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Unsere Fotomontage zeigt, wie die Eisbahn auf dem Mainkai in Frankfurt vor dem Historischen Museum aussehen könnte. 

Weihnachtsmarkt am Römerberg öffnet

Verwirrung um Eisbahn am Mainkai: Wer soll nun die Kosten tragen?

Wenn der Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg in Frankfurt eröffnet, gibt es am Mainkai noch keine Eislaufbahn. Denn: Wer die Kosten tragen soll, ist noch offen.

Frankfurt - Es ist so weit: Am Montag, den 25. November 2019 um 17 Uhr wird der Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg offiziell eröffnet. Doch was ist aus der Idee der Stadt geworden, zeitgleich auf dem für den motorisierten Verkehr gesperrten nördlichen Mainufer (Mainkai) eine Eislaufbahn aufzubauen? Die gute Nachricht ist: Die Eislaufbahn kommt. Die schlechte Nachricht: Sie wird nun doch erst im Januar aufgebaut.

Frankfurt Mainkai: Weihnachtsmarkt eröffnet - Eisbahn lässt auf sich warten

"Die Zeit dafür, die Eisbahn wie ursprünglich zum Weihnachtsmarkt aufzubauen, war einfach zu kurzfristig", sagt Mark Gellert, der Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD), im Gespräch mit fnp. "Die Angelegenheit ist nicht trivial." Ein Betreiber sei jedoch gefunden.

Allerdings hätten zunächst viele Details geklärt werden müssen. Ein Planungsbüro etwa hätte zunächst einen soliden Untergrund für das winterliche Vergnügen skizzieren müssen. Fest steht bereits: Die Eislauffläche soll 7,5 Meter breit und 30 Meter lang sein und auf dem Mainkai auf der Höhe des Historischen Museums stehen. "Die Fläche wird allerdings nicht die gesamte Breite der Straße einnehmen", sagt Gellert. Fahrradfahrer und Fußgänger hätten noch genug Platz, die Bahn zu umfahren.

Frankfurt: IHK und CDU gegen Eisbahn am Mainkai

Die Pläne der Stadt, eine Eislaufbahn am für den Autoverkehr gesperrten Mainkai aufzubauen, hatte vor einigen Wochen für viel Wirbel gesorgt. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) etwa sprach sich gegen diese Pläne aus. Viel lieber hätten die Gewerbetreibenden eine Schlittschuhbahn auf dem Roßmarkt gesehen. Das würde nämlich den Einzelhandel auf der Zeil beleben.

Auch der CDU-Fraktionschef Nils Kößler favorisierte den Roßmarkt als Standort für das eisige Vergnügen. Er nannte die Pläne fürs Mainkai sogar "einen klaren Verstoß gegen die Vereinbarungen der Koalition". Durch die Eisbahn sah er die Idee, den alle zwei Wochen stattfindenden Flohmarkt, der vom Schaumainkai in Sachsenhausen an das nördliche Mainufer verlegt werden soll, in Gefahr. "Aber wenn Eisbahn und Flohmarkt zusammen funktionieren, dann bitte", so Kößler. "Es ist ja niemand gegen eine Eisbahn generell gewesen. Wir finden den Roßmarkt nur nach wie vor sinnvoller."

Das Planungsdezernat immerhin ist der Meinung, dass sich die Eisbahn und der Flohmarkt, der ab dem 25. Januar auf dem Mainkai stattfinden wird, nicht gegenseitig im Weg stehen. Wann die Eislauffläche allerdings genau aufgebaut wird und wie lange sie stehen wird, das steht noch nicht fest. "Wir befinden uns noch in Abstimmungen", sagt Gellert.

Frankfurt Mainkai: Wer trägt die Kosten für Eisbahn?

Das sind aber nicht die einzigen Unbekannten bei dem Projekt. Denn wer eigentlich dafür verantwortlich ist, das ist ebenfalls nicht so richtig geklärt. Bei Detailfragen etwa, wer für die Kosten zuständig ist, verweist das Planungsdezernat auf das Amt für Kommunikation und Stadtmarketing. "Wir haben das Vorhaben nur organisatorisch unterstützt", so Gellert.

Der Leiter des Amts für Kommunikation und Stadtmarketing Takan Akman sieht sich nicht zuständig und verweist zurück ans Planungsdezernat. "Wir geben nur einen Zuschuss von 100.000 Euro", so Akman. Der Betrag wurde vom Tourismusbeirat bewilligt. Dabei handelt es sich um Einnahmen aus den Tourismusbeiträgen, den Privatreisende bei einer Übernachtung in Frankfurt zahlen müssen. Das Geld wird für die Gesamtkosten der Eisbahn allerdings nicht ausreichen.

Im kommenden Winter soll das winterliche Vergnügen dann übrigens auf dem Roßmarkt stehen.

VON JULIA LORENZ

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