Wenige Tage nach dem Tod zweier Menschen durch einen Unfall in Frankfurt wird bei einer Mahnwache der Opfer gedacht.
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Wenige Tage nach dem Tod zweier Menschen durch einen Unfall in Frankfurt wird bei einer Mahnwache der Opfer gedacht.

Zwei Tote

Tödlicher Unfall in Frankfurt: Menschen gedenken der Opfer – Anwohner fordern nun Blitzer

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  • Theresa Lippe
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  • Christian Weihrauch
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  • Tim Vincent Dicke
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Bei einem tödlichen Unfall mit einem SUV in Frankfurt sterben zwei Menschen. In einer Petition wird ein geringeres Tempolimit gefordert. Außerdem sollen Blitzer aufgestellt werden.

  • Am Samstag (22.11.2020) ereignet sich ein tödlicher Unfall in Frankfurt.
  • Bei einer Mahnwache gedenken zwei Dutzend Menschen der Unfallopfer.
  • Das Straßenverkehrsamt will nun mobile Blitzer im Ostend von Frankfurt aufstellen.

+++ 15.09 Uhr: Nachdem am Wochenende zwei Personen bei einem schweren Verkehrsunfall im Ostend in Frankfurt ums Leben gekommen sind, fordern Anwohner und der Ortsvorsteher nun Konsequenzen. Es gibt sogar eine Online-Petition, die bisher über 1600 Leute unterschrieben haben.

Ortsvorsteher Herrman Steib (Grüne) sagte gegenüber der Hessenschau, der Ortsbeirat habe auch in der Vergangenheit schon gefordert, dass auf dem betroffenen Straßenabschnitt geblitzt werden müsse. „Die Antwort der Ämter war aber immer, dass man sich im Wesentlichen auf die Strecken beschränken müsse, wo man vermehrt Unfälle befürchtet“, so Steib.

In den beiden Straßen im Ostend in Frankfurt sei tatsächlich bisher kein Unfallschwerpunkt festgestellt worden, sagte Rainer Michaelis vom Frankfurter Straßenverkehrsamt der Hessenschau. Das bestätigt auch die Polizei. Bei den wenigen Unfällen sei der Grund aber immer überhöhte Geschwindigkeit gewesen. Deshalb möchte das Straßenverkehrsamt nun mobile Blitzer aufstellen und eine mögliche Tempo-30-Zone prüfen.

Unfall in Frankfurt: Mahnwache mit zwei Dutzend Menschen

Update vom Mittwoch, 25.11.2020, 11.15 Uhr: Am Wochenende kamen zwei Menschen im Ostend in Frankfurt durch einen Unfall ums Leben. Am Dienstag (24.11.2020) haben sich am Unfallort rund zwei Dutzend Menschen versammelt, um den Verstorbenen bei einer Mahnwache* zu gedenken. Unter den Trauernden war Sylke Petry vom Verein Fuß e.V. Sie fordert im Hinblick auf den 38-jährigen mutmaßlichen Raser und den tödlichen Unfall Tempo 30 überall in der Frankfurter Innenstadt.

Unterstützung erhält Petry von Mathias Biemann vom Verkehrsclub Deutschland, der zu der Mahnwache aufgerufen hatte. Biemann fordert darüber hinaus aber auch die Drosselung von hochmotorisierten Fahrzeugen. Er erinnert daran, dass die Menschen in ihren Fahrzeugen immer sicher säßen, während man zu Fuß oder mit dem Rad in Frankfurt nach wie vor weitgehend ungeschützt unterwegs sei.

Tödlicher Unfall in Frankfurt: Zwei Menschen kommen durch SUV ums Leben

Update vom Dienstag, 24.11.2020, 13.21 Uhr: Drei Tage nach einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten im Ostend von Frankfurt sucht die Polizei nach weiteren Hinweisen. Zwar hätten sich inzwischen rund 20 Zeugen gemeldet, allerdings gebe es keine neuen Erkenntnisse, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hoffen unter anderem, dass der Unfallhergang am Samstag (21.11.2020) zufällig mit einer Handykamera oder einer Dashcam gefilmt wurde.

Ein BMW ist im Frankfurter Ostend schwer verunglückt. Zwei Menschen starben bei dem Unfall.

Unfall in Frankfurt: BMW-Fahrer verliert die Kontrolle über seinen Wagen

Der 38-jährige Fahrer des BMW soll nahe der Europäischen Zentralbank in Frankfurt an einer grünen Ampel stark beschleunigt und dann die Kontrolle über sein PS-starkes Auto verloren haben. Er überfuhr einen 27-jährigen Fahrradkurier und erfasste zwei 61 und 31 Jahre alte Fußgänger auf einem Gehweg.

Der 61-Jährige und der 27-Jährige starben, die 31-Jährige wurde schwer verletzt. Dem leicht verletzten Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen, deren Untersuchungsergebnis laut Polizei noch nicht vorliegt. Die Frankfurter Regionalgruppe des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) rief für Dienstagnachmittag zu einer Mahnwache auf.

Tödlicher Unfall in Frankfurt: Grundsätzliche Geschwindigkeitsbegrenzung gefordert

+++ 21.30 Uhr: Wie es scheint, hat der Osten von Frankfurt ein Problem mit Autofahrern, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. Der tödliche Unfall am Samstag (21.11.2020) hat jetzt bei einigen Anwohnern das Fass zum Überlaufen gebracht. Einer von ihnen hat eine Online-Petition gestartet. Das Ziel: Eine grundsätzliche Geschwindigkeitsbegrenzung.

+++ 16.28 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall mit einem BMW in Frankfurt sucht die Polizei weiter nach Zeugen. Am Montag wandte sie sich insbesondere an Personen, die eventuell Filmaufnahmen (per Handy oder Dashcam) des Unfalls aufgenommen haben. Diese Zeugen werden von der Frankfurter Polizei gebeten, sich mit dem 5. Polizeirevier unter der Telefonnummer 069-75510500 in Verbindung zu setzen. Bei dem Unfall in Frankfurt waren am Samstag zwei Menschen ums Leben gekommen.

Update vom Montag, 23.11.2020, 7.54 Uhr: Nach derzeitigem Kenntnisstand geht die Polizei Frankfurt davon aus, dass der 38-jährige Fahrer alleine in seinem SUV saß, als es zu dem tödlichen Unfall kam. Der Mann war mit seinem BMW gegen eine Hauswand geprallt und hatte drei Menschen schwer verletzt. Zwei erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Hinweise darauf, dass der Fahrer des SUVs unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gestanden habe, gibt es laut Polizei Frankfurt derzeit nicht. Auch sei der Polizei bislang noch unbekannt, ob der 38-Jährige in der Vergangenheit bereits wegen zu schnellen Fahrens aufgefallen sei.

Nach tödlichem Unfall mit SUV in Frankfurt: „Lieferando“-Fahrer sprechen über Arbeitssicherheit

Währenddessen haben sich am Sonntagnachmittag (22.11.2020) über 50 Fahrerinnen und Fahrer des Lieferdienstes „Lieferando“ am Unfallort in der Oskar-von-Miller-Straße im Frankfurter Ostend versammelt, um sich von ihrem bei dem Unfall tödlich verunglückten Kollegen zu verabschieden. Wie die „Bild“ zuerst berichtete, zündeten sie dabei auch Grabkerzen an der Unfallstelle an.

Auf Twitter sehen verschiedene Fahrerinnen und Fahrer des Lieferdienstes „Lieferando“ den tödlichen Unfall ihres Kollegen in Frankfurt zudem als Anlass, um erneut auf die ihrer Ansicht nach wie vor unzureichenden Arbeitsschutzmaßnahmen des Unternehmens aufmerksam zu machen. „Muss erst ein Lieferando Rider sein Leben verlieren, damit unser Arbeitgeber endlich dafür sorgt, dass wir besser geschützt werden“, fragt ein Nutzer auf Twitter.

