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Ausweichquartiere nötig: Wenn das Haupthaus der Bundesbank saniert wird, müssen die Mitarbeiter ausziehen. 

Umzugs-Welle

Sanierung der Bundesbank: Mehr als 2000 Mitarbeiter müssen in die Innenstadt

2000 Mitarbeiter müssen ausziehen, wenn die Bundesbank ihren Hauptsitz am Dornbusch saniert. Die Zentralbank hat nun ein weiteres Interimsquartier gemietet. Denn das Haupt-Ausweichquartier steht erst später als zunächst geplant zur Verfügung.

Frankfurt - Nun ist es bestätigt: Die Sanierung der Bundesbank wird frühestens im späteren Jahr 2021 beginnen können. Denn "für den Sommer 2021" ist nun vorgesehen, dass einige der Zentralbanker in ein weiteres Übergangsquartier ziehen, wie die Bundesbank mitteilt.

Dafür habe sie das Signaris-Gebäude von der LBBW Immobilien Asset Management angemietet. Es liegt am Francois-Mitterand-Platz nahe der Mainzer Landstraße am Rand des Bahnhofsviertels. Mit rund 13 500 Quadratmetern Büro- und Archivfläche wird die Bundesbank Hauptmieter im Signaris. Die Büros dienten "als zusätzliches Übergangsquartier für die Zeit der Bauarbeiten" am Hauptsitz.

Frankfurt-Dornbusch: Sanierung der Bundesbank sollte ursprünglich früher beginnen

Ursprünglich hatte die Bundesbank schon früher mit den Sanieren und Ausbauen ihres 50 Jahre alten Hauptstandortes an der Wilhelm-Epstein-Straße am Dornbusch beginnen wollen. Dort sollen künftig alle 5000 Mitarbeiter zusammengezogen werden. Als Haupt-Ausweichquartier hatte die Bank bereits Ende 2017 das Frankfurter Büro-Center (FBC) angemietet. Das Hochhaus, Baujahr 1981, liegt genau gegenüber dem Signaris-Gebäude auf der anderen Straßenseite der Mainzer Landstraße.

Frankfurt: Bundesbank zieht ein, alter Mieter muss raus

Damit die Bundesbank dort einziehen kann, muss aber der derzeitige Mieter, die Rechtsanwaltskanzlei Clifford Chance, ausziehen. Sie will in den Neubau "Junghof Plaza" an der Junghofstraße in der Innenstadt wechseln. Dessen ursprünglich bereits für Mitte dieses Jahres vorgesehene Fertigstellung hat sich aber verzögert.

"Voraussichtlich Mitte 2021" könnten die neuen Mieter einziehen, hatte der künftige Gebäudeeigentümer in dieser Zeitung angekündigt. Als Grund für die Verzögerung wurde dabei die besonders hohe Komplexität des Bauens innerhalb des Bestandes der umliegenden Bauten angegeben.

Frankfurt: Mehr als 2000 Bundesbank-Mitarbeiter müssen umziehen

Insgesamt werden mehr als 2000 Bundesbank-Beschäftigte während der Sanierung und Erweiterung der Zentrale in verschiedene Interims-Standorte in der Innenstadt umziehen, erklärt die Zentralbank. Das Vorhaben ist ein Mega-Projekt, unter anderem sollen drei Hochhäuser das 217 Meter breite Bundesbank-Hochhaus ergänzen. Dass das viel Zeit benötigt, wissen die Zentralbanker: Im Signaris haben sie sich vorsichtshalber gleich für zehn Jahre eingemietet.

dpg

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