Schneeschmelze und Regen

Überflutungen in Frankfurt: Neue Prognosen zum Main-Hochwasser – Die Stadt warnt Fußgänger

Alle Autoren
    schließen
  • Teresa Toth
    Teresa Toth
  • Kerstin Kesselgruber
    Kerstin Kesselgruber
  • Marcel Richters
    Marcel Richters

In Frankfurt tritt der Main über die Ufer. Laut dem Hochwasserportal Hessen soll sich die Lage aber nicht weiter zuspitzen.

  • Aufgrund der Schneeschmelze und von anhaltendem Regen droht in Frankfurt* Hochwasser.
  • In der Region liefen aufgrund der Wassermassen bereits Keller voll und der Strom fiel aus.
  • Für die richtige Vorbereitung auf die Überschwemmungen stellt die Stadt Frankfurt Informationen zur Verfügung.

Update vom Sonntag, 07.02.2021, 11.19 Uhr: Die Hochwasser-Lage rund um Frankfurt soll sich in den kommenden Stunden nicht weiter zuspitzen. Am Samstag waren die Pegel des Main an den Messstationen am Osthafen und in Raunheim noch deutlich gestiegen, „eine weitere Verschärfung der Abflusslage und ein stärkeres Ansteigen der Pegelstände wird hier nicht erwartet“, teilte das Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) aber am Sonntag (07.02.2021) mit. Am Osthafen stand der Pegel am Sonntag bei 3,06 Metern. Die Meldestufe I ist damit weiter deutlich unterschritten, diese liegt bei 3,40 Metern. Laut Prognose soll diese auch in den kommenden Tagen nicht überschritten werden, der Pegel soll am Osthafen maximal auf 3,35 Meter ansteigen.

Etwas angespannter ist die Lage nach dem Zufluss der Nidda in den Main. Der Pegel in Raunheim stand laut Messungen am Sonntag bei 3,50 Metern, die Meldestufe I ist damit um zehn Zentimeter überschritten. Die Meldestufe II (3,80 Meter) soll laut Prognosen des Hochwasserportals Hessen aber nicht erreicht werden, zumal der Scheitel der Nidda in Bad Vilbel voraussichtlich am Sonntagnachmittag noch unter der Meldestufe II erwartet wird. Die Stadt Frankfurt warnt Fußgänger weiterhin vor den Gefahren des Hochwassers. Das Mainufer in der Innenstadt solle nicht betreten werden.

Die Hochwasser-Lage in Frankfurt soll sich nicht weiter verschärfen. Von Besuchen des Mainufers rät die Stadt Frankfurt aber dringen ab.

Update vom Samstag, 06.02.2021, 13.27 Uhr: Noch immer verzeichnet das Hochwasserportal steigende Wasserstände für den Main bei Frankfurt. Wie in einer früheren Meldung bereits angekündigt, erreichte der Pegel Raunheim mit einem Wasserstand von 340 Zentimetern nun die Meldestufe 1. Im Laufe des Samstags (06.02.2021) soll diese noch überschritten werden. Ab einem Wasserstand von 340 Zentimetern wird offiziell von Hochwasser gesprochen.

Laut der 24-Stunden-Vorhersage des Hochwasserportals Hessen könnte der Wasserstand des Mains beim Pegel Raunheim noch auf 375 Zentimeter steigen. Der Pegel am Osthafen in Frankfurt steht inzwischen bei 300 Zentimeter und nähert sich damit ebenfalls der Meldestufe 1. Gestern zeigte dieser Pegel noch 276 Zentimeter an.

Frankfurt droht Hochwasser: Versicherungsschutz so schnell wie möglich überprüfen

Update vom Freitag, 05.02.2021, 13.26 Uhr: Hochwasser herrscht in Frankfurt offiziell noch nicht. Doch vielerorts am Main sorgen Überschwemmungen schon für nasse Füße. Und die Gefahr eines tatsächlichen Hochwassers bleibt weiter bestehen. Laut Informationen des Hochwasserportals Hessen vom Freitag (06.02.2021), soll es am Main „im Tagesverlauf zu leicht steigenden Wasserständen an den Pegeln Frankfurt-Osthafen und Raunheim“ kommen. Am Pegel Raunheim werde am Samstag (06.02.2021) mit einer leichten Überschreitung der Meldestufe 1 gerechnet.

Der Pegel am Osthafen in Frankfurt stand am Freitag um 10.45 Uhr bei 276 Zentimetern. In der 24-Stunden-Vorhersage des Hochwasserportals Hessen wird ein Wasserstand von 260 bis 320 Zentimetern angegeben. Ab einem Wasserstand von 340 Zentimetern würden dann laut Stadt Frankfurt Hochwasserwarnungen ausgesprochen.

Der Main tritt in Frankfurt schon einige Tage über die Ufer - Am Samstag erreichen die Pegelstände die erste Hochwasser-Warnstufe.

Die Stadt Frankfurt stimmte die Bürgerinnen und Bürger vorsorglich auf Hochwasser ein. In Faltblättern für unterschiedliche Stadtteile veröffentlichte die Stadt Verhaltenstipps, darunter etwa, hochwertiges Mobiliar nicht im Keller zu lagern und den Versicherungsschutz für eigene Wohngebäude gegebenenfalls zu überprüfen.