Ein Autofahrer kracht in Frankfurt gegen eine Hauswand und erfasst drei Menschen.

Hierbei handelt es sich nicht um den einzigen tödlichen Unfall in Frankfurt in den letzten Tagen. Zuletzt wurde am Montagmorgen (23.11.2020) in Frankfurt im Stadtteil Bergen-Enkheim ein Mann überfahren. Er verstarb noch am Unfallort.

BMW rast in Fußgänger und Radler: Zwei Menschen sterben bei Unfall im Frankfurter Ostend - Polizei nennt neue Details

+++ 16.24 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall in Frankfurt, bei dem auch ein Fahrradkurier eines Lieferdienstes ums Leben kam, hat das Unternehmen Stellung bezogen. „Wir sind tief betroffen von diesem tragischen Unfall. Unsere Gedanken sind bei allen Opfern, ihren Familien, Freunden und Kollegen. Wir werden dafür sorgen, dass die Familie unseres Kollegen bei der Bewältigung dieses enormen Verlustes alle notwendige Unterstützung erhält“, hieß es von einem Sprecher. Das Unternehmen stehe mit der Polizei und den zuständigen Behörden in Kontakt.

Update vom Sonntag, 22.11.2020, 15:36 Uhr: Der schwere Unfall mit zwei Toten in Frankfurt erinnert an einen ähnlichen Fall aus 2019 in Berlin. Damals war im Stadtzentrum ein SUV von der Straße abgekommen und vier Fußgänger tödlich verletzt. Der tragische Vorfall löste eine große Diskussion aus, Forderungen nach Obergrenzen für große SUVs in den Innenstädten wurden laut, da diese angeblich durch ihr Gewicht angeblich besonders schwere Unfälle verursachen können. Es gebe aber nach Einschätzung von Experten aus der Unfallforschung und der Polizei keine Hinweise darauf, ob der Vorfall in Berlin mit einer ähnlich schweren Limousine anders verlaufen wäre.

Unfall mit SUV in Frankfurt erinnert an einen Vorfall aus Berlin

Insgesamt gehen die schweren Unfälle zurück. Im ersten Halbjahr 2020 erreichte die Zahl der Unfalltoten bundesweit einen historischen Tiefstand. Das liegt unter anderem an moderner Technik in den Fahrzeugen, wie Assistenzsystemen, aber auch das Verkehraufkommen selbst ist durch die Corona-Pandemie gesunken.

Update vom Sonntag, 22.11.2020, 12.45 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall mit zwei Opfern in Frankfurt hat die Polizei neue Details zum Unfallhergang veröffentlicht. Sie vermutet, dass überhöhte Geschwindigkeit die Ursache für den Unfall war. Demnach gab der 38-jährige Mann aus Frankfurt mit seinem BMW X6 an der Ampelanlage Sonnemannstraße / Uhlandstraße kräftig Gas und verlor in der Folge die Kontrolle über seinen Wagen.

Er kam von der Straße ab und raste auf den parallel verlaufenden Rad-/Gehweg. Dort erfasste er einen 27-jährigen Frankfurter, der als Kurierfahrer mit seinem Rad unterwegs war. Danach touchierte er einen dort geparkten Pkw und erfasste zwei Fußgänger. Bei den beiden handelte es sich um einen 61-jährigen Mann aus dem Ostalbkreis (gestern irrtümlich als 62 Jahre alt gemeldet) und eine 31-jährige Frankfurterin. Danach prallte der BMW gegen den Betonpfeiler der Hausfassade Oskar-von-Miller-Straße 5. Der 61 Jahre alte Mann und der Fahrradkurier erlagen ihren Verletzungen. Nach dem tödlichen Unfall in Frankfurt nahm die Polizei Blut des 38 Jahre alten Mannes ab und stellte seine Führerschein sicher.

