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Millennium Tower: Das soll Frankfurts neuer Rekord-Wolkenkratzer der Stadt bieten

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Von: Lukas Rogalla

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Zwei Frauen stehen bei der Vorstellung des Siegerentwurfs des Architekten Ferdinand Heide für das „Millennium Areal“ im Frankfurter Planungsdezernat vor einem Monitor mit zwei Computeranimationen.
Zwei Frauen stehen bei der Vorstellung des Siegerentwurfs des Architekten Ferdinand Heide für das „Millennium Areal“ im Frankfurter Planungsdezernat vor einem Monitor mit zwei Computeranimationen. © Arne Dedert/dpa

In Frankfurt entsteht bald der höchste Wolkenkratzer in der EU – mitsamt spektakulärer Aussichtsplattform. Der Millennium Tower soll ein besonderer Ort sein, verspricht der Architekt.

Frankfurt – Schon bald wird Frankfurt um einen Wolkenkratzer reicher. Im Europaviertel soll der Millennium Tower bis 2030 hochgezogen werden. Er soll mit etwa 280 Metern nicht nur der höchste Wolkenkratzer Deutschlands und der gesamten Europäischen Union, sondern auch ein besonderer Ort für die Stadt werden, wie Architekt Ferdinand Heide im Interview mit dem Hessischen Rundfunk verspricht.

Überzeugt hatte er die Jury nicht nur mit der spektakulären Skyhall, einer verglasten Aussichtsplattform, sondern auch mit einem 157 Meter hohen Wohnturm, der zusätzlich auf dem relativ engen Grundstück entstehen soll. Heide verdrehte beide Gebäude so gegeneinander, dass sich die Fassaden nicht direkt gegenüberstehen. Bei einem Blick aus der Ferne sollen die beiden Gebäude in Frankfurt wie zwei tanzende Figuren wirken, die sich gerade etwas voneinander abwenden.

Frankfurt: Millennium Tower soll höchster Wolkenkratzer in Deutschland werden

Der Millennium Tower verdankt seinen Namen den ursprünglichen Planungen rund um das Jahr 200. Damals war vorgesehen, dass der Turm 365 Meter hoch werden und den krönenden Abschluss des neuen Europaviertels bilden sollte, das gerade entstand. Selbst Donald Trump hatte Interesse am Projekt gezeigt. In dem Gebiet sind seitdem mehrere neue Hochhäuser gebaut worden. Mit fast einen Vierteljahrhundert Verspätung soll das Projekt nun doch Realität werden.

Auf die ursprünglich anvisierten 365 Meter, die noch immer zulässig sind, wollte Ferdinand Heide den Millennium Tower allerdings nicht planen. Das Gelände auf dem früheren Güterbahnhof in Frankfurt sei zu klein für ein Gebäude von solch einer Größe. „Es geht nicht darum, das spektakulärste Projekt zu machen mit der größten Höhe“, meint der Architekt im HR-Interview. Im Fokus stehen stattdessen Aspekte wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Stadtverträglichkeit. Photovoltaikflächen in der Fassade und kleine Windräder seien zur Stromerzeugung eingeplant. Beim Bau soll auch Holz eingesetzt werden, was den Bedarf an Stahl und Beton erheblich reduziere. Im Komplex sollen neben teuren Eigentumswohnungen auch 200 geförderte Mietwohnungen entstehen.

Frankfurt: Aussichtsplattform „Skyhall“ in 280 Metern Höhe

Die „Skyhall“ an der Spitze des Millennium Tower soll öffentlich und für alle zugänglich sein. Es sei mehr als nur eine Aussichtsplattform für Frankfurt, sagt Heide. Ein Wolkenkratzer sei nämlich „eine Art Himmelsleiter“. Bei der Planung seien er und seine Mitarbeiter „über die Vorgaben des Bauherrn hinaus gegangen“. Eine Treppe verlängert die Spitze des Turms weiter nach oben und dient zugleich als Sitzgelegenheit – auch für Veranstaltungen.

Ab 2025/26 soll das Immobilienunternehmen CA Immo den Entwurf des Frankfurter Architekten umsetzen. 2030 soll der Millennium Tower in Frankfurt dann fertiggestellt und einzugsbereit sein. Heide könne sich gut vorstellen, selbst in dem Wolkenkratzer zu wohnen, zu arbeiten – und „den herausragenden Blick zu genießen“. (lrg)

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