Ein Mitarbeiter verteilt die Unterlagen im Briefwahlzentrum in der Messehalle 3.
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Ein Mitarbeiter verteilt die Unterlagen im Briefwahlzentrum in der Messehalle 3.

Wahl 2021

Kommunalwahl in Frankfurt: Pannen bei der Briefwahl - Etliche Bürger konnten nicht wählen

  • Julia Lorenz
    VonJulia Lorenz
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Im Vorfeld der Kommunalwahl in Frankfurt wurden fast 170.000 Briefwahlanträge gestellt. Doch offenbar gab es Probleme mit der Zustellung.

  • Am Sonntag (14.03.2021) fand die Kommunalwahl in Hessen statt.
  • Aufgrund der Corona-Pandemie nutzten viele Wähler die Möglichkeit der Briefwahl - doch es gab Probleme.
  • Kommunalwahl-News*: Alle Ergebnisse der Wahl in Hessen im Überblick.

Frankfurt - Rund um die Briefwahl kam es in Frankfurt zu einigen Pannen: Nicht nur wurden blanke Stimmzettel ohne Parteien- und Politikernamen verschickt, etliche Unterlagen kamen erst gar nicht bei den Wählern an. Viele Betroffene gingen deshalb gestern in ihr Wahllokal vor Ort und fragten nach, was zu tun sei. Das Problem: Ohne Wahlschein kann man im Wahllokal nicht wählen. Ersatz-Wahlscheine konnte man zwar noch in den Bürgerämtern an der Zeil und in Höchst beantragen, aber nur bis 15 Uhr.

"Tatsächlich haben etliche Wählerinnen und Wähler keine Briefwahlunterlagen bekommen", sagte gestern Günter Murr, Sprecher des für Wahlen zuständigen Dezernenten Jan Schneider (CDU). "Wir haben in den vergangenen Tagen mehrfach bei der Deutschen Post nachgefragt, aber sie haben uns versichert, dass es keine Probleme mit der Zustellung gibt." Eine Zahl, wie viele Wähler ihre beantragten Unterlagen nicht erhalten haben, könne er jedoch nicht nennen.

Kommunalwahl in Frankfurt: Probleme bei der Briefwahl

Allerdings wusste Murr zu berichten, dass es am Samstag und Sonntag ein "größeres Aufkommen" bei den Bürgerämtern in der Innenstadt und in Höchst gegeben habe, um Ersatz-Wahlscheine zu beantragen. Und "sehr viele" Briefumschläge seien noch in den Briefkästen gelandet - allein an der Zeil sollen es gestern 5000 gewesen sein. "Wir haben alles dafür getan, um jedem die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen", so Murr.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 169 808 Briefwahlanträge gestellt - so viele wie nie zuvor. Allein für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung wurden seit dem 1. Februar 154 119 Stimmzettel in den Briefwahllokalen ausgegeben oder verschickt. Das heißt: Gut 30 Prozent der Wahlberechtigten haben einen Briefwahlantrag gestellt. Im Vergleich zur Kommunalwahl 2016 hat sich die Zahl verdreifacht. Wie viele Bürger, ihre Stimmzettel auch wieder zurückgeschickt haben, wird aber erst das Endergebnis zeigen. (Julia Lorenz) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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