenden Dienstag mit massiven Einschränkungen bei den U- und Straßenbahnen. Es sei davon auszugehen, dass ab etwa 3 Uhr für 24 Stunden alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien betroffen seien, erklärte die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiq. Dies werde „viele Fahrgäste schmerzhaft treffen“.

S-Bahnen, Regionalzüge und Buslinien würden planmäßig verkehren, so dass sie als Alternative genutzt werden könnten. Fahrgästen wird empfohlen, möglichst kurz vor Fahrtantritt nocheinmal aktuelle Informationen einzuholen.

Frankfurt: Verdi hält sich zu Streikplänen im ÖPNV noch bedeckt

Gesicherte Informationen habe man allerdings selbst noch nicht, erklärte traffiq: „Da die Gewerkschaft ihre Streikstrategie nur begrenzt offenlegt, stehen diese Hinweise unter Vorbehalt und können sich auch kurzfristig ändern.“ Man werde im Internet, auf den Social-Media-Kanälen und mit Hinweisen insbesondere an die Radiosender regelmäßig und möglichst aktuell informieren.

Die Gewerkschaft Verdi wollte sich am Freitag noch nicht zur Frage äußern, was sie in Hessen plant. Sie hat zu bundesweiten Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen, um einen Tarifvertrag für alle Beschäftigten durchzusetzen. Die Arbeitgeber lehnten dies ab.

ÖPNV: Tarifverhandlungen in allen Bundesländern

Derzeit laufen in allen 16 Bundesländern die Verhandlungen über die jeweiligen Tarifverträge im ÖPNV. Zwar gehört dieser zum öffentlichen Dienst, doch mit den dort derzeit ebenfalls laufenden Tarifverhandlungen haben die Forderungen der Gewerkschaft nichts zu tun. Es handelt sich beim ÖPNV um Spartentarifverträge. Weil diese sich aus Sicht der Gewerkschaft im Laufe der Jahre in den einzelnen Ländern auseinanderentwickelt haben, möchte Verdi sie nun durch eine bundesweite Regelung ergänzen.

„Mit unseren Forderungen haben wir Vorschläge geliefert, wie sich die drängenden Fragen von Entlastung und Nachwuchsförderung lösen lassen“, teilte die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Christine Behle, am Freitag mit. „Dass die Arbeitgeber nicht einmal zu einer Verhandlung bereit sind, verhöhnt die Beschäftigten und torpediert jede Bemühung, eine Verkehrswende zu erreichen.“

Arbeitgeber verurteilen ÖPNV-Streiks: „Anschlag auf die Allgemeinheit“

Die Arbeitgeberseite verurteilte die Ankündigung scharf. Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Niklas Benrath, bezeichnete den Warnstreik als einen „Anschlag auf die Allgemeinheit“. Es sei „unverantwortlich, gerade in dieser krisengeplagten Zeit – denken Sie nur an die eingebrochenen Fahrgastzahlen und Einnahmen bei den Nahverkehrsbetrieben – das gesamte Land nunmehr mit einer Streikwelle zu überziehen.“

Ähnlich argumentierte auch der Städte- und Gemeindebund, der die Aktionen als „verheerendes Signal“ kritisierte. „Warnstreiks werden dazu führen, dass nur wenige Busse und Bahnen fahren, diese dann sehr voll sind und damit die Ängste der Nutzer zusätzlich erhöht werden“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Funke-Mediengruppe.

Auch die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) erklärte, dass wegen eines Aufrufs von Verdi* am Dienstag voraussichtlich keine Busse und Straßenbahnen in Kassel sowie in mehreren Vororten fahren. (Tobias Möllers)

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst haben keine Einigung gebracht. Auch hier sollen Warnstreiks nun den Druck erhöhen. (*hna.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks)

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