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Symbolbild: Ein Junkie bricht immer dann in Frankfurt ein, wenn er kein Geld für Nachschub mehr hat. In einer Wohnung vergisst er etwas, kurze Zeit später nimmt ihn die Polizei fest

Vor Gericht

Mädchen entdeckt nach Einbruch Messer – DNA führt zu Täter

Ein Junkie bricht immer dann in Frankfurt ein, wenn er kein Geld für Nachschub mehr hat. In einer Wohnung vergisst er etwas, kurze Zeit später nimmt ihn die Polizei fest.

Frankfurt - Es geschah am helllichten Tag. Ohne Scheu vor den Blicken der Nachbarn machte sich ein 29 Jahre alter Mann im August vergangenen Jahres an einem Balkonfenster in der Albert-Blank-Straße nahe des Sindlinger Bahnhofs zu schaffen. 

Das Eindringen in die Wohnung bereitete ihm keine Schwierigkeiten - in den Monaten zuvor hatte er sich mehrfach auf diese Weise betätigt, besonders wenn die Crack- und Kokainvorräte aufgebraucht waren und kein Geld für Nachschub zur Verfügung stand.

Einbruch in Frankfurt

In Sindlingen hatte der Mann seine Ruhe. Das Mieter-Paar war fort. Die schulpflichtige Tochter kam erst am Nachmittag nach Hause - sie entdeckte das Durcheinander, das der Einbrecher hinterlassen hatte. Uhren und kostbare, im Türkei-Urlaub gekaufte Armreifen waren in die Hände des Täters gefallen. Doch es gab für das Mädchen auch eine Entdeckung zu machen: In der Küche lag ein kleines Messer, das wohl vom Einbrecher stammte. Wie sich später herausstellte, trug es DNA-Spuren von dem polizeibekannten Kriminellen enthielt. Dadurch wurde es zum Schlüssel für die zeitnahe Aufklärung dieses Kriminalfalles.

Einbrecher vor Frankfurter Gericht

Gestern musste der Mann vor das Amtsgericht. Der Richter hatte für den Fall zwei Schöffen dazu gezogen, so dass nicht in Höchst verhandelt werden konnte. Zunächst sah es so aus, als ob die Strafe etwas höher ausfallen werde; der Angeklagte leugnete, in der fremden Wohnung gewesen zu sein.

Doch als ihm die Verfahrensbeteiligten gut zuredeten und ihn besonders auf das schlagende Beweisstück hinwiesen, gestand er doch. Zwischenzeitlich sitzt er ohnehin wieder wegen anderer Drogen-Beschaffungsdelikte in Haft.

Die Sindlinger Tat schlug am Ende mit einem Jahr und acht Monaten Haft zu Buche - ohne Bewährung, denn ohne eine Therapie sei schlecht von einer positiven Zukunftsprognose auszugehen, hieß es im Urteil. (ge)

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