Hochwasser am Main – Stadt Frankfurt warnt vor Gefahren

Update vom Donnerstag, 04.02.2021, 13.36 Uhr: Auch für den Main meldet das Hochwasserportal des Landes Hessen mittlerweile Hochwasser. Die Pegel im hessischen Main-Abschnitt hätten „ansteigende Tendenz“, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstagvormittag (04.02.2021). „Der Pegel in Raunheim wird aufgrund des noch immer steigenden Abflusses im Rhein voraussichtlich in den nächsten Tagen die Meldestufe 1 erreichen bzw. überschreiten.“

Am Pegel Frankfurt Osthafen werden 279 Zentimeter gemeldet. Das ist nur ein Zentimeter mehr als am Mittwoch (03.02.2021). Hochwasser herrscht offiziell erst ab mehr als 340 Zentimetern erreicht. Normal wären 152 Zentimeter. Trotzdem hatte die Stadt Frankfurt schon am Mittwoch die Einwohnerinnen und Einwohner vor den Gefahren gewarnt. Das Mainufer in der Innenstadt solle nicht betreten werden.

In Frankfurt-Höchst stand am Mittwoch diese Anlegestelle unter Wasser.

In Frankfurt droht Hochwasser: Stadt warnt Einwohner

Erstmeldung vom Mittwoch, 03.02.2021, 14.05 Uhr: Frankfurt – Den Main hält es aktuell in nicht seinem Bett. In den vergangenen Tagen kam es wiederholt zu Überschwemmungen und es drohen weitere Hochwasser.

Grund für die aktuell hohen Pegelstände in Frankfurt und Umgebung ist der anhaltende Regen kombiniert mit Tauwetter. Viele Zuflüsse des Mains liegen in höheren Regionen, wo es in vergangener Zeit häufiger geschneit hat. Inzwischen ist es allerdings vorbei mit der weißen Pracht und das nun wieder flüssige Wasser sucht einen Weg. Dieser führt häufig über die Böden, diese sind jedoch bereits Anfang Februar vollgesogen. So fließt immer mehr Wasser in die Zuflüsse und den Main selbst.

Rund um Frankfurt herrscht bereits vielerorts Hochwasser

In der Nähe von Frankfurt, im Wetteraukreis, in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis, kam es bereits zu größeren Problemen. So führte das Hochwasser im Main-Kinzig-Kreis* zu voll gelaufenen Kellern. Im Wetteraukreis, genauer in Büdingen, musste der Strom abgestellt werden. „Da die elektrischen Versorgungsanlagen ebenfalls massiv überflutet wurden, ist es erforderlich, die Betriebsmittel instand zu setzen“, schreibt der Netzbetreiber ovag. Betroffen waren demnach rund 180 Haushalte, auch in den folgenden Tagen drohen Stromausfälle in der Stadt. Aber auch in Mittelhessen gibt es Probleme mit den Wassermassen.

In Frankfurt wird derzeit noch kein Hochwasser gemeldet. Dieses herrscht offiziell erst, wenn der Main an der Messstation Osthafen einen Stand von mehr als 340 Zentimetern erreicht – normal sind 152 Zentimeter. Auch wenn der Pegel am Mittwoch (03.02.2021) erst bei 278 Zentimetern liegt, warnt die Stadt Frankfurt vor möglichen weiteren Entwicklungen. Denn um dem Main einen gewissen Raum zu geben, ohne dass dieser direkt Keller volllaufen lässt, wurden für Frankfurt Überschwemmungsgebiete festgelegt.

Stadt Frankfurt weist Überschwemmungsgebiete für Hochwasser aus

Zu diesen festgelegten Überschwemmungsgebieten zählt auch das Mainufer in der Innenstadt von Frankfurt. Da gerade in diesem Bereich viele Menschen unterwegs sind, warnt die Stadt Frankfurt davor, diese Bereiche zu betreten. Aber auch vor dem Hochwasser gibt die Stadt Tipps, worauf zu achten ist. Besonders wichtig ist demnach, in Kellerräumen nur unempfindliche Dinge zu lagern oder solche, die im Falle des Falles schnell aus dem Keller heraus geräumt werden können. Vorsicht ist auch bei umweltschädlichen Stoffen wie Öl, Chemikalien, Farbe, aber auch Wasch- und Reinigungsmitteln geboten. Diese sollten generell nicht in die Umwelt gelangen, auch nicht durch ein Hochwasser.

Wenn schon Wasser im Keller ist, sollte unbedingt der Strom abgeschaltet werden. Denn Steckdosen bedeuten bei Hochwasser akute Lebensgefahr. Sollte jemand verletzt werden oder gefährliche Stoffe auslaufen, muss in jedem Fall die Feuerwehr oder die Polizei über die Notrufnummern 112 oder 110 verständigt werden.

Weitere Informationen zum Hochwasser in Frankfurt

Nach dem Hochwasser empfiehlt die Stadt Frankfurt, alle Schäden und Wasserstände gut zu dokumentieren. So können im Zweifelsfall Versicherungsfälle nachgewiesen werden. Das Abpumpen von Wasser lohnt erst, wenn auch das Hochwasser zurückgegangen ist. Vorher kann das Leerpumpen von Räumen unterhalb der Wasserlinie zu schweren Schäden und sogar Einstürzen führen. Alle weiteren Informationen zu Hochwasser in Frankfurt bietet die Stadt auf ihrer Website. Dort können auch entsprechende Flyer heruntergeladen werden. (Marcel Richters) *fnp.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © imago-images

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare