Schwanheim

Kobelt-Zoo feiert gelungenen Neustart – und hat einen neuen Besucherliebling

  • vonAlexandra Flieth
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Der Kobelt-Zoo in Frankfurt-Schwanheim öffnet seine Pforten. Die Corona-Sicherheitsregeln schrecken Gäste nicht ab.

  • Der Kobelt-Zoo in Frankfurt-Schwanheim öffnet wieder
  • 50 Besucher dürfen gleichzeitig in den ehrenamtlich betriebenen Tierpark
  • Die Besucher nehmen Corona-Maßnahmen gern in Kauf

Frankfurt - Vier Wochen später als üblich öffnete der Kobelt-Zoo in Frankfurt-Schwanheim am Pfingstsonntag erstmals in der neuen Saison seine Pforten - ohne Auflagen ging es aber nicht. Die Besucher zeigten sich gelassen. Gerade Familien und Senioren, so war von so manchem Wartenden zu hören, fieberten der Öffnung des kleinen Tierparks an der Schwanheimer Bahnstraße entgegen. Da machte es auch niemanden etwas aus, mit Abstand in der Schlange zu stehen und auf den Einlass zu warten.

Pünktlich um 11 Uhr ging es los, bereits eine Stunde später zählte Monika Greitzke vom Vorstand des Kobelt-Zoos, dessen Träger der Verein „Gesellschaft Prof. Dr. Kobelt“ ist, die ersten 100 Besucher. Um den Überblick zu behalten, postierte sie sich direkt am Eingang und zählte mit Tischtennisbällen die Anzahl der Gäste, die auf 50 Personen gleichzeitig begrenzt ist.

Kobelt-Zoo in Frankfurt: Eintritt nur mit Mund-Nasen-Schutz

Neben der Einlassbegrenzung durfte nur rein, wer einen Mund-Nasen-Schutz trug. Für jeden galt zudem, die Abstandsregelungen zu beachten. Auch ist der Spielplatz geschlossen und vorerst werden keine Speisen und Getränke verkauft, wie sonst üblich.

Im ganzen Park verteilt postierten sich 15 ehrenamtliche Helfer, ausgestattet mit Walkie-Talkie, um miteinander zu kommunizieren und die Einhaltung der Regeln im Auge behalten zu können. Ein Einbahnstraßen-System trennte die Besucher voneinander. Absperrbänder und Poller teilten den Weg durch den Park und vor dem Eingang so auf, dass Besucher nur in eine Richtung hinein- und in die andere Richtung wieder hinauslaufen können.

Frankfurt: Kobelt-Zoo hat mehr als 250 Tiere

Das System, das Teil eines umfassenden Hygienekonzeptes ist, garantiert auch in den kommenden Wochen und Monaten, dass neu ankommende und wieder gehende Besucher sich nicht in die Quere kommen. „Das Konzept haben wir mit dem Gesundheitsamt Frankfurt erarbeitet“, erklärte Greitzke.

Mehr als 250 Tiere - vom weißen Waschbären über Ponys, Lamas und Affen bis hin zu zahlreichen Kleintieren wie Schildkröten, Kaninchen und Vögel sind auf der rund 17.000 Quadratmeter großen Fläche zu Hause und werden von ehrenamtlichen Helfer gepflegt und gefüttert.

Es ist eine grüne Oase am Schwanheimer Wald, die von Besuchern kostenfrei besichtigt werden kann. Wer möchte, der kann etwas für die Tiere und die Arbeit im Zoo spenden oder auch eine Patenschaft für eines der tierischen Bewohner übernehmen.

Frankfurt: Streichelverbot im Kobelt-Zoo

Zahlreiche Besucher spendeten zum Saisonstart und warfen kleinere Geldbeträge, manchmal auch Scheine, in ein großes rosafarbenes Sparschwein direkt am Eingang. Das ist wichtig, damit der Betrieb des kleinen Tierparks aufrechterhalten werden kann.

„Auf diesen Moment haben wir uns alle sehr gefreut“, betonte Greitzke, die seit 30 Jahren dabei ist. Die Situation sei in diesem Jahr für jeden Helfer ganz neu. Und auch für die Tiere des Kobelt-Zoos war der Start in die Saison sichtbar spannend. Neugierig beobachteten alle, was da vor ihren Gehegen so vor sich ging. Ganz wichtig: Streicheln oder füttern ist nicht erlaubt. Denn auch die Tiere können sich mit dem Coronavirus anstecken. Und das möchten alle Akteure verhindern.

Kobelt-Zoo in Frankfurt hat neuen Besucherliebling

Lama-Baby Hermine entwickelte sich schon am Eröffnungstag zu einem Besucherliebling, besonders bei Kindern. Mit seinem dunklen Fell hatte es sich zwischen seine erwachsenen Artgenossen gelegt und genoss die wärmende Sonne. Genauso wie die Enten und Gänsen, die Kaninchen, Schildkröten, Ponys oder auch die kleinen Weißbüschelaffen mit ihrem noch kleineren Nachwuchs, die aufmerksam von vorderster Front auf die Gäste blickten, die vorbeiliefen.

Der Kobelt-Zoo, Schwanheimer Bahnstraße 5, hat vorerst immer nur sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. 

ALEXANDRA FLIETH

Der beliebte Kobelt-Zoo am Schwanheimer Waldrand in Frankfurt geht mit Zuversicht und einem neuen tierischen Bewohner seiner Wiedereröffnung entgegen.

Rubriklistenbild: © Maik Reuß

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