Wotan, Neuzugang im Frankfurter Kobelt-Zoo, kommt aus Freiburg, wo er in einem Park ausgesetzt worden ist: Steppenwarane sind unter Terrarien-Fans äußerst beliebt. 
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Wotan, Neuzugang im Frankfurter Kobelt-Zoo, kommt aus Freiburg, wo er in einem Park ausgesetzt worden ist: Steppenwarane sind unter Terrarien-Fans äußerst beliebt. 

Schwanheim

Frankfurt: Kobelt-Zoo hat einen exotischen Neuzugang

  • Michael Forst
    vonMichael Forst
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Der beliebte Kobelt-Zoo am Schwanheimer Waldrand in Frankfurt geht mit Zuversicht und einem neuen tierischen Bewohner seiner Wiedereröffnung entgegen.

  • Frankfurt: Kobelt-Zoo steht vor Neubeginn nach Corona-Pause
  • Steppenwaran Wotan ist exotischer Neuzugang des Tierparks
  • Insolvenz des Kobelt-Zoos vorerst abgewendet

Frankfurt - Die Zeichen im Schwanheimer Kobelt-Zoo stehen auf Neubeginn: Am Pfingstsonntag, 31. Mai, öffnet der beliebte Tierpark an der Schwanheimer Bahnstraße nach Wochen der Zwangsschließung wieder seine Pforten - mit begrenzter Besucherzahl und allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen.

Da passt es gut, dass gerade ein neuer Bewohner in das Terrarium der 17.000 Quadratmeter großen Anlage direkt am Schwanheimer Wald eingezogen ist: Steppenwaran Wotan bereichert als Exot die Menagerie der etwa 250 tierischen Bewohner, die von Kanarienvögeln und Zwergmangusten über Schweine, Esel, Ziegen, Ponys und Papageien bis hin zu kleinen Affen, Kängurus und Lamas reicht. Michael Rezagholinia, der Reptilienexperte im Kobelt-Zoo, hat Waran Wotan von einer Münchener Reptilien-Auffangstation übernommen, mit welcher die Schwanheimer Gesellschaft Dr. Wilhelm Kobelt, die den kleinen Zoo betreibt, gute Kontakte pflegt.

Frankfurter Kobelt-Zoo: Neuzugang Wotan wurde wahrscheinlich ausgesetzt

„Wotan wurde als Baby in einem Park in Freiburg gefunden, wo er ausgesetzt worden war“, berichtet Rezagholinia. „Vermutlich von überforderten Besitzern, die sich einfach mal ein exotisches Tier kaufen wollten - ohne ausreichend beraten worden zu sein.“ Höchstens zwei Jahre sei Wotan jetzt alt. Er misst derzeit gerade mal 20 Zentimeter vom Kopf bis zum Schwanz. Auf stolze 1,30 Meter Länge kann er es im ausgewachsenen Zustand bringen - und bis zu 20 Jahre alt werden, erklärt der Experte.

Er kennt sich mit Waranen bestens aus: Beim Immobilien-Erwerb in ihrer mittelafrikanischen Heimat sind Gesellen wie Wotan nicht eben zimperlich, erklärt Michael Rezagholinia: „Warane graben sich keine Höhlen selbst, sondern fressen die Besitzer wie Riesenheuschrecken, Skorpione oder kleinere Echsen einfach auf und ziehen dann ein.“

Im Kobelt-Zoo konnte er sich hingegen ins gemachte Nest setzen: In Nachbarschaft zur gelben Anakonda Olli wohnt Wotan nun in einem geräumigen Terrarium mit einem Erde-Sand-Gemisch als Untergrund; verschiedene Korkröhren dienen zum Verstecken, große und kleine Äste bieten Klettermöglichkeiten. Die große Wurzel eines umgestürzten Baumes dient ihm als Schlafhöhle und Sonnenplatz gleichermaßen.

Insolvenz vom Kobelt-Zoo in Frankfurt vorerst abgewendet

Unter der Wurzel hält er sich auch beim Termin mit dieser Zeitung versteckt. Nur kurz lugt das Köpfchen hervor. „Er sieht aus wie ein Miniaturdrache“, findet Mitarbeiterin Sarah Rezagholinia, die Frau von Michael. „Deshalb dürften ihn gerade unsere jüngeren Besucher schnell ins Herz schließen“, glaubt sie, schränkt aber ein: „Bei der Wiedereröffnung müssen unsere Innenräume wie das Echsenhaus leider geschlossen bleiben. Denn dort können wir die Abstandsregelungen nicht einhalten.“ Große Fotos sollen die Besucher aber über den scheuen Neuzugang und seine Mitbewohner im Reptilienhaus - vier Bartagamen, eine Kornnatter, eine Kettennatter und das Jemen-Chamäleon Norbert - informieren. Überhaupt zählt das rührige Team um Zoo-Leiterin Elke Diefenhardt erwartungsvoll die Tage bis zur Wiedereröffnung. 

Dank der überwältigenden Hilfsbereitschaft der Schwanheimer in den vergangenen Wochen sei das Schreckgespenst des finanziellen Kollapses des Kobelt-Zoos vorerst verjagt, wie die Chefin des ehrenamtlich betriebenen Zoos berichtet. Und auch wenn demnächst die komplette in die Jahre gekommene Elektrik für viel Geld erneuert werden muss, kann Elke Diefenhardt dennoch verkünden: „Durch den Sommer kommen wir auf jeden Fall - dann sehen wir weiter.“ 

Michael Forst

Einen gelungenen Neustart nach der Corona-Zwangspause feierte der Kobelt-Zoo in Frankfurt.

Großer Andrang: Im Opel-Zoo in Kronberg gelten wegen Corona Einlassbeschränkungen und Abstandsregeln. Ein erster Test mit großem Andrang scheint zu funktionieren. Ebenso erlebte der Wildpark Klein-Auheim in Hanau* einen Besucheransturm, denn die erlaubte Besucherzahl ist stark begrenzt.

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