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Der Tod des Kindes ist ein Unglück, das Schweigen der Stadt ist ein Skandal

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Der Tod von Antonjo ist ein Unglück, das Schweigen der Stadt ist ein Skandal

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Vor knapp einer Woche stirbt ein kleiner Junge in einer städtischen Kita. Dass das passiert ist, ist sehr wahrscheinlich ein Unglück, das Schweigen der Stadt ist ein Skandal. Ein Kommentar.

Frankfurt - Vor knapp einer Woche starb der sechsjährige Antonjo in der Obhut einer städtischen Kindertagesstätte. Und noch immer gibt es kein offizielles Statement vonseiten der Stadt. Weder vom Bildungsdezernat noch von Oberbürgermeister Peter Feldmann, der ja bekanntlich nicht unbedingt als öffentlichkeitsscheu gilt. Das ist ein Armutszeugnis. 

Selbstverständlich handelt es sich um eine rechtlich brisante und ethisch hochkomplizierte Situation. Und niemand kann von den Verantwortlichen verlangen, dass sie sich inhaltlich zu den Geschehnissen äußern. 

Frankfurt: Tod von Kita-Kind, die Stadt schweigt

Aber es ist nicht zu viel verlangt, der Familie eines Kindes, das in der Obhut einer städtischen Kita, aus welchen Gründen auch immer, verstorben ist, offiziell das Beileid auszusprechen. Und es ist nicht zu viel verlangt, moralische und emotionale Unterstützung zu geben oder doch zumindest anzubieten. 

Das Gegenteil ist der Fall: Die Mutter wird im Sturm des Medieninteresses alleine gelassen, redet sich um Kopf und Kragen. Es wäre ein Leichtes für eine Stadt, ihr zur Seite zu springen: mit einem Medienberater, der sie schützt und aus der Schusslinie nimmt. Oder in dem die Stadt sich selbst ihrer eigenen Verantwortung stellt, Rede und Antwort steht, Transparenz vermittelt, den Willen zur Aufklärung beteuert. Am Ende verlangt zum aktuellen Zeitpunkt niemand mehr als Floskeln von der Stadt, aber das ist ja offenbar schon zu viel. Krisenmanagement: Fehlanzeige.

In Frankfurt-Seckbach stirbt ein Kind (6) in einer Kita. Frankfurter Politiker hüllen sich weiter in Schweigen. Jetzt werden Bürger aktiv.

Von Rebecca Röhrich

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