Frankfurt: Tödlicher Unfall mit BMW - Polizei nennt neue Details

Update vom Sonntag, 22.11.2020, 11.11 Uhr: Die Polizei hat neue Details zu dem tödlichen Unfall mit zwei Opfern in Frankfurt bekanntgegeben. Als Ursache hält sie überhöhte Geschwindigkeit des 38-jährigen Fahrers aus Frankfurt für sehr wahrscheinlich. Gleichzeitig gibt es gute Nachrichten: Der Zustand der schwer verletzten 31-jährigen Frau aus Frankfurt hat sich stabilisiert.

Update vom Sonntag, 22.11.2020, 08.54 Uhr: Bei einem tödlichen Unfall in Frankfurt sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Fahrer eines BMW verlor gegen 16 Uhr in einer Linkskurve im Bereich der Oskar-von-Miller-Straße und der Sonnemannstraße die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen eine Hauswand. Dabei wurden drei Menschen auf dem Bürgersteig zunächst schwer verletzt. Ein 62-jähriger Mann und ein Radkurier, dessen Personalien noch nicht feststehen, starben kurze Zeit später im Krankenhaus. Die Polizei nimmt sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 069-75510500 entgegen.

Unfall in Frankfurt: Polizei schließt Attentat aus

Update vom Sonntag, 22.11.2020, 06.40 Uhr: Die Polizei in Frankfurt sucht nach dem schweren Unfall eines SUV mit mehreren Menschen auf einem Bürgersteig nach den Ursachen. Ein Polizeisprecher schloss am frühen Sonntagmorgen sowohl ein Autorennen als auch ein Attentat als Grund aus. Genaueres zur Unfallursache wisse man noch nicht, ein Gutachter untersuche den Fall. Zeugen würden gesucht.

Zuvor hatte ein Sprecher gesagt, gegen den Autofahrer werde ermittelt, beispielsweise, ob er zu schnell gefahren sei. Die Identität des Autofahrers mittleren Alters stand nach Polizeiangaben zunächst nicht fest. Er sei nicht schwer verletzt worden. Er sei auf eine Polizeidienststelle mitgenommen worden, um seine Personalien zu klären und seine Aussage aufzunehmen.

BMW fährt auf Bürgersteig und erfasst mehrere Menschen: Zwei Tote und Verletzte

+++ 19.14 Uhr: Nach Informationen der „Hessenschau“ sind bei dem schweren Unfall in Frankfurt zwei Menschen ums Leben gekommen. Neben einem dritten Schwerverletzten habe auch der Fahrer Verletzungen abbekommen. Ein Sprecher der Polizei konnte diese Information weder bestätigen noch verneinen.

Schwerer Unfall in Frankfurt: BMW-SUV kracht gegen Hauswand und erfasst mehrere Menschen

Erstmeldung vom Samstag, 21.11.2020, 18.35 Uhr: Frankfurt – In Frankfurt ist es am Samstagnachmittag (21.11.2020) zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren verletzten Personen gekommen. Dies bestätigte die Polizei auf Nachfrage.

Gegen 16 Uhr prallte ein Auto auf der Sonnemannstraße im Frankfurter Ostend vor dem dortigen Supermarkt unweit der EZB gegen eine Hauswand. Laut einem Sprecher der Polizei Frankfurt handelt es sich bei dem verunglückten Fahrzeug um einen SUV der Marke BMW, beim Abbiegen sei es zu dem Unfall gekommen.

Aktuell ist von mehreren Verletzten die Rede, die Polizei Frankfurt sprach von zwei Schwerverletzten, die Feuerwehr von drei. Darunter befindet sich auch eine Person auf einem Fahrrad, welche von dem BMW erfasst und schwer verletzt wurde. Alle Personen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Unfall mit Schwerverletzten in Frankfurt: Hintergründe und Ursache noch unklar

Die Verbindungsstraße zwischen der Frankfurter Innenstadt und dem Ostend musste voll gesperrt werden. Die Rettungskräfte sind mit vielen Kräften vor Ort. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist derzeit völlig unklar. Die Polizei Frankfurt hat die Ermittlungen übernommen. (tvd/chw) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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