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Corona-Party endet in Massenschlägerei und Großeinsatz der Polizei

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Von: Karolin Schäfer, Jennifer Greve

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In Frankfurt kommt es zu einer Massenschlägerei auf einer illegalen Corona-Party: Die Polizei ist im Großeinsatz.
In Frankfurt kommt es zu einer Massenschlägerei auf einer illegalen Corona-Party: Die Polizei ist im Großeinsatz. © 5vision.media

Bei einer illegalen Corona-Party in Frankfurt kommt es zu einer Massenschlägerei. Mehrere Jugendliche werden verletzt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Update vom Sonntag, 20.02.2022, 15.05 Uhr: Die Polizei hat neue Details zum Großeinsatz im Niddapark in Frankfurt bekannt gegeben. Gegen 20.30 Uhr wurde der Polizei eine größere Menschenmenge im Bereich des Parks und der U-Bahnstation Niddapark gemeldet.

Es soll zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen gekommen sein. Wie die Polizei berichtete, sollen von Beteiligten sogar Schussgeräusche wahrgenommen worden sein. Die genaue Anzahl der Jugendlichen im Niddapark ist ersten Ermittlungen zufolge noch nicht bekannt. Allerdings konnten offenbar im Bereich der U-Bahnstation mehr als 150 Heranwachsende angetroffen werden.

Nach Polizei-Informationen wurden inzwischen vier Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren festgenommen. Die 17-Jährigen sollen mit einer Schreckschusswaffe geschossen haben. Verletzt wurde niemand. Den beiden 16-Jährigen werden Raubstraftaten vorgeworfen. Bei einem der Jugendlichen konnten die Polizeibeamten Gegenstände sicherstellen. Zudem wies der 16-Jährige erhebliche Verletzungen auf. Daraufhin wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Massenschlägerei bei illegaler Corona-Party in Frankfurt: Die Polizei führt einen Mann ab.
Massenschlägerei bei illegaler Corona-Party in Frankfurt: Die Polizei führt einen Mann ab. © 5vision.media

Massenschlägerei bei illegaler Corona-Party – Polizei Frankfurt im Großeinsatz

Erstmeldung vom Sonntag, 20.02.2022, 7.50 Uhr: Frankfurt – Bei einer Massenschlägerei von mindestens 50 Personen auf einer illegalen Corona-Party* sind mehrere Jugendliche verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich im Niddapark in Frankfurt*. Die Polizei und zahlreiche Rettungskräfte rückten zu einem Großeinsatz an und löste die Veranstaltung mit mehreren hundert Jugendlichen auf. Die Rosa-Luxemburg-Allee war zeitweise komplett gesperrt, auch der U-Bahnverkehr wurde angehalten.

Laut Augenzeugenberichten fand am Samstagabend (19.02.2022) eine große illegale Party im Niddapark statt. Einige Personen hatten große Lautsprecherboxen mitgebracht. Es floss Alkohol und Drogen wurden konsumiert. Die meisten Feiernden waren offenbar im Alter zwischen 15 und 17 Jahren und aus umliegenden Frankfurter Stadtteilen. Nach aktuell geltenden Corona-Bestimmungen sind Versammlungen mit maximal 10 Personen derzeit zulässig.

Trotz hoher Corona-Fallzahlen in Hessen sollen die herrschenden Maßnahmen gelockert werden. Es soll einen Corona-Stufenplan zum deutschen „Freedom Day“* geben.

Corona-Party in Frankfurt: Polizei muss eingreifen

Eine größere Gruppe von Personen umkreiste diese Feiernden, pöbelte sie an und begann, Gegenstände wie Smartphones zu entreißen. Dann sei die Situation eskaliert. Offenbar kam es zeitweise zu einer fluchtartigen Panik, weil vermeintlich Schüsse zu hören waren. Es kann sich hierbei um Pyrotechnik gehandelt haben.

Eine Augenzeugin berichtet, mindestens einen Mann mit Pfefferspray in der Hand gesehen zu haben. Kurz darauf sei ihre Freundin von Pfefferspray getroffen worden. Sie musste später medizinisch behandelt werden, sei aber wieder auf dem Weg der Besserung.

Massenschlägerei bei illegaler Corona-Party in Frankfurt: Polizei und Rettungskräfte im Großeinsatz.
Massenschlägerei bei illegaler Corona-Party in Frankfurt: Polizei und Rettungskräfte im Großeinsatz. © 5vision.media

Darüber hinaus wird von Schlägereien auf einer Treppe berichtet, bei der eine Person schwer am Kopf verletzt worden sein soll. Dies wurde von polizeilicher Seite zunächst nicht bestätigt. Andere Augenzeugen erzählten übereinstimmend, dass auch Glasflaschen geflogen seien, bevor die Polizei eintraf.

In der Gruppe machten sogar Gerüchte von Messerstechereien die Runde. Teilnehmerinnen berichten, dass solche Partys häufiger stattfinden. Eine derartige Eskalation hätten sie aber noch nie erlebt. (5vision.media/jey)

Partys in und nach der Corona-Pandemie in Frankfurt*: Die Stadt will nun reagieren und Eskalationen verhindern. *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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