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Museumsuferfest 2019 war Minusgeschäft

Wegen Sicherheitsauflagen

Museumsuferfest 2019: Dieses Jahr hat die Stadt ordentlich drauf gelegt

Das Museumsuferfest 2019 hat zwei Millionen Besucher an den Main gelockt. Trotzdem legt die finanziell Stadt drauf.

Frankfurt - Das Museumsuferfest kann nicht mehr mit Gewinn betrieben werden. Diese Ansicht vertrat Thomas Feda, Geschäftsführer der städtischen Tourismus- und Congress GmbH, im Gespräch mit dieser Zeitungsgruppe. Der erfahrene Manager verwies auf die Kosten der verstärkten Sicherheitsvorkehrungen des von zwei Millionen Menschen besuchten Events.

Nach dem verheerenden Terroranschlag von Nizza im Jahr 2016, bei dem ein Attentäter auf der belebten Uferpromenade mit einem Lastwagen 87 Menschen getötet hatte, seien die Sicherheitsanforderungen auch in Frankfurt stark gestiegen.

Betonpoller stapeln sich in Ufernähe. Vor allem zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen sind schuld an der Kostenexplosion. Foto: dpa

Wie Feda sagte, ist das Museumsuferfest deshalb seit dem Jahr 2016 defizitär. Der Geschäftsführer wollte allerdings keine genauen Zahlen nennen. Er sagte aber, die Kosten hätten in diesem Jahr bei einem sechsstelligen Betrag gelegen. Den Fehlbetrag bezifferte er auf eine niedrige sechsstellige Summe.

Museumsuferfest 2019: 200 Betonquader erzeugen hohe Kosten

Nach dem Terroranschlag von Nizza habe die Stadt nach und nach rund 200 große Betonquader angeschafft, um zu verhindern, das Lastwagen auf das südliche Mainufer vordringen können. Zudem sei eine Notbeleuchtung installiert worden. Auch wenn wegen eines Anschlags der Strom ausfalle, könne die Beleuchtung des Ufers durch Notstromaggregate sichergestellt werden.

Als dritten Punkt, der erhebliche Kosten verursacht habe, nannte Feda eine "Notfallbeschallung" des gesamten Festes entlang des südlichen Mainufers. Durch zahlreiche zusätzliche Lautsprechertürme habe man erreicht, dass Durchsagen der Polizei und der Sicherheitsbehörden im gesamten Festbereich zu verstehen seien.

Und schließlich hat die Stadt nach den Worten des Geschäftsführers auch die Zahl der Stände reduziert. Dadurch seien zusätzliche Fluchtwege für die Menschen entstanden. Nach dem Terroranschlag von Nizza hält die Kommune während des Museumsuferfestes auch wesentlich mehr Ärzte und Sanitäter in Bereitschaft, um gewappnet zu sein.

Politik trägt das mit

Auch das koste natürlich Geld, wie Feda sagte. Das Defizit des Museumsuferfestes werde im Aufsichtsrat der Tourismus- und Congress GmbH "von der Politik getragen". Die Gesellschaft gleiche den Fehlbetrag aus ihrem Etat aus und müsse dafür an anderer Stelle sparen. Der Geschäftsführer führte auch an, dass die Stadt die Mieten für die Stände des Festes mehrfach erhöht habe. Dieser Weg sei nun ausgereizt. Für Feda bleibt das Museumsuferfest "unser wichtigstes Fest". Für das Image der Stadt leiste es einen unverzichtbaren Beitrag.

Feda verteidigte auch das Auftreten von Automobilkonzernen an der Festmeile. So hatten verschiedene Hersteller im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt im September sogar ihre Fahrzeuge präsentieren dürfen. Nach den Worten des Geschäftsführers sind die Autokonzerne wichtige Sponsoren für das Museumsuferfest.

von Claus-Jürgen Göpfert

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